Foto: Vielbunt

Die lokale Kulturszene und (Stadt-) Kulturpolitik ist ständig in Bewegung – da bekommt man viele interessante Neuigkeiten nur am Rande, viel zu spät oder gar nicht mit. Schluss damit: An dieser Stelle servieren wir alle Info-Häppchen, welche die P-Redaktion in den letzten Wochen aufgeschnappt hat.

In Darmstadt gibt’s jetzt ein Queeres Zentrum! Anfang des Jahres hat der Verein Vielbunt die Trägerschaft für die ehemaligen Räume des städtischen Jugendhauses in der Oetinger Villa übernommen, viele Monate renoviert und im Juni den Betrieb aufgenommen. Das offene Angebot aus Treffpunkt und Beratungsstelle richtet sich an queere Jugendliche im Alter von 14 bis 27 Jahren. Dienstags, donnerstags und freitags ist von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Mit dem Jugendbildungsreferenten von Vielbunt können aber auch individuelle Beratungstermine vereinbart werden. Zusätzlich werden von hier aus die vielbunten Vereinsaktivitäten koordiniert. Wenn Ihr Bock habt, den jährlichen Christopher Street Day mitzugestalten, bei der Jugendgruppe Farbenfroh mitzumischen oder Euch für queere Flüchtlinge zu engagieren, schaut vorbei! Das selbstverwaltete Jugend- und Kulturzentrum Oetinger Villa, das seit Jahr(zehnt)en in dem altehrwürdigen Haus wirkt, freut sich über die neuen Nachbarn und organisiert weiterhin unabhängig sein preisgekröntes, subkulturelles Kulturprogramm. www.queereszentrum-darmstadt.org

Die Fahrradwege bleiben ausbaufähig, dafür düst man in Darmstadt mit Vollgas über den Datenhighway. Es ist amtlich: Darmstadt ist „Digitale Stadt“ und damit „eine ideale Vorzeigestadt der Zukunft für digitale Prozesse und Dienstleistungen“. Der Titel wurde im Rahmen eines Wettbewerbs des Branchenverbandes Bitkom zusammen mit dem Deutschen Städte- und Gemeindbund verliehen. Geplant ist nun Schulen, das Gesundheitswesen, die Energieversorgung und den Verkehrssektor ab Anfang 2018 mit neuesten digitalen Technologien auszurüsten. Weitere Bereiche des kommunalen Lebens sollen folgen. www.digitalstadt-darmstadt.de

Ehemals als Mrs. Jesus unterwegs, arbeitet die Musikerin Nadine Bonifer nun unter dem Alias Toona an neuen Stücken. „Swimming in November“, eine Elektropopsong-EP, soll noch in diesem Jahr erscheinen. www.facebook.com/toonamusic

Irgendwo zwischen Pop- und Stoner-Rock bewegen sich die ersten Aufnahmen der Rooftop Riots. Die fünfköpfige Band aus Darmstadt hat gerade ihre erste EP veröffentlicht. www.facebook.com/RooftopRiots

Es grünt mitten in der Stadt! Beete, Brunnen, Teiche und schattige Bänke laden zum Flanieren im Schlossgraben ein. Vor knapp drei Jahren war das Gelände rund ums Schloss noch ein verwildertes Dickicht. Mit der Unterstützung von 550 Spendern konnte die TU Darmstadt die Neugestaltung realisieren und eröffnet zum Heinerfest einen weiteren, größeren Teilabschnitt der öffentlichen Gartenanlage. Ein echt schmuckes Plätzchen, nur wenige Meter unterhalb von Cityring und Friedensplatz! www.tu-darmstadt.de

Foto: TU Darmstadt

Eine „Kinetische Skulptur“ schmückt seit Ende Mai den Eingang zum Hochschulstadion. Mit der zehn Meter hohen Metall-Installation des Gestalters Hans-Michael Kissel hat die TU Darmstadt einen weiteren Kunst-Standort im öffentlichen Raum geschaffen. Die sechs Flügelelemente, verbunden mit drehbaren Gelenken, reagierten bereits auf leichten Wind und seien von der Bewegungsvielfalt und Leichtigkeit des Unisport-Zentrums inspiriert, so Kissel. www.tu-darmstadt.de

„Weiter Schreiben“ ist eine Initiative zur Unterstützung von Literaten in Krisengebieten – von denen es auf der Welt derzeit ja leider reichlich viele gibt. Das Programm wird jetzt vom in Darmstadt ansässigen PEN-Zentrum Deutschland unterstützt. Die international vernetzte Schriftstellervereinigung ermöglicht damit Autoren wieder einen Zugang zum Literatur- und Medienbetrieb, denen das Publizieren durch die politische Situation oder Konflikte in ihrer Heimat nicht möglich ist. Veröffentlicht werden die literarischen Texte online auf www.weiterschreiben.jetzt.

Als mobiles Malatelier ist der „Rollende Farbraum“ seit Juni in und um Darmstadt unterwegs. Mit dem umgebauten Wohnwagen wollen die beiden Kunsttherapeuten Michaela und Alfred Niedecken „Kindern aus aller Welt gemeinsam die Möglichkeiten zum begleiteten Malen“ geben. Angesteuert werden vor allem Kindertagesstätten sowie Flüchtlingsunterkünfte. Trägerin des Projekts ist die Evangelische Kirchengemeinde Darmstadt-Eberstadt-Süd. Infos zum Atelier auf Rädern gibt’s via Mail: info@ihkd.de.

Nach drei Jahren intensiver Planung startet Anfang Juni die Sanierung des Ausstellungsgebäudes auf der Mathildenhöhe. Der 1908 errichtete Olbrich-Bau am Kopf des Jugendstilzentrums wird Rohbauarbeiten unterzogen, bekommt einen Innenausbau, einen neuen Putz und Zwischenbau, ein neues Glasdach und Café sowie eine vollständige Schadstoffsanierung. Die komplexen Arbeiten sollen die historische Substanz mit aktuellen bautechnischen Standards und moderner Museumstechnik in Einklang bringen: vom barrierefreien Zugang bis zur Lüftung. Für die Kühlung wird sogar einer der 2.300 Kubikmeter fassenden Wasserspeicher des Baus erneuert und wieder befüllt. Eng abgestimmt werden die Baumaßnahmen zudem mit der Weltkulturerbe-Bewerbung. Damit im Frühjahr 2019 die Wiedereröffnung gefeiert werden kann, sind insgesamt Kosten von 17,1 Millionen Euro veranschlagt. www.mathildenhoehe.eu

Das Blumen hat eine neue, sehr zentrale Wirkungsstätte: In der ehemaligen „Bormuth“-Backstube in der Ludwigspassage wurden kürzlich Ateliers bezogen. Wegen der vielen Anwohner rundherum werden dort aber keine Veranstaltungen möglich sein. Das neue Vereinsheim soll als Arbeitsort und Treffpunkt dienen, um zukünftige Projekte planen zu können. Weiterhin sind die Blumen-Macher auf der Suche nach einem Lagerort oder einer Werkstatt, um vor allem die Bauteile des für die Hessischen Theatertage errichteten Festivalzentrums einzulagern. Habt Ihr vielleicht eine Idee? www.dasblumen.de

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