
Angst, Schweiß und Tränen
Unsere Theater-Tipps im Oktober
Eine Frau schlägt auf
Andrea Petković hat einen großen Teil ihres Lebens als Profi-Tennisspielerin verbracht. Sie kennt die Achterbahn der Gefühle auf dem Platz, die Verbindung, die Menschen durch den Sport fühlen. Nach ihren ersten Tennisschlägen in Darmstadt folgten Matches und Erfolge rund um die Welt und eine Karriere bis in die Top Ten der Weltrangliste. Doch nicht alles glänzte und glitzerte – der Druck im Leistungssport, insbesondere auf einen weiblichen Körper, und auch Einsamkeit und Verletzungen waren ebenso Teil von Andreas Leben an der Spitze. Ihre autobiografischen Erzählungen lassen – in einer Fassung von Theresa Thomasberger und Carlotta Huys – auf der Bühne eine lebendige Collage entstehen.
„Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht (Uraufführung)“
Premiere am Sa, 17.10., um 19.30 Uhr + Vorstellungen am Sa, 31.10., um 19.30 Uhr sowie in den kommenden Monaten im Kleinen Haus des Staatstheaters Darmstadt
Macht und Ohnmacht
Tiefgründige Tanz-Traumwelten eröffnen sich im modernen Ballett des spanischen Choreografen Marcos Morau. „Der Grüne Tisch“, eine Performance von 1932, die Willkür und Ohnmacht im Krieg thematisiert, dient als Ausgangspunkt für Morau, um historische Referenzen und Zitate in einen dichten Teppich an Impulsen für die Zuschauenden zu knüpfen. Das, was die Gegenwart für uns bereithält – ob Hoffnung oder Abgrund – wird hier auf die Bühne projiziert und durch Objekte und Körper dargestellt.
„Nachtträume“
am Fr, 9.10., um 19.30 Uhr + So, 18.10., um 18 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt
Eine Zugfahrt mit Folgen
Ein Zug, der von Istanbul nach Paris fahren soll. Eine Schneewehe, die direkt nach der Abfahrt die Weiterfahrt verhindert. Und das ist noch nicht alles – denn sonst wären es ja lediglich die Chroniken eines Reisenden im nationalen Zugverkehr Deutschlands. Ein Businessman aus den USA ist plötzlich tot und der Vorfall gibt Rätsel auf, befindet sich der Tote doch in seinem von innen abgeschlossenen Abteil. Dies ist ein Fall für den zufällig anwesenden Detektiv Hercule Poirot. Der (einst von Agatha Christie erschaffene) Protagonist gibt alles, um das Rätsel zu lösen und weitere Unglücke zu verhindern.
„Mord im Orientexpress“
Premiere am Fr, 9.10., um 20 Uhr + Vorstellungen am Sa, 10.10. + Fr, 16.10. + So, 18.10. + Di, 20.10. jeweils um 20 Uhr sowie weitere Vorstellungen im November im Theater Moller Haus
Yippie ya yeah, Schatz!
Ein Schauspieler-Ehepaar begegnet sich bei den Dreharbeiten zu einem Actionfilm. Und auf dem Flur eines Amtsgerichts – dies jedoch im realen Leben. Sie lassen vor den inneren Augen Revue passieren, wie das Leben sie zusammenführte, sie sich verliebten, bis zum Moment der Scheidung. In unterhaltsamen Szenen mit wechselnden Erzählebenen wird analysiert, zum Schlag ausgeholt und pariert. Denn auch die Zuschauenden sollen bald erfahren, was dieses Paar auseinanderbrachte. Die komischen, anerzogenen Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden aufs Korn genommen und gezeigt: sich ihrer bewusst zu sein, hilft nicht unbedingt.
„Küss langsam – mit dir im falschen Film“
Premiere am Fr, 2.10. um 20 Uhr + Vorstellungen am Sa, 3.10. + Fr, 30.10. jeweils um 20 Uhr sowie weitere Vorstellungen in den kommenden Monaten im Theater Moller Haus
Live-Bühnen-Experiment
Sind wir Menschen wirklich besonders, einzigartig, unnachahmbar? In einer Gegenwart, in der wir uns eingestehen müssen, dass Künstliche Intelligenz immer mehr kann, stellt sich die Frage: Was können wir, was die KI nicht kann? Der Turing-Test – eine Prüfung, ob eine Maschine für einen Menschen als Maschine erkennbar ist – dient schon seit vielen Jahren zur Beurteilung von KI. Dieser Turing-Test dient als Ausgangspunkt für eine theatrale Reise durch den Abend, eine gemeinsame Prüfung aller Anwesenden in Form von improvisierten Szenen und Konversationen. Und somit ein tatsächliches Live-Bühnen-Experiment.
„Die letzte Prüfung – Wann ist der Mensch ein Mensch?“
am Mi, 28.10. um 19.30 Uhr im Theater Moller Haus
Überraschendes Erwachen
Nachdem sich Rosa hat hypnotisieren lassen, erwacht sie im Körper eines Mannes. Zu allem Überfluss befindet sich dieser just in diesem Moment in einem Duell. Stück für Stück enthüllt sich die Krönung der Überraschung: Bei ihrem neuen Körper handelt es sich um William Shakespeare und sie befindet sich im Jahr 1594. Ups! Dabei hatte Rosa in ihrer Gegenwart doch große Pläne: ihre große Liebe zurückzuerobern, die leider eine andere Person heiraten möchte. Die Neue Bühne bringt den Roman von David Safier in einer eigenen Fassung live on stage.
„Plötzlich Shakespeare“
Premiere am Fr, 23.10., um 20 Uhr + Vorstellungen am Fr, 30.10. + Sa, 31.10. jeweils um 20 Uhr sowie weitere Vorstellungen in den kommenden Monaten auf der Neuen Bühne Darmstadt





