Seltsames und Waghalsiges wagen

Das literarische Darmstadt im Februar

Grafik: Rocky Beach Studio
Grafik: Rocky Beach Studio

Auf den Lesungen in diesem Monat wird über Menschen berichtet, die viel riskieren und riskiert haben:

Samstag, 01. Februar

Unter anderem Leonie Batke aus Mainz und Andi Valent aus Mannheim wettstreiten beim 66. Krone-Slam ab 20 Uhr und teilen sich das Mikrofon im Konzertsaal der Goldenen Krone auch mit spontanen Teilnehmern am Abend.

 

Dienstag, 04. Februar

„Seltsame Tage“ verbrachte Arno Schmidt zwischen 1955 und 1958 hauptsächlich im Woogsviertel, denn mit der dazugehörigen Stadt mochte sich der Schriftsteller nie so recht anfreunden. An die in dieser Zeit entstandenen Werke und Briefe des produktiven Dichters erinnern die Schmidt-Experten Susanne Fischer, Bernd Rauschenbach und Friedrich Forssman ab 19 Uhr im Literaturhaus.

 

Mittwoch, 05. Februar

Die Textwerkstatt verabschiedet sich auf ihrer Lesebühne im Literaturhaus vom Jahrgang 2019 und begrüßt die neuen Teilnehmer. Moderiert von Kursleiter Kurt Drawert lesen ab 19.30 Uhr aus ihren Vers- und Prosadichtungen: Kerstin Campbell, Anne Diekhoff, Daniel Mylow, Angela Regius und Anne Stolle.

Die jüdische Weltverschwörung kämpft gegen die eigene Erfolglosigkeit und gegen grammatikalisch unkorrekt wütende Internet-Nazis. Zu welchen unorthodoxen Methoden diese greifen und wie sie gestoppt werden, erfahren wir von Thomas Meyer, wenn er erste Ausschnitte aus seinem neuem Jewsploitation-Thriller um „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“ ab 20 Uhr in der Bücherinsel Dieburg präsentiert.

 

Donnerstag, 06. Februar

Mit „Hermione. Eine Flucht ins Leben“ liegt nun „Eine poetische Biografie“ über die Baronin Hermione von Preuschen vor. Wie und warum diese mit ihren Gemälden, Stillleben, Novellen und Gedichten zwischen Ruhm und Einsamkeit schwankte, hielt die 1854 in Darmstadt geborene Künstlerin in ihrem „Roman meines Lebens“ fest, auf den der Autor und Verleger Bernhard Erhard Fischer ab 19 Uhr im Literaturhaus auch eingehen wird.

„Die Tartarenwüste“ bietet für den jungen Offizier Giovanni nur monotones Warten auf den Gegner. Ob der noch erscheint, erfahren wir vielleicht ab 20 Uhr in der szenischen Lesung zum Roman von Dino Buzzati mit Mathias Znidarec in der Bar der Kammerfestspiele im Staatstheater.

 

Freitag, 07. Februar

Moderiert von Finn Holitzka treten bei der Lichterschlacht ab 19 Uhr in der Centralstation wieder Südhessens Poetry-Slam-Nachwuchstalente im U20-Wettbewerb an.

 

Samstag, 08. Februar

Sport und Mord: Bei der „Darmstädter Krimilust“ in der Stadtkirche trifft die inspirierende Realität auf die knallharte Fiktion. So erfahren wir ab 19 Uhr im Gespräch zwischen Moderator Ralf Köbler und Sportmoderator Markus Philipp unschöne Fakten über das weite Feld zwischen grobem Foul, Spielabbrüchen und Wettbetrug. Anschließend liest Christian Groß aus seinem Debütroman „Dunkles Tal“, in dem ein Geschwisterpaar mit den Folgen eines Überfalls zurechtkommen muss.

 

Dienstag, 18. Februar

Der „Sommer bei Nacht“ erschwert die Suche nach einem entführten Kind. Wie das neue Ermittler-Duo von Jan Costin Wagner diesen Fall mit einem älteren verknüpft, erfahren wir ab 19 Uhr im Literaturhaus, wenn der österreichische Schriftsteller aus seinem neuen Kriminalroman liest.

 

Donnerstag, 20. Februar

Dass nicht nur das entspannende Lesen gut für Körper und Geist ist, sondern auch das regelmäßige, bewusste Aufschreiben der eigenen Gedanken, beweist Silke Heimes in „Ich schreibe mich gesund“, ihrem neuen Sachbuch zum Nachmachen. Ab 18 Uhr stellt die Autorin und Poesietherapeutin im Kunstforum der TU Darmstadt im Alten Hauptgebäude der TU ihre Thesen vor.

Für „Mut – für einen Feminismus, der allen gut tut“ plädiert die Journalistin und Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau Bascha Mika. Gemeinsam mit Nadja Erb hat sie in diesem Band Frauen porträtiert, die für die gemeinsame emanzipierte Gesellschaft ohne männliche Dominanz schon voranschritten; einige dieser vorbildhaften Beispiele präsentiert die Mit-Herausgeberin ab 19 Uhr im Literaturhaus.

 

Sonntag, 23. Februar

Die eine oder andere verklärte Nacht verbrachte Ida Dehmel auch rund um die Mathildenhöhe. Ab 11 Uhr erinnert die Malerin Beate Koslowski im Wohnzimmer des Kranichsteiner Literaturverlags an die vielfältig aktive Kunstförderin.

 

Dienstag, 25. Februar

„Niemand kann in den Knast gehen und unverändert herauskommen.“ Aufgrund seiner investigativen Recherchen über Korruption verbrachte Tomislav Kezarovski mehr als zwei Jahre im Gefängnis. Diese Zeit verarbeitete der südmazedonsiche Journalist im Exil in seinem Bericht „Life in the box“, den der Gast-Stipendiat der Stadt ab 19 Uhr im Literaturhaus gemeinsam mit Leander Sukov vom Autorenverband PEN Club vorstellt.

 

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