Neueröffnet und altbewährt

Wir wissen nicht immer, was wir lesen wollen, also hören wir auf folgende Empfehlungen:

Grafik: Rocky Beach Studio
Grafik: Rocky Beach Studio

Donnerstag, 01. Februar

„Das Päckchen“, das ihm vertrauensvoll überreicht wurde, öffnet der Zürcher Bibliothekar Ernst und glaubt seinen Augen kaum, als er ein Exemplar des ältesten deutschen Buches erblickt. Mit der originellen Frage nach dem Original eröffnet der Schweizer Schriftsteller Franz Hohler ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche die Reihe der diesjährigen Lyrischen Matinéen.

Im wiedereröffneten Künstlerkeller im Schloss lernen wir ab 19.30 Uhr dank Leonie Faber „Die Zeitenbummlerin“ auf ihrem abenteuerlichen Weg zum entschleunigten Leben kennen.

 

Freitag, 02. Februar

Der „Schildkrötensoldat“ Zoltán ist ein moderner Schwejk und mogelt sich 1991 dem Irrsinn verweigernd durch den jugoslawischen Bürgerkrieg. Über seinen stotternden Widerstand berichtet Melinda Nadj Abonji ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.

 

Samstag, 03. Februar

Unter anderem Lara Ermer aus Nürnberg und Jey Jey Glünderling wettstreiten beim 48. Krone-Slam ab 20 Uhr in der Goldenen Krone um die Gunst des Publikums.

 

Dienstag, 06. Februar

Grenzsituationen muss der finnische Ermittler Kimmo Joentaa im neuen Krimi von Jan Costin Wagner erleben, denn „Sakari lernt durch Wände gehen“. Warum dieser mysteriöse Teenager bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam, erfahren wir vielleicht ab 19 Uhr im Literaturhaus.

 

Mittwoch, 07. Februar

20 Jahre Textwerkstatt begehen Kurt Drawert und Martina Weber ab 19.30 Uhr mit einer Jubiläumsfeier und einer Buchpremiere: „Das Eigene im Anderen. Istanbul“ präsentieren Teilnehmer und Beitragende zu dieser Anthologie auf der Lesebühne im Literaturhaus.

Zum 26. Poetry Slam bittet Egon Alter ab 20 Uhr unter anderem Corinna Rautenberg aus Frankfurt und Richie Minus Eins aus Melsungen ans Mikrofon vor der Leinwand des Kommunalen Kinos Weiterstadt.

 

Donnerstag, 08. Februar

„Wenn der Staat tötet“, setzt er sich mit der Todesstrafe als endgültiger Herr über das Leben seiner Untertanen ins Recht. Wie er das legitimiert, hat sich im Verlauf der Jahrhunderte oft geändert. Auch ist die Wahl der Mittel in Texas anders als in Teheran. So oder so: Das Fürchten lehrt einen der Jurist und Autor Helmut Ortner ab 19 Uhr im Literarium der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft.

 

Sonntag, 11. Februar

Peter „Bichsel liest Bichsel“ und lässt somit offen, welche Kurzgeschichten der moderne Schweizer Klassiker ab 11.30 Uhr in der Stadtkirche zum Besten gibt.

 

Mittwoch, 14. Februar

Ist das noch rechtzeitig, so vong Hype her? Davon kann sich überzeugen, wer die Lesung mit Willy Nachdenklich aus „1 gutes Buch vong her“ ab 20 Uhr in der Centralstation besucht.

Durch „Die Straße der Lebenden“ wandert der stetig reisende Helge Timmerberg. Was er in Fukushima, Barcelona und Rio so erlebte, davon berichtet der umtriebige Reiseschriftsteller ab 20 Uhr in der Bessunger Knabenschule.

 

Donnerstag, 15. Februar

Fassade ade? In den zweifelhaften Genuss ungeahnter aktueller Aufmerksamkeit kam Eugen Gomringer im letzten Jahr, als sein öffentlich ausgestelltes Gedicht „avenidas“ unter den Verdacht der Frauenfeindlichkeit geriet. Dass der Begründer der Konkreten Poesie aber weit mehr zu bieten hat als kontroversen Spielraum zur Interpretation, zeigt der Gestalter und Lyriker ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.

 

Freitag, 16. Februar

Nichts für „Schlafgänger“ ist die Lesung von Dorothee Elmiger aus ihrem neuen Roman ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche. Elmiger schreibt über Grenzüberschreiter aus den europäischen Rändern auf der Suche einem neuen Zuhause. Anschließend liest Michael Fehr aus „Glanz und Schatten“, einem Erzählungsband über Menschen, die am Wandel scheitern.

 

Dienstag, 20. Februar

„In Darmstadt bin ich“ bekannte Fritz Deppert sich 1982; ab 17 Uhr im Literaturhaus begründet der Autor auf Einladung der Akademie 55plus, warum es ihn zeitlebens nicht aus dieser unserer Stadt zog.

 

Donnerstag, 22. Februar

Dem „Schatten der Angst“ entkam Marcel Reich-Ranicki mehr als einmal. Jahrzehnte später verfasste der seinerzeit berühmteste deutsche Literaturkritiker seine Autobiografie „Mein Leben“. An diesen großen Erfolg erinnern Karlheinz Müller und Horst Schäfer ab 19 Uhr mit einer Lesung und laden im Literaturhaus zur Wiederentdeckung ein.

Wie lebten besorgte Bürger und Herrscher vor 800 Jahren? „Der Sachsenspiegel – das berühmteste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters“ bietet interessierten Zeitgenossen noch immer einen aufschlussreichen Blick in deren Alltag. Sein Buch über eine gar nicht so dunkle Zeit stellt Prof. Dr. Heiner Lück ab 19 Uhr im Literatium der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft vor.

 

Sonntag, 25. Februar

„Die Kraft der Schwachen“ fasste die gebürtige Netty Reiling in einem Titel ihr Thema zusammen. Leben und Werk ihres bekannten Alter Ego Anna Seghers sind ab 11 Uhr Thema des von Sabine Eller gestalteten Vormittags im Wohnzimmer des Kranichsteiner Literaturverlags.

Auf den Spuren von Adalbert „Stifter in Fukushima“ wandelt Adolf Muschg in seinem neuesten Werk. Wie es den spät-biedermeierlichen Böhmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in eine heutzutage atomar verseuchte japanische Landschaft verschlug, erläutert der Schweizer Autor ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche.

 

Dienstag, 27. Februar

Das „Landgericht“ ist ein Schauplatz der Auseinandersetzung eines jüdischen Juristen in Mainz über Verleumdung, Verfolgung, Wiedergutmachung und Wiederaufbau. Den preisgekrönten Roman von Ursula Krechel stellt Karlheinz Müller um 18 Uhr im Literaturhaus zur Diskussion.

Nach einem Schlaganfall kehrt die Wissenschaftlerin Hanna in das schwäbische Dorf „Kirchberg“ zurück. Wie sie dort in vertrauter Umgebung neuen Lebensmut schöpft, erzählt Verena Boos in ihrem neuen Roman und ab 19 Uhr im Literaturhaus.

„Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ erfahren die Liebenden im neuen Roman von Peter Stamm, der von Christoph handelt, der in der wesentlich jüngeren Lena eine Frau aus seiner Vergangenheit wiederentdeckt. In die Geschichte in der Geschichte führt uns der Schweizer Autor ab 19.30 Uhr in der Stadtkirche ein.

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