Aus Tradition anders

Unsere Theater-Tipps im April

Auf ins Mollerhaus! | Foto: Mollerhaus

Vorgezogene Premiere auf der Neuen Bühne

Die neue Produktion, Umberto Ecos „Der Name der Rose“, hat bereits eine Woche früher Premiere als ursprünglich angekündigt. Die rasante Kriminalgeschichte unter Mönchen spielt in einem ziemlich düsteren Norditalien während des ausgehenden Mittelalters. Dass William von Baskerville als Franziskaner unter Benediktinern ermitteln muss, erschwert den Fall genauso wie die zahlreichen Intrigen, die den Alltag in dem Kloster mit der bedeutenden Bibliothek bestimmen.

„Der Name der Rose“ Premiere am Fr, 30.03. (!) um 20 Uhr

Neue Bühne, Frankfurter Landstraße 195, Arheilgen

Alle Termine unter www.neue-buehne.de

 

Moderne Inszenierungen am Staatstheater

Im Rahmen der Barfestspiele wird eine szenisch-musikalische Lesung der Ensemblemitglieder Béla Milan Uhrlau und Stefan Schuster aufgeführt. In Kurt Drawerts Langgedicht „Der Körper meiner Zeit“ werden von Liebe über Aldi bis Steuererklärung musikalische und lyrische Intervention gegen die Fluten des Realen inszeniert.

Einen zweiteiligen Abend aus Musiktheater und Ballett zeigen Sivan Cohen Elias und Ramon John vom Hessischen Staatsballett in den Kammerspielen. In „Code“ treffen zwei Zukunftsvisionen als Oper und Tanz aufeinander: Ein Schöpfungsmythos, der die Frage stellt, was passiert, wenn wir unsere eigenen Götter erschaffen, und eine Endzeit-Vision, die aus dem kreativen Chaos schöpft.

In Rui Hortas spartenübergreifendem Projekt „Everybody knows“ arbeitet ein internationales Ensemble mit tänzerischen, schauspielerischen und musikalischen Mitteln zusammen, um eine Zukunft in Gemeinsamkeit darzustellen.

Eine theatrale Collage nach „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann zeigt die Theaterwerkstatt für Jugendliche. Als ehemalige FSJlerin am Staatstheater Darmstadt und Tänzerin in einer Modern Dance Gruppe entwickelte Aylin Ünal gemeinsam mit den Darstellern die Choreographien der Inszenierung. Die Kostüme werden unter der Leitung von Anette Gärtner von Schülern der Freien Waldorfschule Darmstadt entworfen und hergestellt.

Das Lilienmusical „Aus Tradition anders“ von Martin G. Berger (Buch, Liedtexte und Regie) und Jasper Sonne (Musik) erinnert rückblickend an die erste Bundesliga-Saison der Lilien 1977/78 und die Entwicklung bis heute. In den Geschichten einer Wirtin, in deren Lokal Spieler wie Fans verkehrten, wird neben dem Fußballgeschehen auch die gesellschaftliche Stimmung vom „Deutschen Herbst“ der RAF über die Wiedervereinigung bis heute lebendig.

„Der Körper meiner Zeit“ Premiere am Fr, 06.04., um 20 Uhr in der Bar der Kammerspiele

„Code“ Premiere am Do, 12.04., um 20 Uhr in den Kammerspielen

„Everybody knows“ Premiere am Fr, 13.04., um 19.30 Uhr im Kleinen Haus

„Das ganze Leben Traum und Ahnung“ Premiere am Do, 26.04., um 20 Uhr in den Kammerspielen

„Aus Tradition anders“ Premiere am Sa, 28.04., um 19.30 im Großen Haus

www.staatstheater-darmstadt.de

 

Dürrenmatt-Krimi im Hoffart-Theater

Das Jugendtheater Hopjes inszeniert seine Interpretation von „Die Physiker“ mit Schwerpunkt auf dem Kriminalfall. Obwohl es anfangs nur so scheint, als wären die Insassen schuld an den Morden im Sanatorium, stellt sich heraus, dass viel mehr dahinter steckt. Ein grotesker Agententhriller aus der Zeit des Kalten Kriegs Anfang der 1960er Jahre.

„Die Physiker“ Premiere am Do, 12.04., um 20 Uhr

www.hoffart-theater.de

 

Neue Komödien im Mollerhaus

Das Theater Curioso inszeniert Mike Bartletts britische Komödie „Nachwehen“. Die junge Mitarbeiterin Emma und die namenlose Personalchefin ihrer Firma begegnen sich in 14 Gesprächen. Was als freundlicher Smalltalk beginnt, wird schnell immer beklemmender. Emotionen und Persönlichkeit sind unerwünschte Makel, die der Firma schaden. Romantische Beziehungen zu anderen Mitarbeitern sind meldepflichtig. So sieht sich Emma gezwungen, sich zwischen einem Leben im Privaten oder als Familienmitglied der Firma zu entscheiden.

Das Theater Profisorium zeigt mit „Midnight Dinner“ seine Bühnenfassung von Neil Simons Filmklassiker „Eine Leiche zum Dessert“. Der exzentrische Milliardär Allister Grey lädt fünf Größen der literarischen Kriminalistik zu einem Dinner auf ein altes, geheimnisvolles Herrenhaus ein. Er verspricht einen Mord zum Hauptgang und ewigen Ruhm demjenigen, der das Verbrechen innerhalb der folgenden Nacht aufklärt – vorausgesetzt, er würde die Nacht überleben.

„Nachwehen“ Premiere am Do, 12.04., um 20 Uhr

„Midnight Dinner“ Premiere am Fr, 20.04., um 20 Uhr

www.theatermollerhaus.de

 

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