Über Götter, Shakespeare und die Zukunft
Unsere Theater-Tipps im Juli und August

1 Ohne Anstand
Auf der Suche nach einem Ort, um die Beute ihres Bankraubs zu verstecken, finden Hal und Dennis die Lösung: den Sarg von Hals kürzlich verstorbener Mutter. Die ergaunerten zwanzigtausend Pfund verschwinden darin in der Gewissheit, dass dort niemand suchen würde. Der zugehörige Witwer Mr. McLeavy ist unterdessen mit religiöser Andacht und Trauer beschäftigt. Aktuelle Fragen um eine Gesellschaft, die von Profitgier regiert wird, werden in diesem Stück aufgegriffen und geben den Zuschauenden Einblicke in eine mögliche andere Welt.
„Beute (Loot)“: Premiere am Fr, 28.8., um 20 Uhr sowie weitere Termine im September und Oktober in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt
2 Ohne Worte in die Zukunft
Wörter und Bücher einfach aussortieren, aufräumen, Platz schaffen – das ist die Mission von drei Clowns. Sie sind Literaturexpertinnen und in einem kalten Archiv gelandet. Die Entscheidung, was bleiben darf, ist keine leichte. Und alles andere wird gehäckselt. Denn Papier nimmt nur Platz weg. Dieses Stück des Clown-Ensembles „Auf ein Wort“ unter Regie von Ann Dargies und Hubert Wiese wird von drei Absolventinnen der Clownsschule Darmstadt in Wien präsentiert, deren Biografien und Erlebnisse in die Charaktere und in die Geschichte mit einfließen.
„Aussortiert“ am Fr, 28.8. + Sa, 29.8., jeweils um 20 Uhr im Theater Moller Haus
3 Gewiefte Frauen schlagen zurück
Frau Page, Frau Ford und Frau Quickly planen einen süßen Rachefeldzug gegen Sir John Falstaff. Der hat nämlich auf nicht besonders kreative Weise versucht, mit den beiden Ersteren anzubandeln, um von ihnen finanziell zu profitieren. Was ihm als lukrative Idee schien, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird nun zu seinem Fallstrick: Die Frauen locken ihn zunächst zu den Fords, um ihn dann unter dem Vorwand des zurückkehrenden Ehemanns über Hindernisse fortzujagen. Und sie finden Gefallen an diesem Spiel …
„Die lustigen Weiber von Windsor“: am Fr, 17.7., um 20 Uhr im Agora am Ostbahnhof
4 Vom Helden zum Monster
Macbeth, dem angesehenen Heerführer, wird prophezeit, dass er König werde. Ab diesem Moment beginnt der Wunsch nach Macht und Aufstieg, an ihm zu knabbern und zu zerren und streckt sich wie ein Meer schwarzer Flammen nach ihm. Seine Frau Lady Macbeth begünstigt diese Entwicklung und feuert seinen Machthunger mit ihrem eigenen an. In dieser besonderen Fassung liegt der Fokus auf der Dynamik des Paares. Die Zuschauenden dürfen mit hinabsteigen in die Abgründe der menschlichen Psyche.
„Macbeth“: am Sa, 22.8. + So, 30.8., jeweils um 20 Uhr im Theater Moller Haus
5 Alltägliche Tragikomik
Anni und Simmerl sind ein ganz gewöhnliches Ehepaar: Sie besuchen das Theater, unterhalten sich angeregt über Semmelknödel und über Fremde, suchen die verlegte Brille von Simmerl und gehen zu einer Orchesterprobe. Die Zuschauenden werden mitgenommen in Szenen des Komikers Karl Valentin und seiner Partnerin Liesl Karlstadt. Das Bühnenduo widmete sich zu seinen Lebzeiten – Anfang des 20. Jahrhunderts – humorvoll sprachlichen Verworrenheiten und der menschlichen Verlorenheit in der modernen Welt.
„Mögen hätt‘ ich schon wollen“: am Sa, 18.7. + Sa, 25.7 + Fr, 31.7. + Sa, 1.8. + Sa, 8.8. + Fr. 14.8. + Sa, 15.8. + Fr, 21.8. + Sa, 22.8. + Fr, 28.8. + Sa, 29.8., jeweils um 20 Uhr sowie am So, 26.7. + So, 9.8., jeweils um 18 Uhr in der Neuen Bühne Darmstadt
6 Plötzlich Halbgott
Percy Jackson ist überrascht: Ihm wird eröffnet, dass sein Vater ein griechischer Gott ist. Noch dazu hat er selbst Kräfte, die er nicht kontrollieren kann, und von denen er bisher nichts wusste. Gemeinsam mit seinen Freunden Annabeth und Grover wird er daraufhin in eine abenteuerliche Geschichte gezogen, die eins zum Ziel hat: den Krieg zwischen den Göttern zu verhindern. Das können die drei Freund:innen schaffen, indem sie den gestohlenen Herrscherblitz von Zeus finden und ihm diesen zurückbringen.
„Percy Jackson – Das Musical“: am Fr, 24.7. + Sa, 25.7. + Mi, 29.7. + Fr, 31.7., jeweils um 20 Uhr sowie Sa, 1.8., um 17 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal der TU Darmstadt (Hochschulstraße 1)






