Spuk / Dystopie / Realität
Unsere Theater-Tipps im Mai

Verknüpfungen im Stadttheater
Meine Stadt, mein Zuhause, mein Block: Die Stadt als Spiegelbild, als Projektion von inneren Zuständen und Projektionen. Die Stadt als Bühne für eine Gruppe junger Frauen*, eine echte Kulisse und gleichzeitig symbolhaft für tiefere Zusammenhänge. Dies ist die Ausgangssituation für dieses besondere Stück. Es werden Szenen und Begegnungen im Rahmen eines Spaziergangs durch Kranichstein arrangiert, sie beleuchten des Thema Identität durch und mit den nicht-professionellen Darsteller:innen. Dabei werden Orte, Räume und Architektur aktiv als Spiegel des Inneren genutzt.
„Die Stadt in mir“: Premiere am Sa, 23.5. um 19 Uhr + Aufführungen am Sa, 30.5. um 19 Uhr + So, 31.5. um 15 Uhr im Stadtraum Darmstadt; genauere Informationen über den Ort online über: staatstheater-darmstadt.de
Verwobene Welten! Mystisch kommt das Setting daher: Zum einen gibt es da einen Wintersturm, an Heiligabend 1620. Die Männer eines Fischerdorfs in Nordnorwegen sind davon betroffen, als sie auf See sind. Nachdem kaum einer zurückkehrt, liegt das Dorf in den Händen der Frauen. Zum anderen und gleichzeitig entstehen Chorgesänge in italienischen Klöstern, die von Nonnen komponiert werden. Die Geschichten werden verwoben und verknüpft durch die Besetzung um Regisseurin Nicola Raab – und durch Künstliche Intelligenz.
„Anima mea – Wo bist du meine Seele?“: Premiere am Do, 14.5. um 16 Uhr + Aufführungen am So, 17.5. um 18 Uhr + Fr, 29.5. 19.30 Uhr im Großen Haus des Staatstheater Darmstadt
Für immer Fragen stellen
Die Nachkommen eines hochrangigen Nazis und eines Juden im Exil verlieben sich ineinander. Eine tragische Familiengeschichte entspinnt sich, die an vielen Orten der Welt stattfindet und Fragen hinterlässt an eine Verbliebene: Eleonora Herder. Gemeinsam mit dem Publikum erforscht sie die Geschichte ihrer deutsch-jüdischen Identität anhand von über 200 Dokumenten, die aus ihrer Recherche hervorgingen. Dieses und andere Produktionen der Freien Darstellenden Künste in Hessen finden im Rahmen des „MADE.Festivals“ ihren Weg in verschiedene Theater im Rhein-Main-Gebiet.
„Über das Unbehagen zu wohnen“ am Sa, 30.5. um 20 Uhr im Theater Moller Haus. Weitere Veranstaltungen des Festivals online unter made-festival.de
Alles hat seinen Preis
Wer träumt nicht davon, das Glück im Regal eines Supermarkts kaufen zu können? Und noch vieles mehr gleich dazu: Karrieren, die große Liebe, Menopausen … Eine Collage von Geschichten mit interessanten, skurrilen Charakteren wird in „Hysterikon“ in den Supermarkt geschneidert und Konsumlogik als Erklärung für, nun ja, schlichtweg alles, herangezogen. Ingrid Lausunds Stück erklärt die Welt als Supermarkt, inmitten von Wirrungen der Werbung und dem Druck von Angebot und Nachfrage.
„Hysterikon“ am Fr, 2.5. + Sa, 3.5. + Sa, 17.5. + Fr, 23.5. + Sa, 24.5., jeweils um 20 Uhr sowie So, 18.5. um 17 Uhr bei der Musischen Gruppe Auerbach
Spuk in der eigenen Wohnung
Woher kommen diese Geräusche und Schatten? Ist das nur der Wind? Oder ist das etwas anderes? Das Glück über die neue Wohnung ist getrübt. Der Vermieter sowie Freund Ronny beschwichtigen, jedoch ist da dieses Mädchen, das anderer Meinung ist. Es wohnt in den Schatten und braucht Hilfe, denn es wird verfolgt von einem Monster. Das TU Darmstadt Schauspielstudio präsentiert dieses schaurige Stück von Miriam Schöpf, welches die uns eigenen dunklen Seiten behandelt und mit Licht und Schatten spielt.
„Laute Schatten“ Premiere am Fr, 22.5. + Aufführung am So, 24.5. jeweils um 20 Uhr sowie weitere Aufführungen im Juni im Theater Moller Haus
Schauriges Schloss
Margeritta ist auf der Hut. Sie ist knapp einem Mordanschlag entronnen, hatte zuvor telefonische Morddrohungen erhalten und beginnt nun einen neuen Job auf dem Schloss der Gräfin Moron. Das Schloss entpuppt sich als ein Ort, in dem seltsame Gestalten ein- und ausgehen: der Sohn der Gräfin Lord Selwyn, der Butler, der etwas zu besorgte Arzt und Margerittas penetranter Verehrer Mike Dorn trüben das Gefühl der Sicherheit. Schön schaurig – schließlich lehnt sich das Stück an einen Krimi von Edgar Wallace.
„Die seltsame Gräfin“ Am Sa, 2.5. + Sa, 9.5. + Fr, 29.5. + Sa, 30.5, jeweils um 20 Uhr und am So, 3.4. um 18 Uhr auf der Neuen Bühne Darmstadt in Arheilgen






