Foto: The Wiring

Spooky stuff! The Wiring läuten mit neuem Song musikalisch den Herbst ein: „Light Up The Ropes“ ist eine kräftig groovende Rock-Nummer mit wuchtiger Doom-Kante geworden. Reinhören lohnt sich! Absolut gelungen ist auch das Video zur Single. Regie und Produktion verantwortete die talentierte Darmstädter Filmemacherin Johanna Amberg, die gleichzeitig auch Sängerin der Band ist – und hier einen kleinen Splatterstreifen abgeliefert hat. Richtig coole klassische Horror-Ästhetik. 2018 veröffentlichte das Trio aus Darmstadt, Mainz und Wiesbaden die EP „Illuminate Emtpy Shapes“, 2016 erschien das Debüt-Album „Withdrawal From Continuous Circulation“. the-wiring.com

 

„Running Into The Night“ ist die neue Single der Classic-Rock-Combo Meloi. Die Band bleibt sich treu und lässt sich weiterhin vom kultigen Hard-Rock-Sound der 80er (Toto, Styx, Journey …) inspirieren. Macht nicht nur wegen der aufheulenden Gitarren-Riffs, sondern auch dank der prägnanten Stimme von Sänger Samuel Zamorano mächtig Spaß. Gibt’s überall im Stream! instagram.com/meloi_band

Holt die Kamera raus! Die IHK ruft zum zweiten Mal ihren Fotowettbewerb aus – diesmal unter dem Motto „Hierher komme ich gerne!”. Gesucht werden „die schönsten Plätze unserer Innenstädte und Ortszentren“ der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und des Odenwaldkreises sowie in Darmstadt. Pro Person können drei Bilder von „Lieblingsorten“ eingereicht werden. Aus den Wettbewerbsbeiträgen wählt eine fachkundig besetzte Jury fünf Preisträger aus. Diese Arbeiten werden Teil einer Wanderausstellung sowie einer regionalen Bilddatenbank, der erste Preis erhält zudem einen Gutschein für Fotoausrüstung in Höhe von 800 Euro. Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober. Infos: darmstadt.ihk.de

Im 19. Jahrhundert galt Darmstadt als „waldreichste Stadt Europas“, bis heute trägt sie den inoffiziellen Titel „Stadt im Walde“. Den Wäldern in der Region wurde nun ein Bildband gewidmet. Anlässlich des 175-jährigen Bestehens der örtlichen Druckerei Ph. Reinheimer erscheint im Justus von Liebig Verlag „Darmstadts grüne Lunge“. Darin finden sich Fotostrecken des Försters Matthias Kalinka, der für einen rücksichtsvoll-nachhaltigen Umgang mit dem Ökosystem Wald sensibilisieren möchte. Gezeigt wird Wald in seiner Vielfalt im jahreszeitlichen Wandel, zur Seite gestellt wird den Aufnahmen Lesenswertes zur Historie des Waldes in Mitteleuropa. Im Buchhandel zu finden! liebig-verlag.de

Nach zwei Romanen mit historisch-autobiografischem Charakter wendet sich die Darmstädter Autorin Barbara Zeizinger jetzt der Gegenwart zu. Die „polyglotte Weltbürgerin“ (P #113, April 2019) erzählt in ihren neuesten Werk von drei Protagonisten, die durch ein Kind, die fünfjährige Toni, miteinander verbunden sind. „Bevor das Herz schlägt“ spielt in der Erzählung mit wechselnden Perspektiven, erzeugt mit psychologischem Feingefühl Spannung und verknappt die Handlung auf nur 24 Stunden, die von der Suche nach der plötzlich verschwundenen Toni gezeichnet sind. Erschienen im Pop Verlag und überall erhältlich. barbarazeizinger.de

Mit seinem elektromechanischen Rhodes Piano untermalt Michael Marquardt den Indie-Rock-Sound seiner Band Dann Wohl Sophie. Für sein Solo-Projekt Midi M hat der Musiker nun gänzlich neue Gefilde erkundet und wandert in Sphären von Acid Pop, Future House und Retro Techno. Wie das klingt, zeigt der Track „Sehr geheime Zeichen“, dessen Beat die Rotationsgeschwindigkeit unseres Planeten nachahmt. Crazy. Veröffentlicht wurde die Nummer als Teil der gleichnamigen, digitalen EP, zu der auch ein selbst gemachtes Musikvideo gedreht wurde. michael-marquardt.com

 

Foto: Jörg Hempel

Wie rotes Flatterband schlängelt sich die neue Fuß- und Radwegbrücke ziervoll über die Rheinstraße – und wurde jüngst mit einer „Anerkennung“ bei der Verleihung des Deutschen Architekturpreises geehrt. Die Brücke verbindet die beiden Ufer der Rheinstraße und ermöglicht eine barrierefreie Querung zu Fuß und per Rad. Fertiggestellt wurde sie Ende 2020, die Baukosten summierten sich auf 6,8 Millionen Euro.

Zum Studieren hat es die Heinerin Anna Schocke alias Cvrly nach Paderborn gezogen, mittlerweile lebt sie in Berlin. Künstlerisch bleibt Darmstadt für die 22-Jährige jedoch Quelle der Inspiration. Die Debüt-Single der Musikerin verhandele ambivalente Gefühle des Jungseins in einer eher kleinen Großstadt „wie Darmstadt“, so die junge Musikerin. „Riemeke (Wenn Es Wieder Hell Wird)“ ist Mitte September in digitaler Form erschienen. Den melodischen, beatlastigen Popsong findet Ihr überall im Stream. cvrlymusic.com

Zeichnen im Landesmuseum, Puppentheater in der Comedy Hall, Politisches im Deutschen Polen-Institut … der neue digitale Bildungswegweiser versammelt eine Fülle von Freizeit-Bildungsangeboten verschiedenster Einrichtungen in Darmstadt. Ergänzt um Angebote für berufliche Qualifikationen findet Ihr im Portal, das unter anderem von der örtlichen Volkshochschule betreut wird, weitreichende Orientierung und Information: bildungswegweiser.darmstadt.de

Volker Kriegel (1943–2003) gilt als Pionier des Jazzrock in Deutschland und zählt zu den bedeutendsten Gitarristen seiner Zeit. Darüber hinaus feierte der Musiker auch als Zeichner und Autor Erfolge. Posthum wurde Kriegel jetzt für sein Wirken gewürdigt. Eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Waldkolonie (Dornheimer Weg 66) erinnert an das Gründungsmitglied des United Jazz and Rock Ensembles.

Eine Art Konzeptalbum präsentiert Marijke Jährling (eine Hälfte der freien Theatergruppe Compagnie Schattenvögel): „Bonjour Liberté“ nimmt Bezug auf Texte des Schriftstellers Kurt Tucholsky und Arrangements des Komponisten Kurt Weill sowie die historischen Lebensumstände beider Protagonisten. Die Eigenkompositionen der Musikerin, die Chanson, Jazz und Kabarett mit französischen Texten verbindet, sind beim Bremer Label Laika Records als CD erschienen. marijke-jaehrling.com

Was passiert mit OHA Osthang – jetzt, wo die Mathildenhöhe Teil des Unesco-Weltkulturerbes ist? Das Besucherzentrum wird vermutlich weiter abwärts des Hanges realisiert als zunächst geplant, was bedeutet: OHA Osthang wird in bekannter Form und auf diesem Teil des Geländes nicht mehr existieren können. Klar ist: Die Mainhall und weitere temporäre Bauten werden mit Baubeginn weichen. Die Bauarbeiten verzögern sich jedoch mindestens bis nächstes Jahr – und so lange geht es wie gewohnt weiter, danach heißt es: umdenken. Bis jetzt sind zwar keine finalen Konzepte der Stadt und der Unesco veröffentlicht, OHA-Osthang-Begeisterte können aber aufatmen: „Auch der künftige Osthang wird kein toter Ort. Die Stadt und wir sind uns einig, dass Weltkulturerbe und junge lebendige Kultur sich gegenseitig bereichern können. Keine Koexistenz, sondern ein verbundenes Miteinander wird angestrebt“, berichtet das OHA-Osthang-Team. Es wird also irgendwie weitergehen! An Elan und unkonventionellen Konzepten mangelt es den jungen Kreativen nicht, um die Mathildenhöhe weiterzudenken und auch den Osthang als lebendigen Kulturort zu erhalten. osthang.de

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