Foto: Beculted

Wir leben in einer von Widersprüchen gezeichneten Wirklichkeit. Ein Versuch, diesen mitunter auch schmerzenden und überwältigenden Verhältnissen zu begegnen, ist das Debüt von Beculted. Leitmotiv für das Album „Arcane Manifestations“ ist eine Konfrontation mit dem Prozess und Gefühl von Entfremdung. Trotz Titeln wie „Geborgenheit“ sei ihr Werk nicht als „zugängliche Musik“ gedacht, so die vierköpfige Doom-Metal-Band, die nur drei Stücke braucht, um die Spielzeit eines Langspiel-Albums zu füllen. Beculted mäandern sich durch kolossale Klangwelten, in denen nicht nur Gitarre, Schlagzeug und Bass zu hören sind, sondern auch für ihr Genre untypische Instrumente wie Cabalongas, Klangschalen und Tambourin. Aufgenommen wurde das Ganze in den Katakomben des Schlosskellers und in der Oetinger Villa. Seit Ende April digital sowie als Schallplatte direkt bei der Band erhältlich (violettes Vinyl, schickes Artwork)! instagram.com/beculted und beculted.bandcamp.com

47 Million Dollars sind zurück in Originalbesetzung! Die Hardcore-Band ist seit 1999 fortwährend aktiv, durchlebte an Gitarre und Bass über die Jahre aber verschiedene Besetzungswechsel. Seit Jahresbeginn wird nun wieder mit allen Gründungsmitgliedern geprobt, live hat sich die „Reunion“ auch schon bewährt – beim Benefiz-Konzert für die Ukraine Anfang April in der Bessunger Knabenschule, bei dem knapp 6.000 Euro an Spenden gesammelt wurden. facebook.com/47milliondollars

Auch zurück und 1999 gestartet: das Traffic Jam Open Air! Das Festival – auch bekannt als „der geilste Stau der Welt“ – freut sich auf den Sommer und will offenbar nicht nur Punk-, Hardcore- und Metal-Fans nach Dieburg locken. Bisher angekündigt sind für das Wochenende vom 15. und 16. Juli nämlich nicht nur die kanadischen Polit-Punk-Helden Anti Flag und die Metalcore-Lieblinge Annisokay, sondern auch Ex-Deichkind-Mitglied und Deutsch-Rap-Hausnummer Ferris. Tickets und Updates des Line-ups findet Ihr online: trafficjam.de

Mit ihrem Projekt „Herzmaschine“ komponierten die Messer Brüder bereits vor zwei Jahren für eine Theaterbühne. Jetzt geht’s für Julia Rothfuchs und Thomas Buchenauer wieder in die Welt des Schauspiels. Für die Uraufführung des Stücks „Serverland“ im Frankfurter Theater Landungsbrücken spielt das Electronic-Duo den Soundtrack am 12. Mai live. Kurz zuvor erscheint am 05. Mai mit „Connect“ zudem die erste Single der neuen Platte „Nicht mit uns“, die das Kölner Label Reptile Records für September angekündigt hat. messerbrueder.jimdofree.com

An Tosh Taylor kommt man in Darmstadts HipHop-Kosmos seit Jahren nicht vorbei. Der super umtriebige DJ, Veranstalter und Labelmacher (IDC Records, Rugged Audio, Herrngarten Jam, Vibin‘ …) geht jetzt allerdings neue Wege. „Ignazio“ ist die erste House-Nummer des Produzenten, der ab sofort auch als Most Haunted wirkt. Der sechsminütige Track ist digital als Stream erschienen. Check it out! instagram.com/the_real_tosh_taylor

In der Battlerap-Szene kein Unbekannter, geht Joe Pharo jetzt mit dem Moniker Usi neue Wege. Am 22. April erschien das Debüt-Album des HipHop-Musikers. Die zusammen mit Beat-Produzent Die Weide komponierte Platte trägt den kryptischen Titel „IWDSDFK“ und ist bei allen Streaming-Diensten zu finden. Vorab gab’s zur Single „Asche 2“ auch ein Musikvideo (Regie: Abdallah Abdelwahab). Der persönlich-selbstreflektierende Track wird darin sehr szenisch an diversen Darmstädter Ecken bebildert. instagram.com/usicrackypharo

 

Nostalgische News aus dem Hause Wight. Die Funk-Kraut-Truppe legt ihr allererstes Album neu auf. „Wight Weedy Wight“ erblickte ursprünglich im Januar 2011 das Licht der Welt. Der Sound der Band fußte damals noch deutlich in wuchtigem Doom-Stoner-Rock. Für das Re-Release hat sich die Band ins Zeug gelegt. Alles wurde neu gemischt und gemastert, kommt mit neuem Cover von Ingo Lohse und geschmückt mit „historischen“ Fotos von Leander Lenz, der die Zeit im Studio vor elf Jahren dokumentierte. Plus: Als Bonus-LP gibt’s ein Live-Album mit Mitschnitt vom Konzert, das die Band am 15. November 2011 im 603qm gespielt hat. Gibt’s alles nur auf Platte, nicht digital und ab 20. Mai direkt im Vertrieb über die Band selbst. DIY or die! wightism.com

Ye Si Ba verarbeiten auf „Once Upon A Time“ die Spuren von Pandemie, Lockdown und Covid-Infektion. Das Duo, bestehend aus Jesper Størnagel und Produzent Hector The Farmer, ist wieder mal stark vom Sound der 80er, EBM und Wave inspiriert. Analoge Electronica-Klänge, Moogs, Synthesizer, Vocoder, aber auch Gitarren prägen die Songs. 2005 trat die Kombo mit Faible für chinesische Agitprop-Ästhetik erstmals mit einem Release in Erscheinung, „Once Upon A Time“ ist jetzt die erste Veröffentlichung auf Album-Länge. instagram.com/yesiba.music und yesiba.bandcamp.com

Ebenfalls in den 80ern sind die Referenzen für Delta Komplex zu verorten. Das im Dezember 2019 gegründete Dark-Wave-Trio um bekannte Gesichter aus Darmstädter Punk- und Metal-Bands hat nach einem ersten Demo-Song im Winter 2020 jetzt ein Debüt-Album angekündigt. „Veils“ erscheint am 24. Juni beim Leipziger Szene-Label Unterschall. Wer neugierig ist und reinhören will, findet jetzt schon die Single „Darkside“ im Stream. Mega! facebook.com/Deltakomplex und deltakomplex.bandcamp.com

Elżbieta Kalinowska und Andreas Volk werden am 22. Mai mit dem Karl-Dedecius-Preis geehrt. Mit seiner renommierten Auszeichnung will das Deutsche Polen-Institut die „herausragende übersetzerische Leistung“ sowie das „Engagement für den deutsch-polnischen Kulturdialog“ beider würdigen. Während Kalinowska deutschsprachige Literatur für polnische Verlage bearbeitet, liegt Volks Schwerpunkt auf zeitgenössischen Theatertexten. karl-dedecius-preis.de

Nic Demasow sind Geschichte. Aus dem 2008 gegründeten Fusion-Prog-Jazz-Trio ist jetzt jedoch das Duo ND hervorgegangen. In dieser Formation machen Nico Petry (Schlagzeug) und Denise Frey (Saxophon) weiter gemeinsam Musik. Kreativ als Phönix aus der Asche beflügelt, gingen die versierten Musiker bereits in die Vollen. Das Debüt-Album „eINS“ ist jüngst erschienen und versammelt elf Stücke. Zu hören sind Kompositionen, aber auch Improvisationen, bei denen die akustischen Instrumente um Effektgeräte und Synthesizer ergänzt werden. Spannend: Aufgenommen wurde an unterschiedlichsten Orten. Darunter: im Hessischen Landesmuseum, in der Neuen Synagoge Mainz und den Räumen des Ensemble Modern in Frankfurt. Wow! ndduo.bandcamp.com

Darmstadt ist mittendrin, sein „Mittendrin” zu revolutionieren. Den letzten Schubs der Corona-Pandemie folgend, geht die Stadt jetzt in die Offensive und sucht ein neues Konzept für eine Innenstadt, die Menschen auch morgen und übermorgen noch gern besuchen. Unsere neue Serie „Darmstadt, wie wär’s?” (Folge 1 im P-Magazin vom April 2022) präsentierte bereits erste Ideen. Die könnt Ihr jetzt auch an offizieller Stelle loswerden. Online-Beteiligung ist bei „Darmstadt mittendrin“ bis zum 10. Mai ausdrücklich erwünscht! darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/entwicklung-innenstadtkonzept

 

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