
Eine respektvolle Gesundheitsversorgung für alle, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft, sollte selbstverständlich sein. Doch FLINTA* und queere Menschen erleben immer noch Diskriminierung und Fehlbehandlungen aufgrund von Unwissenheit und Vorurteilen. Ein Thema, das auch Louisa Pfirsching, Heilpraktikerin und Osteopathin, beschäftigt. Mitten im Martinsviertel am Friedrich-Ebert-Platz hat sie eine neue kleine Praxis in den Räumen der Osteopathin und Chiropraktikerin Eva Maria Freieck eröffnet, der – wie ihre anderen zwei Standorte – FLINTA*- und queer-friendly ist (und immer freitags geöffnet hat). „Wenn diese Menschen zu mir kommen, vertrauen sie sich mir an. Es ist wichtig, ihre Beschwerden und Schmerzen ernst zu nehmen.“ Bei der Osteopathie handelt es sich um eine manuelle Therapieform. „Es ist ein bisschen wie Detektivarbeit“, erklärt Louisa. Mit den Händen werden Bewegungseinschränkungen und Spannungsstörungen im gesamten Körper aufgespürt und behandelt. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Muskeln, Faszien und Gelenken. Dabei möchte die Heilpraktikerin und Osteopathin (die auch Yogalehrerin ist) ihren Patient:innen auch ein besseres Verständnis über ihren Körper vermitteln, damit sie gesundheitlich selbstbestimmter handeln können. Louisa ist sich bewusst, dass solche Behandlungen eine Privatleistung sind und die meisten gesetzlichen Krankenkassen keine oder nur einen Teil der Kosten übernehmen. Um den Zugang zu ihren Behandlungen so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten, verfolgt sie einen solidarischen Ansatz. Wie bei der Behandlung ist auch hier die Kommunikation wichtig: Patient:innen sollen ohne Scheu auf sie zukommen, auch wenn das Kostenthema sensibel ist. (ys)
Beckerstraße 23, Martinsviertel (+ im Telekomviertel + in Mühltal) | osteopathie-pfirsching.de





