Einweihung der Gedenktafel für Prof. Julius Goldstein

Carlo Mierendorff nannte ihn den „klügsten Kopf der Weimarer Republik“: Kultur- und Technikphilosoph Prof. Julius Goldstein (1873–1929) fiel einer üblen antisemitischen Rufmord-Kampagne zum Opfer, als sich eine damals reaktionär-deutschnationale Darmstädter TH-Leitung weigerte, ihn zum hauptamtlichen Professor zu berufen. Auf Initiative von Wilhelm Leuschner, Mierendorff und Julius Reiber wurde er 1925 dennoch berufen. Nun wird Goldstein, der am 26.6.1929 in Darmstadt starb, mit einer Gedenktafel geehrt. (ct)

Gedenkstätte Liberale Synagoge an der Lortz‘schen Menora (Klinikumsgelände, Zugang Bleichstraße, Höhe Gagernstraße) | Mo, 9.11. | 11 Uhr | Eintritt frei, mehr zu „Jüdisches Darmstadt“-Rundgängen und Vorträgen bis zum Ende der 14. Darmstädter Aktionswochen gegen Antisemitismus am 22.2.2027 online unter: liberale-synagoge-darmstadt.de