Und, habt Ihr sie schon bemerkt? Immer mehr kleine weißen Boxen mit grüner Schrift tauchen an Straßenlaternen im östlichen Martinsviertel auf. Doch was genau hat es mit diesen „Heinerboxen“ auf sich?
Es sind schlaue Sensorboxen, die nach dem Spitznamen aller Darmstädter:innen benannt wurden. Rund 40 Exemplare der im LOEWE-Zentrum Emergencity an der TU Darmstadt entwickelten Technikhelfer hängen seit Ende November 2025 im sogenannten Lichtenbergblock. Der zehn Hektar große Teil des gründerzeitlichen Martinsviertels wurde zum Reallabor auserkoren, um die Boxen zu testen. Sie sind eine Maßnahme des „Heinerblock“-Projekts, mit dem die Wissenschaftsstadt Darmstadt das Quartier lebenswerter machen möchte. Das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) der TU Darmstadt begleitet die Weiterentwicklung der Boxen im Praxisbetrieb, um weitere Einsatzmöglichkeiten auszuloten.
Die Heinerboxen haben viele Funktionen: Zum einen können sie Umweltdaten wie Temperatur, Luftdruck oder auch Feinstaub messen. Das Erfassen von Letzterem könnte beispielsweise helfen, Brände schneller zu erkennen. Außerdem können die Boxen mithilfe eines integrierten Abstandssensors Daten zum Verkehr und der Flächennutzung sammeln. So kann die Nutzung des öffentlichen Raums beobachtet werden – ganz ohne personenbezogene Daten. Das könnte die zukünftige Stadtplanung erleichtern. Dazu sollen schon bald Mess- und Forschungsdaten durch QR-Codes an den jeweiligen Laternen öffentlich zugänglich gemacht werden.
Doch das Besondere an den kleinen Technikhelfern ist, dass sie auch in Krisenzeiten funktionieren. Wenn also Strom, Internet oder Mobilfunk für mehrere Tage ausfallen würden, sind die Boxen dank der integrierten Batterie und verschiedener Funktechnologien wie Long Range Wide Area Network, Wifi und Bluetooth weiterhin nutzbar. Zudem können über ein Notfallnetz Warnmeldungen und Handlungsanweisungen der Behörden verbreitet oder Hilferufe abgesetzt werden. Es soll dann möglich sein, sich per WLAN mit einer Heinerbox zu verbinden und so einen Lageplan aufrufen zu können. Safe und smart!








