
Lale Hassany ist 53 Jahre alt und trägt den Traum, ein eigenes Café zu eröffnen, seit Jahren in sich. Als die Bäckerei Breithaupt im Johannesviertel schließt und die Ladenfläche neu genutzt werden soll, wittert sie ihre Chance und wagt es – von einem auf den anderen Tag: Sie kündigt ihren Job nach fast zwei Jahrzehnten, ruft ihre zwei Brüder an und beginnt, den seit 35 Jahren nicht mehr renovierten Laden in ihre eigene Patisserie zu verwandeln. Und welcher Name passt besser zu dem eigenen Traum als der Name, der einen das ganze Leben begleitet: Lale Patisserie. Lale ist Persisch und bedeutet im Deutschen so viel wie Tulpe. Passend zum Slogan: „Geschmack, der aufblüht“. Und passend zum Interieur: Überall, wohin das Auge reicht, findet man kleine Tulpen – ob auf dem Tresen, an der Wand oder als Deckenlampen. Zur Eröffnung am 20. Juni ließ Farimah Assli Ylbeiki, ihre beste Freundin und Inhaberin des gegenüberliegenden Blumenladens „Rosenduft“ – globalen Lieferschwierigkeiten zum Trotz – extra Tulpen aus den Niederlanden kommen. Die Patisserie ist in ein zartes Rosa getaucht: der alte Ofen, der Bezug der Stühle, das Geschirr, das Logo. Die sanften Farben und die Kombination mit hellem Holz sowie die Besitzerin, die immer für einen netten Plausch zu haben ist, laden zum Verweilen ein. Verkauft werden alle möglichen Backwaren: von Broten bis hin zu Zimtschnecken. Getränke wie Mango-Matcha oder Protein-Shake ergänzen das Angebot. Tipp: Die persische Spezialität Shirini Napoleoni, ein mit Rosensahne gefülltes Blätterteiggebäck, ist das absolute Highlight! (swb)
Pallaswiesenstraße 33, Johannesviertel | instagram.com/patisserielale





