
Rechts der Weiße Turm, geradeaus das Residenzschloss, links das Landesmuseum – rund um den Friedensplatz ragen Darmstädter Wahrzeichen empor. Lange galt der Platz als Betonwüste. Seit Mitte Mai aber herrscht hier neues Leben. Pop- und Club-Sounds schallen aus dem ehemaligen Lilien-Fanshop, davor stehen und sitzen Menschen mit Bier, Wein und Longdrinks zusammen und starten in den Abend. Die Gebrüder Koehler (Christoph und Wolfgang, seit 2015: Braustüb’l-Geschäftsführer) haben dort einen Stehausschank eröffnet, der gleichzeitig dörfliche Gemütlichkeit und urbane Lässigkeit ausstrahlt. Ratskeller-Betriebsleiter Hans-Peter Schlörit managt den Laden, Barchef Yulio Blanco ist dessen Gesicht. Das aufs Wesentliche reduzierte Konzept: kein Tischservice, keine Küche, Steh- und Sitzplätze drinnen und vor allem draußen. Erst per „Soft-Opening“, seit 19. Juni ging’s ganz offiziell mit einer Riesensause los. „Die Leute haben Bock auf ungezwungenes und zugängliches Daydrinking“, sagt Betreiber Christoph Koehler. Bisher sei das Allerweil „ein voller Erfolg“. Der Vibe solle „stylisch, weltstädtisch und modern“ rüberkommen und ein junges Publikum ansprechen. Das spiegelt sich im Look zwischen minimalistischem Branding, rot-braunem Makoré-Holz und cleanem Edelstahl wider, der an japanische Listening Bars erinnert. Dazu ein Menü-Leuchtkasten über der Theke im Stile einer Dorfkneipe im Odenwald der 60er-Jahre. Gastro-Highlight: Nur hier gibt’s Ratskeller-, Braustüb’l- und Grohe-Fassbier unter einem Dach im Ausschank. Dazu Spritzgetränke, Wein und Apfelwein, Longdrinks, Spirituosen sowie Alkoholfreies. Die Preise sind bewusst fair gehalten (Biere zwischen 2,50 und 4,20 Euro, Bezahlung ausschließlich bargeldlos). Ebenso soll Musik im Fokus stehen: Vier Boxen plus Subwoofer der Darmstädter Lautsprecher-Manufaktur New Fidelity sorgen bei After-Work- und DJ-Events für satten Sound. So wird die Betonwüste zum neuen Feierabend-Chillspot. (sim)
Friedensplatz 4, Innenstadt | allerweil-darmstadt.de






