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Mitte April kam für Darmstädter Nachteulen via Insta die erlösende Nachricht: „Chez never stops!“ Sich wie Kaugummi ziehende vier Monate war die kleine urbane Trinkhalle am Cityring geschlossen und die Nachfolge beziehungsweise ihr Weiterbetrieb unklar. Nicht erst in diesen Wochen der gar nicht so chez-nen Enthaltsamkeit wurde klar, wie fundamental diese 23 Quadratmeter Barkultur für Darmstadts Nacht- und Partyleben seit 2014 sind. Die Betreiber Marcel Porcher, Sven Grolik und Christian Müller – alle drei seit mindestens zwei Jahren nicht mehr am Woog ansässig und als Lehrer/Unternehmer, Naturwein-Labelmanager sowie Farmhouse-Retreat-Betreiber ziemlich ausgelastet – haben hier wirklich unique Spuren hinterlassen. Eigentlich wollten sie ihr Baby zum Jahreswechsel 2025/26 reibungslos an ein komplett neues Inhaberteam übergeben, doch das scheiterte kurz vor knapp. Nach einigen Überlegungen und Abwägungen haben „wir uns schlussendlich entschieden, weiterzumachen“, erklärt Christian beim P-Telefoninterview. Barchef bleibt Steven Nastanovich. Nur wird das „Vor-Ort-Team“ künftig verstärkt durch Reşit Can, einem Stammgast, Freund der Chez-Familie und auch DJ, der bei der Orga (im Hintergrund) wirken wird. Das Gründertrio verstärkt die beiden bei allem, was aus der Ferne geht. Gemeinsam möchte man ab 1. Mai „den Laden wieder erblühen lassen“ und „Schwung reinbringen“. Gut auch: Gastronomisch ändert sich in der minimalistisch eingerichteten Stehbar nichts, im Chez gibt es nach wie vor gekonnt gemixte Drinks & Cocktails und ebenso geschmackvolle Tunes – kein Schischi, alles auf den Punkt. … Glück gehabt, Darmstadt! (ct)

Kirchstraße 8 (am Cityring), Innenstadt | instagram.com/chez_trinkhalle