Foto: Christine Faget

Spazieren gehen ist das neue Chillen. Du bleibst in Bewegung, solo oder gemeinsam. Kommst zur Ruhe – und gleichzeitig mal raus aus der Bude. Bist der Natur ganz nah. Und entdeckst Darmstadts überraschend grüne Ecken.

Besonderheit: Vor dem Jahreswechsel durchschnaufen und neue Kraft tanken? Unser Tipp fürs weihnachtliche Besinnen führt zur Dianaburg bei Arheilgen (und Kranichstein). Glühwein, Tee und Lebkuchen eingepackt – und los geht’s durch winterliche Buchenwälder und Spargelfelder. Entlang eines Rundwegs gibt es viel zu entdecken – aber eben auch idyllische Bänkchen für intime Momente. Also: Notizbuch beziehungsweise den/die beste:n Freund:in nicht vergessen!

Strecke: Der erste Teil der 6,5 Kilometer langen Strecke (rund 75 Minuten Fußweg) führt vom Kranichsteiner Bahnhof aus entlang der Abstellgleise direkt hinein in einen schönen Buchenwald. Die kleine Dianaburg blitzt schon von Weitem verheißungsvoll durchs Geäst. Und hält, was sie verspricht: Eine lauschige Lichtung lädt zum Verweilen und Glühweintrinken ein. Aus der Ferne klopft ein Specht und übers Gras tänzeln die Sonnenstrahlen. Wer es lieber wissenschaftlich als besinnlich mag, läuft ein paar Hundert Meter weiter – dort ragen die Kräne der „FAIR“-Baustelle ihre Köpfe in den Himmel. Sonst zweigt der zweite Teil des Weges ab zum „Alten Forsthaus Kalkofen“ mit seinen Damhirsch-Gehegen und Pfauen und belohnt ab hier mit schöner Aussicht. Über Raps- und Spargelfelder blickt man bis nach Arheilgen. Vorbei an grasenden Pferden und dem Eisenbahnmuseum geht es über einen Feldweg zurück zum Bahnhof.

Anreise: Der Bahnhof Kranichstein ist mit dem Fahrrad, dem Zug sowie Tram 4 und Tram 5 angenehm zu erreichen. Der Weg ist großteils geteert und recht flach, dementsprechend sollte er auch mit Kinderwagen und Rollstuhl gut befahrbar sein. Für Skateboards und Inliner liegen jedoch zu viele kleine Kiesel auf der Strecke – besonders im Wald.

Lieblingsbank: Der zur Bank mutierte Baumstamm an der Waldlichtung neben der Dianaburg. Hier lässt sich schön die Sonne ins Gesicht scheinen und direkt daneben zeigt eine kleine Ausstellung Käfer, die gerne im Totholz hausen.

Zur Belohnung: Apfelsaft und Käse beim Bauernladen Benz mitnehmen – geht auch in Zeiten von Corona.

Fun Fact: Was für ein Geburtstagsgeschenk! Die Dianaburg war ursprünglich ein Rokoko-Schlösschen, das Jagdlandgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt im Jahr 1765 für seinen Sohn Ludwig IX. bauen ließ. Dieser hatte jedoch kein Interesse an der Jagd und ließ es zerfallen. Später wurde an gleicher Stelle ein Pavillon gebaut, der 2007 in einer Rettungsaktion renoviert wurde.

 

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