Kostenlos, praktisch und recyclebar – mit den Taschenaschenbechern des Darmstädter Naturschutzbundes (NABU) kann die Umwelt geschützt und können Waldbrände verhindert werden.
Ob in der Mittagspause, auf Partys oder beim Spaziergang durch den Park – Rauchen gehört für etliche Menschen zum Alltag. Dabei wird die Zigarette nach dem Rauchen nicht selten achtlos auf den Boden geworfen. Doch diese Art der Entsorgung ist sehr schädlich für die Umwelt und kann die dort lebenden Tiere vergiften. Auch die Gefahr eines Waldbrandes ist nicht zu unterschätzen.
Die Darmstädter Gruppe des NABU hat sich des Problems angenommen und startete Anfang Februar 2026 ein Projekt, um die Anzahl an Zigarettenstummeln vor allem im hiesigen Wald zu verringern. Die Idee: Spender aufstellen, an denen man recyclebare Taschenaschenbecher – kleine Röhrchen aus Kunststoff mit Verschluss – ziehen und mitnehmen kann. Zu Hause kann der Inhalt im Restmüll entsorgt werden, der Taschenaschenbecher ist wiederverwendbar. Bisher hat das Team um Initiatorin Kirstin Nieswandt vier Taschenascher-Stationen platziert: eine auf dem Parkplatz an der RWE-Hochspannungs-Trasse am Beginn der Pfungstädter Hausschneise im Darmstädter Westwald sowie drei im Naturschutzgebiet Griesheimer Sand.
Erste Erfolge
Hier sind oft Spaziergänger unterwegs, das Projekt zeige schon erste Erfolge: „Die meisten scheinen die Taschenaschenbecher mitzunehmen, einige wenige legen sie auch mit Kippen gefüllt zurück. So war es nicht gedacht, aber es ist auf jeden Fall besser, als die Kippen auf den Boden zu werfen“, erzählt Nieswandt. Deswegen fährt die engagierte Rentnerin die Stationen regelmäßig ab, um sie zu checken.
Bereits 2025 hatte die Stadt dem NABU die Genehmigung erteilt, die Spender und Infoschilder für das Projekt aufzustellen. Die Firma Beyond Bottles aus Berlin spendete 1.500 Taschenaschenbecher. In Zukunft könnten erst einmal keine weiteren Spender finanziert werden, was Initiatorin Nieswandt sehr bedauert: „Es gäbe leider unendlich viele Stellen, an denen solche Stationen nötig wären. Wir behalten das im Auge, aber hoffen, dass vielleicht auch andere Organisationen diesbezüglich aktiv werden.“







