Welche neuen Läden buhlen in Darmstadt um Kunden? Welche neuen Restaurants und gastronomischen Konzepte bereichern die Stadt? Und wer musste schließen? Das erfahrt Ihr in der P-Rubrik „Kommen und Gehen“ – im schnittigen Steckbrief-Stil.

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Anziehend 2.0

Neuigkeit: Das kleine, individuelle Bekleidungsgeschäft ist umgezogen, von der Saalbaustraße an den zentraler gelegenen Stadtkirchplatz (seitlich um die Ecke neben der Zoo Bar). Neueröffnung wurde am 17.05. gefeiert. Nach wie vor bietet Inhaberin und Designerin Kristin Gelitz ausgesuchte Kollektionen aufstrebender Modelabels an (unter anderem ihr eigenes Label Kristalin), außerdem: (handgefertigten) Schmuck, Taschen und Schals.

Ort: Am Stadtkichplatz, Innenstadt

www.facebook.com/AngezogenDarmstadt und www.kristalin-design.de/index.php/anziehend

 

Foto: AStA Papierladen
Foto: AStA Papierladen

AStA Papierladen

Neuigkeit: Früher im Gebäude der Architekten auf der Lichtwiese, bis vor kurzem im dortigen Mensagebäude, hat der AStA Papierladen nun einen schönen, hellen Raum im Neubau des Hörsaal- und Medienzentrums (HMZ) bezogen, publikumswirksam direkt am Foyer. Der von Studierenden betriebene Laden verkauft nach wie vor alles, was man fürs Studium im Bereich Büro-, Architektur- und Modellbau-Bedarf so braucht. Geöffnet: Mo bis Fr von 10 bis 15 Uhr

Ort: Franziska-Braun-Straße 10, HMZ TU-Lichtwiese

www.asta-papierladen.de und www.facebook.com/papierladen

 

Foto: Chez
Foto: Chez

Chez

Neuigkeit: Anfang Mai eröffnete die urbane „Trinkhalle am City Ring“. Das „Chez“ (hessisch: schee!) versteckt sich hinter der Stadtkirche, im ehemaligen Kiosk über der Justus-Liebig-Unterführung. Schön klein und kuschelig, eine einfache Stehbar (nur draußen: drei kleine Tischchen). Innen viel freigelegter Sichtbeton, der Rest mattschwarz angelegt, Metall-Regale, einfache Kabel-Lampen überm Tresen, der aus hellem Holz geschreinert ist. Kein Schischi, alles auf den Punkt. Draußen rauschen abwechslend die „3“ und die „9“ vorbei, wir stehen drinnen, aus den Boxen rieseln Afrobeat und soulige Tunes (oder auch mal Oldies, French HipHop und Elektronisches). Schnell ‘n Biersche zischen, einen 1-a-Longdrink genießen oder einen Qualtitätswein – und dann noch ‘nen individuell gemixten Pernod als Absacker hinterher! Hicks! Öffnungszeiten: Mi + Do + Fr von 17 bis 1 Uhr, Sa von 12 bis 1 Uhr. Fazit: Die Betreiber Marcel Porcher, Sven Grolik und Christian Müller sorgen für e schee Bereischerung für Darmstadts Ausgeh-Kultur!

Ort: Kirchstraße 8, Innenstadt

www.facebook.com/chezdarmstadt und www.chez.is

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Danny Shoes

Neuigkeit: Der Markenschuh-Laden im ersten Obergeschoss des Luisencenters schließt. Wann genau, wissen selbst die Mitarbeiter nicht, „das kann vom einen auf den anderen Tag sein“, heißt es. Bis zur Schließung gilt (in allen Filialen, neben Darmstadt auch in Wiesbaden, Frankfurt, Mainz, Jena, Gießen, Wetzlar, Erfurt, Wuppertal und Siegen): „Großer Insolvenz-Verkauf! -50% auf alles, gilt auch für bereits reduzierte Ware“. Öffnungszeiten: Mo bis Sa von 10 bis 20 Uhr.

Ort: Im Luisencenter, Innenstadt

www.dannyshoes.de

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Ilyas Market

Neuigkeit: In der ehemaligen „Schlecker“-Filiale im Woogsviertel kann endlich wieder eingekauft und die große, weite kulinarische Welt entdeckt werden: in „Ilyas Market“. Inhaber Sama Ashyati, der den Laden nach seinem kleinen Sohn benannt hat, verkauft frische und haltbare Lebensmittel aus Pakistan, Indien, Ghana, dem Iran, der Türkei und seiner Heimat Afghanistan. Das Sortiment reicht von gewöhnlichen Supermarktartikeln wie Obst und Nudeln bis zu Kardamom-Konfekt und exotischen Gewürzmischungen. Öffnungszeiten: Mo bis Sa von 8 bis 20 Uhr.

Ort: Roßdörferstraße 86/Ecke Heidenreichstraße, Woogsviertel

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

inch & cm

Neuigkeit: Steffen Pejas’ jüngst eröffneter Kunst-Galerie-Laden ist eine urbane Kreativzelle. Alle zwei, drei Monate gibt es kleine, bewusst sehr unterschiedliche Ausstellungen: Zu Beginn sind neben Street-Art-Künstlern wie Banksy und Pure Evil auch große zeitgenössische Namen wie Gerhard Richter und Norbert Bisky zu sehen. Bei den ausgestellten Kunstwerken handelt es sich meist um Grafiken, Fotografien, Multiples und auch Unikate. Die Bilder können gekauft – oder auch geliehen werden. Der Laden soll sich generell von klassischen Galerien unterscheiden: So gibt es auch schon mal ein paar limitierte Shirts oder Skateboard-Decks im Angebot. Angedacht sind eine Ausstellungs-Kooperation mit regionalen Künstlern, Lesungen und andere Projekte. Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 13.06., ab 13 Uhr. Gezeigt werden – passend zum Datum – 13 Bilder voller Pech, Aberglaube und der ein oder anderen Boshaftigkeit.

Ort: Kaupstraße 1, Martinsviertel

www.inchandcm.com

 

Foto: Lasertag Darmstadt
Foto: Lasertag Darmstadt

Lasertag

Neuigkeit: Phaser, High-Tech-Weste, Schwarzlicht, Nebel auf Wasserbasis, düstere Musik: Im europäischen Ausland erfreut sich Lasertag – das futuristisch anmutende Räuber-und-Gendarm-Spiel mit (ungefährlichen!) Infrarotstrahlen in einem geschlossenen Hindernis-Parcours – schon länger großer Beliebtheit. In Deutschland gibt es aktuell immerhin schon mehr als 30 Hallen, in denen „getagt“ wird. Ziel des trendigen Spiels ist es, für sich oder sein Team die meisten Punkte zu erspielen. Die bekommt man, indem man gegnerische Spieler mit dem „Laser“ markiert. Auf Teamfähigkeit, Zielgenauigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Taktik kommt es an – und auf Kondition. 20 Minuten können ja soo lang sein! Nach langwierigem Genehmigungs-Marathon kann Franchise-Nehmer Robert Görner Ende Mai die Darmstädter „Lasertag“-Dependance endlich eröffnen. Auf beeindruckenden 930 qm im ehemaligen „toom“-/„expert“-/Wasserbetten-/Rattanmöbel-Markt unweit des „Vapiano“ am Hauptbahnhof kann man nun ein bisschen Han Solo spielen. Vorausgesetzt, man ist mindestens zwölf Jahre alt. Bald soll eine weitere, 550 qm große „Area“ hinzukommen.

Ort: Rheinstraße 101, Nähe Hauptbahnhof

www.lasertag-darmstadt.de

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Schneckenburger Atelier (ehemals: „Hosen Eck“)

Neuigkeit: Der Stadtkirchplatz, dieses innerstädtische Kleinod, macht sich schick! Am 30.04. hat der international erfahrene Darmstädter Modedesigner Roland Schneckenburger hier seinen ersten eigenen Laden eröffnet. Weiße Wände, weiße Metallregale, ein schön gearbeiteter langer Holztisch, eine auf dem Boden liegende Diskokugel: Das Ambiente der 50 qm großen „Mode-Galerie“ ist hell, modern und lässt den ausgestellten Stücken Raum. Als „unkompliziert, zeitgemäß, selbstbewusst, reduziert“ beschreibt Schneckenburger den Stil seiner Damen- und Herren-Kollektionen. Auf Wunsch fertigt er Maß-Hemden und -Anzüge an, ab September soll es eine eigene Damenkollektion geben. Für Events ist der Raum auf 80 qm erweiterbar, geplant sind Kooperationen mit jungen Künstlern und Handwerkern. Geöffnet: Mo bis Fr von 10 bis 18 Uhr, Sa von 10 bis 16 Uhr.

Ort: An der Stadtkirche 5, Innenstadt

www.schneckenburger-atelier.com

 

Foto: Shi-Sham Lounge
Foto: Shi-Sham Lounge

Shi-Sham Lounge

Neuigkeit: Keine aktuelle P-Ausgabe ohne Shisha-Bar-Neueröffnung… Die „Shi-Sham Shisa-Lounge- und Cocktailbar“ residiert seit Mitte März im 9. bis 11. Stock des Hundertwasserhauses – dort, wo zuvor das „H2O Restaurant“ über Darmstadt blickte. Modern gestalteter Barbereich, ansonsten sultanesk bis orientalisch-gemütlich eingerichtet – und dank der Terrasse in luftiger Höhe auch (oder gerade) im Sommer reizvoll. Öffnungszeiten: So bis Do von 17 bis 1 Uhr, Fr + Sa von 17 bis 2 Uhr. Kostenloses Parken für „Shi-Sham“-Kunden im Parkhaus Bad Nauheimer Straße (gegenüber vom „Aldi“).

Ort: Waldspirale 8, Bürgerparkviertel

www.shisham-lounge.de

 

Foto: Steinbruch-Theater
Foto: Steinbruch-Theater

Steinbruch-Theater (Biergarten)

Neuigkeit: Ab 01.06. öffnet der große Biergarten des Steinbruch-Theaters. Der Blick auf den verwunschenen Steinbruch-See ist einmalig – und er ist vom Darmstädter Böllenfalltor mit Bus und Bahn oder dem Auto in handgestoppten sieben Minuten zu erreichen. Neben Biersche und Schöppsche gibt es Fußball-Live-Übertragungen. Die Speisekarte ist klassisch biergarten-mäßig: von Handkäs mit Musigg über Schnitzel bis Rindswurst – und auch Salate. Kulturprogramm: „Live-Musik! Regional und unplugged“ (montags), „Jamaika im Odenwald. Reggae und Rum“ (dienstags), „Feierabend! Luft schnappen, Cocktails schlürfen“ (mittwochs), „ Freiluft Kickern“ (donnerstags), „Orient im Odenwald. Shisha und frische Minze“ (freitags), „Grillmeister Challenge“ (samstags) und „Tatort Abend“ (sonntags). Täglich ab 18 Uhr geöffnet.

Ort: Odenwaldstraße 26, Mühltal (bei Darmstadt)

www.steinbruch-theater.com

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Tee Kontor

Neuigkeit: Ende Mai hat die Wahl-Darmstädterin Bianca Heidemann, 36, in Friesland geboren und aufgewachsen, ihre gemütliche Teestube eröffnet – im ehemaligen, komplett renovierten „Entega“-Shop hinter dem Marktplatz/„Ratskeller“. „Friesische Freiheit“ sollen die Besuchern atmen. Sprich: in aller Ruhe echten friesischen (oder englischen) Tee trinken, mit „Kluntje“ (Zuckerstock) und Sahne (oder Milch). Dazu gibt’s frisch gebackene Eiser-Waffeln und Kuchen – oder „scones“ (warme Mürbebrötchen mit Butter, Sahne und zum Beispiel hausgemachtem Quittengelee). WLAN gibt es im „Tee Kontor“ nicht, dafür eine offene Bibliothek. Serviert wird der Tee in klassischem Teerose-Geschirr, auf von Oma handgehäkelten Spitzendeckchen. Frühstück wird ebenfalls angeboten (mit selbst zusammenstellbarem Müsli), sonntags Ostfriesentorte, jeden Abend Käse- oder Schinkenplatte und Bio-Wein. Ab Mitte Juni soll es ein täglich wechselndes, einfaches Tagesgericht geben. Im Sommer: draußen zusätzlich sechs Tische und hausgemachter Eistee im Ausschank. Geöffnet: Di bis So von 10 bis 21/22 Uhr, Mo Ruhetag.

Ort: Kirchstraße 5, Innenstadt

 

Foto: Luke Fox Photography
Foto: Luke Fox Photography

zweifreude

Neuigkeit: Schon lange träumten Rania und Björn Ade von einem eigenen Café, zwei Jahre lang waren sie darmstadtweit auf der Suche. Am Riegerplatz wurden sie fündig und haben Anfang Mai das „zweifreude“ eröffnet. Drinnen: 20 Plätze, draußen: nochmal 20. Innen: roughe Wände, Industrie-Kabelkanäle, aus denen Kabel-Lampen hängen, Holzdielen, Albert-Einstein-Porträt im freigelegten Putz, Plüschsofa, Ölschinken an der Wand, Kinderspielecke – und die fantasievollste Toilette der Stadt. Eine schön verrückte Mischung aus Industrie-Optik, Streetart und Oma-Kitsch. Zu futtern gibt es individuelles Frühstück, Paninis, Salate, tagesaktuelle, kleine Speisen (auch abends) und frisch gebackene Kuchen (New York Cheesecake!). Zu trinken Kaffeespezialitäten sowie Weine und Biere. Rania und Björn überraschen ihre Gäste gerne: mit immer wieder neuen Einrichtungsdetails, auch mal einer spontanen Kleinkunst-Einlage, einem leisen Konzert oder einem DJ zum Sonntagsfrühstück (Reservierung empfohlen!). Geöffnet: Mo + Mi bis So von 10 bis (mindestens) 22 Uhr, Di von 17 bis (mindestens) 22 Uhr.

Ort: Riegerplatz 7, Martinsviertel

www.facebook.com/zweifreudedarmstadt

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