krähen ziehen fäden
im himmel aus nebel
ich hab nicht viel zeit, ich muss gehen
schwefel regnet, ich hör die erde beben
särge und schutt, seen aus blut,
berge aus glas – was ist gescheh’n?
ein weg in der ferne
der nirgendwo hinführt
neben mir im schlamm, ein totes pferd
ich geh durch eine schlucht
in der sich kein wind rührt
sehe brennende autos
die niemand mehr fährt
ich schaue mich um, ich stehe im regen
seh‘ leblose dinge, die sich bewegen
rieche menschen ohne leben
kein verzeihen, kein vergeben
ich renne dagegen
mauern aus glühenden kohlen
und wut und hass
träume von weizenfeldern
und grünem gras
ich schau dich an und du bist unbeschreiblich schön
doch das ist kein weg, das ist das ende
auf allen vieren werd ich suchen
bis ich dich wiederfinde
bluten mir auch die knie und die hände
krach aus vergangenen zeiten
die ich nie vergaß
ich wünsche mir wälder und kühles nass
was soll das
egal wo man steht, wohin man auch rennt
nichts als stahl, gestank, müll und zement
und kein mensch weit und breit
den man erkennt
ich schau dich an und du bist unbeschreiblich schön
doch das ist kein weg, das ist das ende
auf allen vieren werd ich suchen
bis ich dich wiederfinde
bluten mir auch die knie und die hände
ich vermisse, vermisse, vermisse
was war und was wäre
die angst ist weg, da ist nur noch leere
ich hab verloren, verloren, verloren
was weg ist hätte ich gerne
mir fehlt der halt zur welt
ich umarme eine laterne
ich bin weg, bin weg, bin weg
ich wär so gern wieder hier
bin ich bei dir bei dir bei dir
dann wär ich lieber bei mir
wach auf, wach auf, wach auf
das laken ist voller schweiss
und unter der decke
ganz hinten in der ecke
hör ich ein schluchzen
ganz leis
das laken war weiss







