Weihnachtsmann-Action, blaue Aliens und Whitney Houston

Unsere Kino-Tipps im Dezember und Januar

 

Abbildung: Universal („She Said“)

Wehrhafter Weihnachtsmann

David Harbour ist als väterlicher Cop aus der Kultserie „Stranger Things“ bekannt. Und bei Regisseur Tommy Wirkola erinnert man sich gerne an die Genre-Perlen „Dead Snow“, „What Happened to Monday?“ und „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“. Für „Violent Night“ haben sich beide zusammengetan, um ein derbes Weihnachtsmann-Actionbrett zu zimmern: Eine Söldner-Gruppe überfällt an Heiligabend eine Familie, was den echten Santa Claus dazu bewegt, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Mit Beverly D’Angelo und John Leguizamo.

„Violent Night“

ab Do, 01.12.

Kinopolis

 

Hollywood-Regiedebüt von Maria Schrader

„Ich bin Dein Mensch“ hat 2021 auf der Berlinale und beim Deutschen Filmpreis jeweils mehrere Trophäen abgeräumt. Nun kommt mit „She said“ der erste Hollywood-Spielfilm von Regisseurin Maria Schrader. Es geht um die Geschichte zweier „New York Times“-Reporterinnen (Carey Mulligan und Zoe Kazan), die 2017 Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt gegenüber Frauen im US-amerikanischen Filmgeschäft aufdeckten. Ein Hohelied auf investigativen Journalismus und mutige Frauen, die sich wehrten und ein ganzes System zu Fall brachten.

„She said“

ab Do, 08.12.

Programmkino Rex

 

Ausgewähltes vom Hessischen Filmpreis

Mehrere Beiträge aus den Wettbewerben des diesjährigen Hessischen Filmpreises laufen im Dezember im Rex. Anke Engelke brilliert in „Mutter“ (08.12.), einem Doku-Spielfilm-Experiment von Carolin Schmitz, während Klaus Sterns und Frank Pfeiffers „Die Autobahn – Kampf um die A49“ (13.12.) sowie Gregor Eppingers „Unterm Glanz“ (20.12.) über eine osteuropäische Haushaltshilfe echte Dokumentarfilme sind. Beim Kurzfilmtag am kürzesten Tag des Jahres (21.12.) werden schließlich nominierte Kurzfilme und eventuell Hochschulabschlussfilme gezeigt.

„Hessischer Film- und Kinopreis“: Spiel- und Kurzfilme

Do, 08.12. + Di, 13.12. + Di, 20.12. + Mi, 21.12. (Kurzfilmtag)

Programmkino Rex

 

Die blauhäutigen 3D-Aliens sind zurück

Mit dem SciFi-Abenteuer „Avatar“ hat James Cameron vor 13 Jahren den damals erfolgreichsten Film aller Zeiten geschaffen und die 3D-Technik auf ein neues Level gehoben. Die Fortsetzung „Avatar: The Way of Water“ spielt ein Jahrzehnt später auf dem Planeten Pandora mit seinen spektakulären Landschaften und dem blauhäutigen Na’vi-Volk. Es geht um Familie Sully und ihren Überlebenskampf. Zoe Saldana, Sam Worthington, Sigourney Weaver, Stephen Lang und Giovanni Ribisi sind wieder dabei, zudem noch Kate Winslet und Michelle Yeoh.

„Avatar: The Way of Water“

ab Mi, 14.12.

Kinopolis + Helia

 

Vom Model zum gefeierten Popstar

Wer kennt nicht Whitney Houston? Auch wer die mega erfolgreiche, 2012 viel zu früh gestorbene R’n’B-Popsängerin nicht mag, wird sicher einige ihrer Hits wie „How Will I Know“, „One Moment in Time“, „I’m Your Baby Tonight“ oder den Titelsong dieses Biopics – in der Hauptrolle: Naomi Ackie – gehört haben. Autor Anthony McCarten hat das Drehbuch zum „Queen“-Film „Bohemian Rhapsody“ geschrieben und Regisseurin Kasi Lemmons („Harriet – Der Weg in die Freiheit“) ist eine Afroamerikanerin – da sollte eigentlich nichts schiefgehen.

„I Wanna Dance with Somebody“

ab Do, 22.12.

Kinopolis + Helia (OV)

 

Irland sehen und sterben

Die Filme des Oscar-Preisträgers Martin McDonagh („Brügge sehen … und sterben?“, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“) lohnen sich immer. Auch „The Banshees of Inisherin“ hat in Venedig kürzlich zwei Preise gewonnen: Colin Farrell als bester Schauspieler, McDonagh als bester Drehbuchautor. Das Leben von Padraic (Farrell) auf einer kleinen irischen Insel nimmt eine plötzliche Wendung, als Colm (Brendan Gleeson) verkündet, die gemeinsame Freundschaft zu beenden und dies drastisch klarmacht. Nun droht ein Desaster.

„The Banshees of Inisherin“

ab Do, 05.01.

Programmkino Rex

 

Agenten im Undercover-Einsatz

Guy Ritchie („Bube, Dame, König, Gras“) hat schon immer starke Ensemblefilme gemacht. Inzwischen stehen die Stars Schlange, und im Agententhriller „Operation Fortune“ mischen daher Hugh Grant, Josh Hartnett, Cary Elwes, Rapper Bugzy Malone und der durch Ritchie bekannt gewordene Jason Statham mit. Die weibliche Hauptrolle spielt Aubrey Plaza. Bei einem Undercover-Einsatz zur Aufklärung eines Waffengeschäfts wird zur Ablenkung ein Filmstar angeheuert. Das Stunt-Team von „John Wick“ und „Deadpool“ garantiert megacoole Action.

„Operation Fortune“

ab Do, 05.01.

Kinopolis + Helia (OV)

 

Letzte Tage eines dementen Ehepaars

Der in Frankreich lebende Argentinier Gaspar Noé gilt nach provokanten Filmen wie „Irreversibel“, „Enter the Void“ und „Climax“ als Enfant terrible. Der Meister der schrillen Farben und entfesselten Kamera hält sich diesmal bei seinem Drama über die letzten Tage eines dementen Ehepaars allerdings stilistisch zurück. Das ist bei diesem Thema nicht nur angemessen, sondern erzeugt eine umso eindrücklichere Wirkung – zumal neben Françoise Lebrun der Giallo-Altmeister Dario Argento („Suspiria“) eine der beiden Hauptrollen spielt.

„Vortex“

Mi, 11.01., 20.30 Uhr (OmU)

Studentischer Filmkreis im Programmkino Rex

 

Dekadenz, Orgien und Übermut

Das Buch „Hollywood Babylon“ von Kenneth Anger deckte einst die frühen Skandalgeschichten der US-Filmindustrie auf. „Babylon – Rausch der Ekstase“ von Oscar-Preisträger Damien Chazelle („La La Land“, „Whiplash“) spielt in den glamourösen 1920er-Jahren in Los Angeles und handelt ebenfalls von Dekadenz, Orgien und Übermut. Unter anderem Brad Pitt, Margot Robbie, Lukas Haas, Tobey Maguire, Max Minghella, Eric Roberts und Olivia Wilde machen das Ganze zu einem illustren Ensemblefilm über eine Ära des Prunks und der Verderbtheit.

„Babylon – Rausch der Ekstase“

ab Do, 19.01.

Kinopolis + Helia (OV)

 

Von der Schwierigkeit, Eltern zu sein

Nach dem eindringlichen, oscarprämierten Demenz-Drama „The Father“ lässt Regisseur Florian Zeller mit „The Son“ eine Art Nebengeschichte folgen. In der erneuten Verfilmung eines eigenen Theaterstücks steht das Thema Elternschaft im Mittelpunkt. Ein Anwalt (Hugh Jackman) hat gerade mit seiner neuen Partnerin (Vanessa Kirby) ein Kind bekommen, als dessen Ex-Frau (Laura Dern) ihn darum bittet, dem gemeinsamen 17-jährigen Sohn (Zen McGrath) zu helfen, eine schwere Depression zu überwinden. Das geht für alle an die Substanz.

„The Son“

ab Do, 26.01.

Programmkino Rex

 

Weiterer Termin für Filmfans:

„Fantasy Filmfest White Nights“: Sa, 28.01. + So, 29.01., im schnuckeligen Harmonie-Kino in Frankfurt-Sachsenhausen.

 

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