Orte voller Anmut, Schönheit und Magie sind sie eher selten. Immer aber sind sie individuell gestaltet – und haben einen „eigenen Charakter“. Außerdem geht es einfach nicht ohne sie! Das P stellt Euch die bemerkenswertesten „stillen Örtchen“ Darmstadts vor: als Toiletten-Quartett, zum Sammeln und Überprüfen.

Collins Bar und Restaurant (Mauerstraße 6)

Foto: Jan Ehlers

Frauen

Optische Komposition: Reduzierter Schick umrahmt von sattgrünen Wänden. Für Gemütlichkeit sorgen (echte!) Pflanzen, die von der Decke baumeln, und ein Waschschrank aus dunklem Holz. Steampunk-Detail: Klorollenhalter aus Metallketten. Schrill: Die Tapete mit Dschungel-Papageien-Print überm Waschbecken. Hier liegen statt Wegwerf-Papier Handtücher bereit und der Seifenspender fordert zum Wassersparen auf. Fazit: Ganz schön grün hier.

Größe: ca. 6 qm

Anzahl der Kabinen: 2

Duftnote: neutral, mit einem Hauch Blume

Sitzkomfort: gut

Schmirgelgrad des Klopapiers: normale Recycling-Härte

Schönster Klospruch: Keiner. Und das ist auch gut so.

Rahmenprogramm: Zurück zur Natur!

Soundtrack fürs Klo: Ali Bumaye „Rumble in the Jungle“

 

Foto: Jan Ehlers

Männer

Optische Komposition: Modern-schlichte Jagdhütten-Romantik dank rustikaler Holzbohlen, aus denen die WC-Kabine gezimmert ist, tannengrüner Wandfarbe und schlammgrauer Fliesen. Hab ich da gerade einen Uhu rufen hören?

Größe: geräumige rund 4 qm

Anzahl der Pissoirs/Kabinen: 1/1

Duftnote: frisch, der Tannennadel-Geruch ist aber wohl nur Einbildung.

Sitzkomfort: gehobener Standard … der Klositz in einem gräulichen Sandton ist zudem optisch perfekt eingepasst.

Schmirgelgrad des Klopapiers: recyclingpapier-rau

Rahmenprogramm: Edel muten die flauschigen, appetitlich eingerollten Frottee-Handtücher an, die am Waschbecken ausliegen. Einmal gebrauchen – und ab in die Wäschebox damit.

Bester Klospruch: Keiner traut sich, das gekonnte Raumdesign durch Schmierereien zu verschandeln.

Soundtrack fürs Klo: Die Förster vom Silberwald „Rehbock, halt die Wacht!“

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