Die Auszählung der Stimmen beendet. Das vorläufige Endergebnis ist:
Weitere Details liefert die Ergebnis-Seite des städtischen Wahlamtes.
> Dieser Artikel erschien vor der Wahl (im gedruckten P Magazin sowie online:)
Am 15. März sind auch in Darmstadt rekordverdächtige Kommunalwahlen – vorab könnt Ihr Euch vielfach live informieren und mitdiskutieren.
So viel Auswahl gab’s noch nie! Für die Kommunalwahl am 15. März warten in Darmstadt 578 Kandidat:innen von 15 Parteien und Wählerbündnissen darauf, dass Ihr Euer oder Eure Kreuzchen neben ihrem Namen macht.
Auch bei dieser Kommunalwahl hat jede:r Wahlberechtigte insgesamt 71 Stimmen, die sie oder er per Listenkreuz auf alle Kandidat:innen einer Partei, aber auch einzeln und auf mehrere Parteien verteilt, abgeben kann. Das geschieht durch Panaschieren und Kumulieren. Panaschieren bedeutet: Die Stimmen einzeln auf mehrere Kandidat:innen (auch parteiübergreifend) verteilen. Kumulieren ist das Anhäufen von zwei oder drei Stimmen auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten.
Unsere Kolleg:innen vom Darmstädter Echo erklären in diesem Video sehr anschaulich, wie das mit dem Kumulieren und Panaschieren geht.
Weitere Infos – unter anderem auch die teilweise ellenlangen Probe- und Musterstimmzettel (für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung, zum Ortsbeirat Wixhausen und zum Ausländerbeirat) findet Ihr online unter: darmstadt.de/rathaus/wahlen/kommunalwahlen-in-darmstadt
Die Parteien zur Kommunalwahl 2026 in Darmstadt auf einen Blick:
SPD
Darmstadts mitgliederstärkste Partei, stellt den Oberbürgermeister. Derzeit regiert Hanno Benz ohne eigene Mehrheit gegen die grün-schwarz-lila Koalition.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Ein Darmstadt. Für alle.“ Als Schwerpunktthema setzt die SPD auf Stadtentwicklung.
Spitzenkandidat: Bijan Kaffenberger
Grüne
Die Grünen sind aktuell Darmstadts führende Kraft im Stadtparlament. Sie regieren seit 2011 mit. Die Grünen sind zudem Darmstadts zweitgrößte Partei. Mit Barbara Akdeniz und Michael Kolmer stellen die Grünen zwei der sechs Magistratsmitglieder.
Wahlkampfmotto: „Mit Dir für Darmstadt“. Die Grünen setzen einen sozialpolitischen Schwerpunkt, wollen Teilhabe, Inklusion und Respekt stärken.
Spitzenkandidaten: Eva Bredow-Cordier und Heiko Depner
CDU
Die Darmstädter CDU bildete 2011 die erste grün-schwarze Koalition einer hessischen Großstadt. Seitdem regieren sie in Darmstadt mit und stellen mit Paul Wandrey und André Schellenberg zwei der sechs hauptamtlichen Dezernenten.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Haltung, Klartext und Respekt“. Die Schwerpunktthemen im Wahlprogramm sind Sicherheit, Mobilitätsfrieden, Wohnraum und Betreuung.
Spitzenkandidaten-Trio: Caroline Groß, Dr. Annette Brunert und Hartwig Jourdan
FDP
Die FDP gehört zu Darmstadts ältesten Parteien, sie gründete sich bereits im März 1946. Seitdem ist sie in der Stadtverordnetenversammlung vertreten, aktuell mit vier Mandaten.
Motto der Kampagne 2026: „DA ist, was zählt“. Die Schwerpunkte liegen auf „mehr Stadtqualität für alle“. Stichworte sind mehr Begrünung, weniger Verdichtung und eine „dienende Verwaltung“.
Spitzenkandidatin: Viola Gebek
Die Linke
Die Linke ist seit 2006 in Darmstadts Stadtverordnetenversammlung vertreten.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Kümmern statt Kürzen – Ein Darmstadt für alle!“. Die Linke setzt ihren Schwerpunkt auf die Sorge, dass Investitionen in die Bundeswehr zu Kürzungen im sozialen Bereich auf kommunaler Ebene führen könnten.
Spitzenkandidaten: Doris Winter und Karl-Heinz-Böck
Volt
Die Darmstädter Kreisvereinigung von Volt kandidierte 2021 erstmals zur Kommunalwahl und wurde aus dem Stand Juniorpartner der Koalition. Mit Holger Klötzner stellt Volt im Magistrat den Bildungs- und Digitaldezernenten.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Europäisch denken, lokal handeln – für eine neue Art der Politik“. Volt wolle von Ideologie befreit Politik machen und über den Tellerrand blicken.
Spitzenkandidatin: Ana Lena Herrling
Uffbasse
Die linksalternative Wählervereinigung Uffbasse (ein Akronym aus „Unabhängige Fraktion freier Bürger – aufrecht, spontan, subkulturell, eigenwillig“) gibt es nur in Darmstadt. Sie hat ihren Ursprung in der ersten Oberbürgermeister-Direktwahl 1994 [„Uffbasse – Dillmann wähle!“]. Aktuell ist Uffbasse munterer Teil der Opposition.
Uffbasse geht mit ihrem Parteimotto „unabhängig, eigenwillig und konsequent kommunal“ ins Rennen der diesjährigen Kommunalwahlen. Gemeinwohl gibt die Partei als übergeordnetes Ziel an.
Spitzenkandidatin: Kerstin Lau
AfD
Die AfD – bundesweit 2013 gegründet – kandidiert in Darmstadt seit 2016 bei Kommunalwahlen. Aus dem Stand zog sie damals mit 9,6 Prozent ins Stadtparlament ein; 2021 holte sie 4,6 Prozent. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat die AfD im Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft, aktuell gibt es allerdings eine Stillhaltezusage bis zur Klärung im Eilverfahren.
Motto der Wahlkampagne 2026: „Zeit für Darmstadt“. Bezahlbares Wohnen soll einer der Schwerpunkte im Wahlkampf werden.
Spitzenkandidat: Günter Zabel
WGD: Wählergemeinschaft Darmstadt
Bei der Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) handelt es sich um einen 2020 gegründeten Verein, der in der aktuellen Legislatur mit einem Mandat im Stadtparlament vertreten ist. Zur Kommunalwahl 1977 gab es erstmals eine Wählergruppe mit diesem Namen, die sich damals gegen die Osttangente stark machte.
Die Gruppe tritt ohne konkretes Motto, dafür aber mit einem Schwerpunkt auf dem Umweltschutz an. Grün- und Waldflächen sollen erhalten bleiben. Geplant sind außerdem eine bessere Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs an das Umland, mehr Mitspracherechte für Jugendliche sowie die Einführung von Bürgerräten.
Spitzenkandidat: Falk Neumann
BSW: Bündnis Sahra Wagenknecht
Das BSW hat sich im Januar 2024 im Bund gegründet, 2025 in Darmstadt. Es tritt hier erstmals zur Kommunalwahl an.
Motto der Kommunalwahl 2026: „Friedlich, sozial, gerecht – Demokratische Erneuerung fängt in der Kommune an“.
Spitzenkandidatin: Özlem Aydin
Die Tierschutzpartei
Unter dem Namen der Tierschutzpartei tritt eine gemeinsame Liste an, die sich aus vier Parteien aus dem links-liberalen Spektrum zusammengeschlossen hat: Neben der Tierschutzpartei stehen die Partei der Humanisten (PdH), die Klimaliste und die Piraten Kandidaten auf dieser Liste.
Schwerpunkt der Kommunalwahl 2026 ist es, die Chancen für progressive Politik mit einem gemeinsamen Fokus auf Tierschutz und Klimapolitik zu verbessern.
Spitzenkandidatin: Ayla Linda Kara
DaGe: Darmstadt Gemeinsam
Das erst 2025 gegründete Wählerbündnis „Darmstadt Gemeinsam“ (DaGe) steht zum ersten Mal auf dem Wahlzettel, kommunalpolitische Erfahrung hat die Vereinigung aber trotzdem: Die Gründer Mandy und Mario Pingel waren bislang für die Satire-Partei „Die Partei“ aktiv.
Motto der Wahlkampagne 2026: Einsamkeit. Ziel ist es, diese zu bekämpfen, indem Begegnungsstätten geschaffen werden, die lokale Kultur gefördert wird und Vereine und Engagement unterstützt werden.
Spitzenkadidat: Mario Pingel
SfD: Stimme für Darmstadt
Das seit 2021 im Ausländerbeirat vertretene Bündnis „Stimme für Darmstadt“ tritt bei dieser Kommunalwahl erstmals auch für die Stadtverordnetenversammlung an.
Schwerpunkt des Bündnisses ist es, die Meinungen und Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund im Darmstädter Stadtparlament stärker zu vertreten. Außerdem soll die Digitalisierung der Ausländerbehörde vorangetrieben werden.
Spitzenkandidat: Ümit Cengiz
Die Partei
Die vor 22 Jahren von „Titanic“-Redakteuren gegründete Partei „Die Partei“ ist auf verschiedenen politischen Ebenen aktiv. Die Satire-Partei hat es 2021 in Darmstadt mit zwei Mandaten ins Stadtparlament geschafft, inzwischen sind beide Stadtverordnete entweder fraktionslos oder Teil der Fraktion Uwiga/WGD.
Spitzenkandidat: John Kortt
Freie Wähler
Die Freien Wähler Darmstadt sind eine Ausgründung des Bündnisses der Bürgerinitiativen Darmstadt (BBD). Sie haben sich im Herbst 2020 als Wählerinitiative formiert und gewannen bei der Wahl 2021 ein Stadtverordnetenmandat.
Als Themenschwerpunkte nennen die Freien Wähler Bürgerbeteiligung, umweltverträgliche Stadtplanung und Verkehrspolitik.
Spitzenkandidat: Harald Uhl
Hinweis:
Diese Liste der Parteien zur Kommunalwahl 2026 wurde ursprünglich von unserer VRM-Kollegin Birgit Femppel im Darmstädter Echo veröffentlicht (am 5. Februar 2026). Sie liefert einen so kompetent analysierenden, kompakten Überblick, dass wir sie auch im P Stadtkulturmagazin abdrucken mussten! Und grundsätzlich gilt sowieso: Lest und unterstützt die lokale Tageszeitung … sie ist wichtig für das Fortbestehen des gesellschaftlichen Zusammenhalts und als kontrollierende „Vierte Säule“ unserer Demokratie: echo-online.de
Wahlabend zur Kommunalwahl in Hessen 2026
Zur Kommunalwahl in Hessen 2026 richtet die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Sonntag, 15. März, ab 18 Uhr wieder den Wahlabend in der Centralstation aus. Die Kandidat:innen der an der Kommunalwahl in Darmstadt teilnehmenden Parteien, Journalisten sowie interessierte Bürger:innen werden vor Ort sein. Der Eintritt ist frei.
Am Wahlabend werden die aus den Wahllokalen gemeldeten Trendergebnisse ab 18 Uhr in Tabellen und Grafiken auf einer Großbildleinwand präsentiert. Die eingehenden Trendergebnisse werden ständig aktualisiert, sodass jederzeit Zwischenstände vorliegen. Der Wahlabend wird moderiert vom Leiter der Abteilung Statistik im Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Dr. Jürgen Schraten.
Wichtige Themenfelder
Umfrage zu (Pop-)Kultur-Themen
Das Pop Netzwerk Darmstadt, ein Zusammenschluss von Aktiven im Bereich der Popkultur in Darmstadt, hat im Vorfeld der Kommunalwahl alle demokratischen Parteien zum Stellenwert der Darmstädter Popkultur mit Topics wie Proberaumnot, Innenstadtbelebung, GEMA-Kosten, Popreferat, Nachtbürgermeister, Popmusikpreis, Studiengang „Populäre Musik“, Sperrstunde für Open-Air-Konzerte sowie Förderung der Popkultur in Darmstadt interviewt. Die Ergebnisse dieser Parteien-Umfrage können ab 1. März online nachgelesen werden unter:
Queere Wahlprüfsteine
Vielbunt e. V., nach eigenem Verständnis „Gestalter*innen queeren Lebens sowie Ansprechpartner*innen und Sprachrohr für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter und queere Menschen (LSBT*IQ) in Darmstadt“ haben elf queere Forderungen zur Kommunalwahl 2026 an die Darmstädter Parteien und Bündnisse formuliert: Von gezielten Hilfen für LSBT*IQ-Jugendliche über umfassende Barrierefreiheit im Queeren Zentrum bis hin zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung für queere Menschen. Gemeinsam ist allen Forderungen das Ziel, dass sie die Lebensqualität für queere Menschen durch gute Kommunalpolitik erhöhen.
Die Antworten der einzelnen Parteien und Bündnisse können – inklusive einordnender Bewertung durch Vielbunt – online studiert werden:
Darmstädter Wahl-o-Rad
Der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club Darmstadt-Dieburg hat Fragen und Antworten zum Thema Fahrradkultur gesammelt:
Wahlprüfsteine zur Osthang-Kultur
Die Initiative „Osthang bleibt“ hat Fragen und Antworten zum geplanten Neubau eines Informationszentrums an der Mathildenhöhe, zum
Umgang mit der Osthang-Kultur, der Förderung von Sub- und Popkultur sowie zur Frage nach Orten gelebter Demokratie im Rahmen des World
Design Capital 2026 gesammelt:
Wahlhilfen zur Kommunalwahl 2026 in Hessen
Für die Kommunalwahl in Hessen am 15. März 2026 starten die TU Darmstadt und die gemeinnützige Organisation „VOTO“ erneut digitale Wahlhilfen in zahlreichen Städten und Landkreisen. „VOTO“ bietet Wähler:innen einen einfachen Zugang zu den wichtigsten kommunalpolitischen Themen und den Angeboten der Parteien und Wählergruppierungen – politisch neutral, kostenlos und lokal zugeschnitten.
„Kommunalpolitik ist Demokratie vor der Haustür – aber die Informationslage ist oft unübersichtlich. ,VOTO‘ schafft Orientierung“, erläutert Professor Christian Stecker, der das Projekt in einem Team mit Thilo Dieing, Paul Manger und Sina Wensing an der TU Darmstadt koordiniert. „VOTO“ steht zur Kommunalwahl 2026 in 27 Städten, Gemeinden und Landkreisen zur Verfügung, darunter Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Hanau:
Endergebnis der Kommunalwahl 2021 in Darmstadt
Bündnis 90/Die Grünen: 27,4 %
SPD: 16,7 %
CDU: 15,6 %
Die Linke: 7,4 %
Volt 6,9 %
Uffbasse: 6,4 %
FDP: 5,6 %
AfD: 4,6 %
UWIGA: 3,1 %
WGD: 2,0 %
Die Partei: 2,1 %
Freie Wähler: 1,9 %
Teilhabe in Darmstadt: 0,3 %
Wahlbeteiligung: 54,7 %
U18-Kommunalwahl
„Ei, wie würde denn die ganz junge Leit so wähle, wenn se schon wähle dürfte?“ Eine Antwort auf diese gute, demokratiestärkende Frage liefert in Darmstadt die inoffizielle U18-Kommunalwahl. Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre können vom 27. Februar bis einschließlich 5. März an ihr teilnehmen. Organisiert wird die Wahl, die für die Stadt „ein wichtiges Projekt der politischen Bildung“ und der Partizipation darstellt, vom Jugendring Darmstadt e. V. und dem kommunalen Jugendbildungswerk der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Als Wahllokale fungieren Jugendzentren und -einrichtungen. Dort gibt es eine Kabine zur geheimen Stimmabgabe und eine Wahlurne, dazu Infomaterial zur Wahl, den angetretenen Parteien und Gruppen sowie den Stimmzettel. Der ist aus technischen Gründen vereinfacht, es wird nicht kumuliert und panaschiert. Idealerweise finden sich unter den Jugendlichen auch Wahlhelfer:innen und -helfende, die das Wahllokal mit aufbauen, betreuen und die Stimmen auszählen.
Weitere Infos – unter anderem auch ein Link zur „Wahlhilfe“ (einer Art Wahlomat) sowie ab spätestens 9. März das Ergebnis der U18-Wahl – findet Ihr online unter:










