Foto: Jan Ehlers

Jede Hochschule, die was auf sich hält, richtet mindestens einmal im Jahr ein Campus-Fest aus. So mehr oder weniger auch die Hochschule Darmstadt (h_da) in den letzten Jahren. Eher weniger, muss man konstatieren, wenn man es anhand von stadtweiter Wahrnehmung und Resonanz wertet. Das soll in diesem Jahr – am Donnerstag, dem 22.06. – anders werden.

Daher starteten der AStA und das Campus-Fest-Team der Hochschule Darmstadt für eine Kooperation mit dem Veranstaltungsmanager Christian Jung mit dem Ziel, das Konzept rundzuerneuern. „Mit Christian haben wir jetzt einfach die nötige Kompetenz dabei. Wir agieren aber trotzdem als Team und jeder hat seinen Bereich. Das klappt wirklich sehr gut“, erzählt die verantwortliche Referentin Haller.

Jung verfügt durch seine Agentur „Klangwerker“ (seit 1998) und seine Bookings für Kesselhaus, Eledil, Künstlerkeller, Linie Neun, Theater im Pädagog und Centralstation (verantwortlich für Rock/Pop) über jahrzehntelange Erfahrung. Außerdem ist er Organisator und hauptverantwortlicher Veranstalter der alljährlichen Darmstädter „Nacht der Clubs“, kennt also alle Lücken und Tücken, die eine groß angelegte Veranstaltung so mit sich bringt.

Gloria und Jahcoustix als Headliner

„Uns geht es darum, dieses Fest weiter zu entwickeln – sowohl künstlerisch als auch organisatorisch, also Werbung, Ambiente und Ablauf“, sagt Jung und hat dabei etablierte Campus-Feste wie in Mainz oder Frankfurt im Sinn. Beim Booking kam ihm daher der glückliche Umstand zugute, dass die Hamburger Pop-Band Gloria rund um den illustren Pro7-Showmaster Klaas Heufer-Umlauf (bekannt als ein Teil von Joko & Klaas bei „Circus Halligalli“ und „Neo Paradise“) und Mark Tavassol, den Bassisten von Wir sind Helden, auf der Anreise zum Southside-Festival einen Zwischenhalt suchte und bei ihm anfragte. „Da habe ich bei dem Angebot in Hinsicht auf einen prominenten und zugkräftigen Headliner natürlich sofort zugeschlagen“, grinst der erfahrene Booker zufrieden. Dazu kommt mit dem deutschen Reggae-Artist Jahcoustix als Co-Headliner ein ebenfalls bundesweit bekannter Musiker, der gerade im Sommer auf etlichen großen Festivals im Line-up zu finden ist. Da Jung immer auch Talenten aus der Region eine Chance bieten will, gibt es ab 16 Uhr als Opener die Frankfurter Elektropop-Band Albert, die früher bereits als Cargo City im Rhein-Main-Gebiet sehr aktiv war.

Das Gelände der Hochschule ist bei freiem Eintritt offen zugänglich, bietet also auch die Möglichkeit, mal kurz für ein Nickerchen nach Hause zu fahren. „Aber wir wollen den Leuten eigentlich den ganzen Tag versüßen. Auch beim kulinarischen Ambiente kann man da den Gästen noch viel mehr bieten als bisher“, erzählt Jung und verweist auf die eingeladenen Foodtrucks von „Fräulein Zuckertopf“, „Der Goldene Hirsch“, „Baobab“ und Eis von der Eisboutique „Da Carlo“, die das gastronomische Angebot des Studierendenwerks (Panini und Burger) ergänzen. Außerdem gibt es bereits ab 13 Uhr ein sportliches Rahmenprogramm mit einem hochschulweiten Mixed-Volleyballturnier (Anmeldung über ann-katrin.freit@h-da.de) und Speed Badminton – sowie in den Umbaupausen Schnupperkurse für den brasilianischen Forró-Tanz.

Da nachvollziehbarer Weise die Konzerte auf der großen Open-Air-Bühne wegen Lautstärke bis 22 Uhr begrenzt sind, geht es danach im angrenzenden Studentencafé „Glaskasten“ weiter mit den stadtbekannten DJs Marko (Manges, „Come to the Dance“) und Shamir Liberg („Mellow Weekend“), die vor allem Black Music von Oldschool-HipHop über Soul bis R’n’B auflegen werden.

Kein Eintritt, dafür Foodtruck-Support erwünscht

Den Donnerstag als Termin sehen die Organisatoren nicht als Problem, sondern als notwendig, da viele Studenten, Dozenten und Professoren schon ab Freitag gen Heimat brausen. Ansonsten bitten die Veranstalter, auf mitgebrachte Getränke und Essen zu verzichten und das vielfältige und günstige Angebot vor Ort zu nutzen, da sich die Veranstaltung nur so rechnet und dann auch nächstes Jahr wieder stattfinden kann. „Das ist wirklich entscheidend für den Erfolg, von dem ja auch unsere Studierenden profitieren“, sagt Haller.

Eine weitere Veränderung zeigt sich auch beim Begriff „Campus-Fest“, der ab diesem Jahr zu Campusfestival erweitert wird. „Der Festival-Charakter der Veranstaltung soll klarer hervorgehoben werden“, erklärt Klangwerker Jung. „Der Hochschule ist es wichtig, das Campus-Fest zu einem beliebten Sommer-Event weiter zu entwickeln, das auch in der Stadt gut wahrgenommen wird“, fügt h_da-Referentin abschließend hinzu.

 

Campusfestival der Hochschule

Line-up: Gloria (Köln), Jahcoustix (München), Albert (Frankfurt), DJs: Marko (DA) und Shamir Liberg (DA)

Am und im Glaskasten (Schöfferstraße 3) | Do, 22.06. | ab 13 Uhr (Konzerte ab 16 Uhr) | Eintritt frei

www.h-da.de

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