Foto: Jan Ehlers

Nachhaltiges Design und soziale Verantwortung: Das vereinen die Darmstädter Lorenz Becker, Milan und Christian Henckes in ihren Bambus-Fahrrädern. Als Milan seinen Vater Christian besuchte, der für eine Entwicklungshilfeorganisation in Vietnam tätig war, entdeckte er die Räder aus dem ungewöhnlichen Naturmaterial. Kurz entschlossen nahm er eines davon mit nach Hause. Die Idee vom „grünen Rad“ gefiel auch seinem Freund Lorenz und so beschlossen die drei, Stark Bamboo Bike zu gründen.

Seit 2015 steht der Name für das Material – wilder, schnell nachwachsender Bambus, der durch Stabilität und einen individuellen Look überzeugt. Besonders ist auch der Weg der Herstellung. „Die Fahrradrahmen werden von unserem Kooperationspartner in Vietnam gefertigt. 50 Stunden Handarbeit stecken in jedem Rahmen. Es handelt sich hierbei um ein soziales Projekt. Den Beteiligten dort wird zum einen ein faires Gehalt gezahlt, zum anderen wird ein Teil der Erlöse in gemeinnützige Entwicklungshilfe gesteckt“, erklärt uns Lorenz, der mit Milan gemeinsam an der TU Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat.

„Die Endmontage der Fahrräder findet dann im Martinsviertel statt“, erklärt Milan, während er ein „Urban“-Modell zusammenschraubt. Drei Varianten finden sich derzeit im Portfolio: ein Touring-Bike, ein komfortables Alltags-Rad sowie ein Fixie. Erst auf Bestellung werden die Bambus-Fahrräder individuell für den Kunden montiert und können nach knapp einer Woche abgeholt oder verschickt werden. Gerne werden Sonderwünsche erfüllt. Deren Umsetzung kann jedoch mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Als nächstes planen die drei Jungunternehmer eine Kooperation, „um im kommenden Jahr ein soziales, fahrradbezogenes Projekt in Deutschland durchführen zu können“. Vielleicht kann man das Rad nicht neu erfinden, aber die Welt ein wenig besser machen, das geht.

www.starkbamboobike.com

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