Illustration: Lisa Zeißler
Illustration: Lisa Zeißler

Isch Depp! Da hab ich Euch in Folge 41 dieser Kolumne doch tatsächlich die eigentlich blödesten Bartumschreibungen vorenthalten. Gepaart mit einem kleinen Exkurs in die Gesichtshaarpflege ist so diesmal eine Folge-in-Folge entstanden. Und los …

Eieiei, ich gestehe: Den Klassiker habe ich schlicht und einfach ausgeblendet. „Pornobalke“ dürfte dem geläufig sein, der in den Neunzigern heimlich Erotikfilme sah; denn da waren gar prächtige Exemplare (der Schnurrbärte … nicht, was Ihr jetzt denkt!) zu bewundern.

„Rotzbrems“ meint natürlich auch den Oberlippenbart, doch die Steigerung „Popelbrems“ gefällt dem Schreiber dieser Zeilen noch weitaus besser.

Bei aller Liebe zum Detail der jeweiligen Verballhornung des Bartes: Was ist mit der Rasur? Auch hier sind einige spöttische Aussprüche zu benennen. Stets waren junge Männer Ziel der Verhöhnung aufgrund ihres ersten Flaums oder des spärlichen Bartwuchses. Wenn nämlich einer dieser Zeitgenossen frisch rasiert daherkam (in der Hoffnung, dass durch die regelmäßige Bartschur die Haare üppiger und fester sprießen würden), so bekam er zu hören: „Na, has-de disch widder mit em Handduch rasiert?“. Soll heißen: Einmal das Stoffteil über das Gesicht gezogen – und fort isser, der Flaum.

In die gleiche Kerbe schlägt „Heer, has-de gestern doin Radiergummi widder gefunne?“. Auch hier ist wieder der Hang des Heiners zur Häme zu erkennen. Obwohl es eine weitere Deutung dieses Spruches gibt: die rote Seite des Radiergummis für den allerersten Bartwuchs, später dann die blaue Seite.

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