Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Statement von Manuela Mokline zu ihren Aufbewahrungsboxen – und zum Weinkisten-Couchtisch auf Rollen:

„Ich bin Chaotin, dabei mag ich es ordentlich. Und zudem bin ich auch noch leidenschaftliche Kram-Sammlerin, stehe allerdings nicht auf Messi-Flair. Um an diesen Widersprüchen nicht zu zerbrechen und da mir das Kompensieren im Blut liegt, gibt es nur ein ein probates Mittel: umverpacken in Boxen, Kisten und Körbchen.

Es gibt sie von unterschiedlichsten Herstellern, in vielen Formen, Farben und aus den unterschiedlichsten Materialien. Sie schaffen es hässlichen, kleinen Kram diskret aufzuhübschen, ihn nahezu verschwinden zu lassen und doch greifbar zu machen. Sie schaffen Ordnung. Sie erleichterten zahlreiche Umzüge, weil sie schon gepackt sind und genau so umgezogen werden können.

Das Ganze hat noch einen weiteren tollen Nebeneffekt: Man kann wühlen, kramen und muss immer bis an den Grund vordringen, um das zu finden, was man sucht – und noch vieles anderes, was man gar nicht gesucht hat beziehungsweise von dem man gar nicht wusste, dass man es überhaupt besitzt. Die Box, Kiste oder auch das Körbchen sind also immer für eine Überraschung gut und das Leben bekommt durch sie ein bisschen was von einer dauerhaften Ostereier-Suche.

Gerade gehe ich der Box ein bisschen fremd und entdecke die (oben offene) Kiste immer mehr für mich. Sie ist nur halb so mysteriös und geheimnisvoll. Aber auch Dinge, die man schon mal zeigen kann, lassen sich so gut zusammensortieren. Vor allem die solide alte Weinkiste hat es mir angetan. Eine weitere Affäre ist im letzten Winter hinzugekommen und aus der Not geboren: Beim verzweifelten Versuch Mützen zu häkeln, entstanden zahlreiche Körbchen (mittlerweile klappt’s auch mit den Mützen).

Meine Boxen, Kisten und Körbchen sind für mich die universellen Designstars. Ob zuhause oder im Laden: Durch gutes „Verpackungsdesign“ wirkt doch alles gleich ein bisschen netter. Mein derzeitiges Lieblingsstück ist der krumme und schiefe Weinkisten-Couchtisch auf Rollen, vollgestellt mit weiteren Boxen und Körbchen, die Königsklasse der Kisten-Kunst.“

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Name: Manuela Mokline

geboren: 05. Juni 1986

wo: in Biedenkopf – auch als „Hessisches Hinterland“ bekannt

lebt: seit dem Studium in Darmstadt. Ist aber mittlerweile von ganzem Herzen konvertierte Heinerin und zieht im schönen Bessungen im Quadrat herum.

Beruf: Integrative Heilpädagogin, „die keine Hautkrankheiten kuriert, sondern versucht, die Gesellschaft fit zu machen für Menschen mit Behinderungen“. Im Moment arbeitet Manuela beim Internationalen Bund in der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ als Qualifizierungs-Trainerin.

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