Wrede 9706
Foto: Jan Ehlers

Zu Recht ist der Islam Teil unserer Gesellschaft, das Christen- und Judentum, der Daoismus, ebenso Rastafari, Shinto oder Buddhismus. Leute, welche ihre Hunde auf die Straße scheißen lassen, sollten es mit Sicherheit nicht sein!

Es gibt riesige Probleme auf Gottes Erdboden. Unlösbare, sich potenziert habende, die kein Mensch mehr zu beheben in der Lage sein wird. Nicht mal angetrunkene Visionäre oder schwangere Agnostikerinnen werden das in Herbstnächten vor dem Zubettgehen verneinen. Oft sind es sich in den Schwanz beißende Faktoren, die eine Lösung unmöglich machen. Zum Beispiel die Sache mit den Hunden. Hunde stammen eigentlich aus Australien, der Antarktis und Madagaskar. Bei uns mittlerweile auch schon lange heimisch, bevölkerten sie als Fuchs und Wolf unsere Wälder. Schön, wunder-wunderschön! Doch dann begann der Mensch sich für die Erleichterung seines Lebens – und schließlich nur noch des Spaßes und Kommerzes wegen – die Tiere zu züchten. Braucht kein Mensch! Bedenke: Hunde sind keine Kühe, Esel oder Hühner. Nutztiere nimmt ja auch keiner mit ins Bett. Nun sind die Städte voller Menschen, die ihre Hund so sehr lieben, dass für einen Partner ohne kalte Schnauze gar kein Platz mehr in ihrem Herzen ist. Das hört sich hartherzig an, aber hey, bei den Problemen dieser Welt kann sich ein warmherziger Mensch wie ich schon mal Gedanken machen, wie eine Gesellschaft ohne Hunde wohl aussehen würde.

Kinderreicher bestimmt, unfreundlicher mit Sicherheit nicht. Und kommt mir nicht mit Blindenhunden; wenn sich nur ein Prozent Deutschlands alleinstehender Hundehalter für unsere Blinden aktiv erwärmen könnte, wären Brailleschriften ein rares Gut. Ich höre den Aufschrei der Tierschützer und die Kopfbewegungen der Reflektionisten, deren Nicken wie das Flügelschlagen eines Schmetterlings in Madagaskar zu mir herüberwirkt und sagt: „Ja, lass uns phantasieren.“ Denn schließlich werde ich weder Hunden ihre Hoden abschneiden noch Kampfhundehalter in die selbigen treten. Aber es wird doch noch erlaubt sein zu denken: „Ach, waren das noch Zeiten, als Hunde noch als Fuchs und Wolf die Wälder bevölkerten und der Hütehund die Herde beschützte. Bevor aufgehetzte Dackel die Tiere in Wald und Forst zu verunsichern begannen, Nackthunde in Handtaschen getragen wurden und sich in Darmstadt Hunde bewegen, von denen du beim Aufeinandertreffen einfach nur hoffen kannst, dass diese, wie immer behauptet wird, wirklich ,nix machen’.“ Leute, akzeptiert, dass es durchaus Menschen gibt, die domestizierten Wildtieren grundsätzlich nicht trauen, und lasst Euch nicht noch so feiern, wenn Ihr die Scheiße, die Eure Tiere hinterlassen, tatsächlich wegmacht.

Unser Thema nächsten Monat: Katzen!

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