Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Von den Randbezirken und Vororten unserer Stadt aus kann man kilometerweit und ungestört durch Felder und Wälder joggen. Aber auch eher zentral gelegene Stadtteile weisen die eine oder andere Laufperle auf, die es wert ist, berannt zu werden. Wir haben die schönsten Parks, Grünflächen und Seitenstreifen vorgejoggt, um Euch zu zeigen, wo Ihr in Darmstadt Eure Treter und Lungen am besten quälen könnt.

Heute will ich mit einem Gesetz dieser Rubrik brechen. Denn beim Laufen in Darmstadt muss man sich nicht immer auf einen festen Park beschränken. Man kann auch wundervolle, ausgedehnte Rundkurse rennen. Meine persönliche Lieblingsstrecke sorgt nicht nur für jede Menge Abwechslung unter den Füßen – sie bietet auch ganz viele schöne Darmstadt-Impressionen!

Du startest im Herrngarten und läufst Richtung Norden durchs Martinsviertel zur Arheilger Straße, die den Messplatz vom Bürgerpark trennt. Wenn „die Arheilger“ ihren Linksknick macht, orientierst Du Dich an den Straßenbahngleisen und läufst rechts mit schnellen Schritten die Steigung hoch. Nun geht’s eine ganze Weile geradeaus, vorbei an entspannter Schrebergärten-Idylle, mit dem Blick auf die Kranichsteiner Skyline. An der Jägertorstraße biegst Du rechts ab, vorbei an der Bauverein-Verwaltung, sprintest vorsichtig über die Kranichsteiner Straße und läufst noch ein paar Meter nach rechts – willkommen an der Fasaneriemauer!

Das altehrwürdige Gemäuer wird Dich nun für die nächsten Kilometer begleiten und hat neben jeder Menge Ruhe auch einige versteckte Höhenmeter im Gepäck, bis Dich am Ende die Dieburger Straße begrüßt. Geschwind geht’s drüber, vorbei am imposanten Lichtenberg-Haus … und schon befindest Du Dich auf dem Oberfeld. Ob Du hier nun die kurze Strecke läufst oder eine große Runde wagst, ist ganz Dir und Deiner Tagesform überlassen. Hauptsache, Du kommst letztendlich am Seitersweg wieder raus.

Hier geht es zwischen den pompösen Flachdachhäusern direkt auf die Rosenhöhe – und von dort aus zur anliegenden Mathildenhöhe. Obacht: Der Olbrichweg hat nochmal eine schöne letzte Steigung parat – doch ab dem Museum Künstlerkolonie und der Russischen Kapelle werden sich Deine Beine wieder freuen, denn von nun an geht’s bergab. Mit viel Schwung rennst Du über die Stiftstraße zur Alexanderstraße und am Ballonplatz rechts in die Magdalenenstraße hinunter. Der Endspurt führt an der neuen Uni-Bibliothek vorbei – und schon sind wir wieder am Ausgangspunkt unseres Rundkurses: dem Herrngarten. Bis hier hin hast Du knapp zehn Kilometer gefressen (bei langer Oberfeld-Runde sind’s 12,5). Und falls Du noch Renn-Hunger hast, legst Du einfach die eine oder andere Herrngarten-Runde obendrauf. Guten Appetit!

 

Grafik: Rocky Beach Studio
Grafik: Rocky Beach Studio

Die HerrKraOberRosMathHerr-Runde

Streckenlänge: 9,7 bis 12,5 Kilometer (je nachdem, ob kurze oder lange Oberfeld-Runde)

Profil: Es kommen einige Höhenmeter zusammen, aber insgesamt schön verteilt.

Zielgruppe: Läufer, die Lust auf zweistellige Kilometer-Zahlen haben und dabei nicht immer nur im Kreis laufen wollen.

Stadtteile: Martinsviertel, Kranichstein

Hot Spots: Herrngarten, Oberfeld, Rosenhöhe, Mathildenhöhe

Untergrund: Asphalt, Schotter, Feldweg – alles dabei!

Beleuchtung: Die Fasaneriemauer ist an ein paar Stellen nicht beleutet, das Oberfeld sowieso nicht. Also entweder tagsüber laufen oder abends eine Stirnlampe mitnehmen. Sieht doof aus, ist aber durchaus hilfreich!

Extras: Im Seitersweg kurz vor der Rosenhöhe ein Selfie mit den Alpakas machen! Gibt Extra-Motivation!

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