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Aniko Coffee Roasters

Weltweit gibt es nur 220 Coffeologen (das sind ausgebildete Kaffeefachleute). Einige von ihnen haben sich Ende Februar still und leise am Ballonplatz in den ehemaligen Räumen des „Radkontor“ niedergelassen, um hier selbst gerösteten Kaffee und Cookies in Bioqualität anzubieten (und Kaffeemaschinen samt Zubehör). Ihr Laden, das „Aniko“, erstrahlt in blendendem Weiß und frischem Mintgrün – und kommt ansonsten minimalistisch-aufgeräumt daher. Die Kaffeebohnen, die hier verkauft werden, stammen aus Mexico, El Salvador, Indien und Brasilien. Vorerst werden sie noch bei Lisettes Mutter, die auch Coffeologin ist, in der Nähe von Hannover geröstet. Sobald man in Darmstadt jedoch ein geeignetes Objekt gefunden hat, möchte man auch hier rösten und Kaffeeseminare anbieten. Lisette Adler, die eigentlich Innenarchitektin ist, findet es faszinierend, dass Kaffee mehr als 800 verschiedene Aromen hat. Experimentierfreudigen Gästen rät sie beispielsweise zum „Espresso Sarchimor“ aus Mexiko, weil der nicht nach Zartbitterschokolade schmeckt, wie man es eigentlich von einem Espresso gewohnt ist, sondern nach Zitrusfrüchten. Mal probieren! (kgb)

Alexanderstraße 14 (Ballonplatz), Martinsviertel | www.facebook.com/aniko-Coffee-Roasters-1770544613255167

 

Foto: Jan Ehlers

Blumen & Café Z

„Blumenläden plus“ scheinen in zu sein in Darmstadt. Während in Bessungen das Blumen-Studio Petra Kalbfuss seit Ende 2016 ein Shop-in-Shop-Konzept mit Musik-Verkäufer „CD Lounge“ fährt, vermischt sich in der Dieburger Straße Blumen- mit Kaffee-Duft. Dort, im ehemaligen „Eisele’s Weinschmecker“, hat jüngst „Blumen & Café Z“ eröffnet. Wer das Gebäude mit der großen Glasfront betritt, den begrüßen nun Rosen, Tulpen und Ranunkeln. Vorbei an der Kuchentheke, in der abends Antipasti vinophile Gäste locken sollen, öffnet sich nach hinten ein langer Raum mit braunen Sitznischen und expressionistisch angehauchten Bildern an den Wänden. Hier kann täglich von 8 bis 12 Uhr gefrühstückt werden. Außerdem gibt es belegte Panini, Foccacia und Brötchen, mittags Tagessuppen und Salate – und natürlich Kuchen, Torten, Macarons und Kleingebäck. Das „Z“ im Namen des Blumen-Café-Bar-Kombinats steht übrigens für „Zdrale“, den Nachnamen der Betreiber Marijana und Dragan Zdrale. Letzterer war schon Geschäftsführer des „K60“. Dort lautete die Kombi noch: Billard & Lounge. (ct)

Dieburger Straße 19, Martinsviertel | www.blumen-cafe-z.com

 

Foto: Jan Ehlers

Kaffeehaus Eberstadt

Das Kaffeehaus blickt auf eine 35-jährige Geschichte zurück. Nun gibt es einen Neuanfang. Ein sechsköpfiges Team rund um Pächterin Patricia Sorge knüpft seit März an alte Kaffeehaus-Traditionen an. „Der Gast soll sich bei uns zu jeder Tageszeit wohlfühlen, ob zum Frühstück, nachmittags bei Kaffee und Kuchen oder abends zu leckeren Cocktails“, sagt Teammitglied Sabrina Anna Hänsel. Betritt man das äußerlich unscheinbare Haus, ist die Überraschung groß: Ein imposanter Kronleuchter, ein riesiger Spiegel sowie Farbgestaltung und Decken-Ornamente versetzen den Gast in die Zeit des Jugendstils. „Kronleuchter und Spiegel stammen aus einer Spuk-Villa in England und wurden eigens eingeschifft“, erzählt Teammitglied Franziska Pejas, die für „Hüftgold Deluxe“, also extravagante Torten und Kuchen zuständig ist. Zudem gibt es zehn verschiedene Frühstücks-Variationen, diverse Focaccia, Salate sowie Klassiker wie Strammer Max, Toast Hawaii oder belegte Stullen und eine große Auswahl an Getränken. Zwei Räume und ein leicht erhöht gelegener Bar-Bereich bieten Platz für rund 65 Gäste – sobald es warm wird, öffnet auch ein ähnlich großer Außenbereich. (obi)

Heidelberger Landstraße 269, Eberstadt | www.eberstaedter-kaffeehaus.de

 

Foto: Jan Ehlers

Klar Augenoptik

Akram Husseini gönnt sich ein Facelift: Der smarte Augenoptiker zeigt sich selbst weiterhin mit Bart und verschmitztem Lächeln, seinen Laden Klar Augenoptik in der Schulstraße hat er nach sieben Jahren aber neu gestaltet – Sitzsofa nun mittig, andere Wandgestaltung – und vor allem technisch auf den neuesten Stand gebracht: ein hochmodernes Augenmess-Gerät, das bis bis zu 1.000 Messpunkte misst – eine Art Fingerabdruck des Auges. „Dadurch bekommen gerade kompliziertere Augen eine Art HD-Sehen. Man sieht faktisch schärfer und kontrastreicher“, erklärt Husseini. Dazu noch ein Gerät für eine 3D-Videovermessung zur exakten Herstellung der Brillen-Fassung. Ab Mai wird es wieder ein neues „Lookbook” mit aktuellsten Brillen-Modellen unabhängiger Labels geben. Die Trends 2018: „Bei Sonnenbrillen für Frauen sind extrem flache Cat-Eye-Formen und leicht getönte Gläser in Pastell-Farben in Mode. Bei Jungs runde Metallbrillen, aber auch das 3D-Druck-Thema der Gestelle”, fasst der Augenoptiker zusammen. (obi)

Schulstraße 4, Innenstadt | www.klar-augenoptik.de

 

Foto: Jan Ehlers

Lessik Vintagemarkt Griesheim

Seit Mitte März hat Griesheim ein neues, kleines Einzelhandels-Highlight: den Lessik Vintagemarkt. In zentraler Lage unweit des Platz Bar-le-Duc – auch gut von Darmstadt aus mit der Straßenbahnlinie 4 oder 9 zu erreichen – wird der angenehm stylische Secondhand-Laden hoffentlich viele Freunde des guten Geschmacks für sich gewinnen: „Wir wollen hauptsächlich eine junge, hippe und modebewusste Klientel erreichen, die sich gerne nachhaltiger und somit secondhand kleiden will“, erklärt Inhaberin Judith Kissel. In den minimalistischen Stahlträger-MDF-Platten-Regalen von Lessik liegt aber nicht nur Vintage-Kleidung, verkauft werden auch Wohn- und Lifestyle-Accessoires, Kleinmöbel und Retro-Fahrräder. Zudem gibt es eine gemütliche Sitzecke und leckere angesagte Kaltgetränke. „Wir von Lessik wollen, dass du dich so richtig wohlfühlst bei uns, also wie zu Hause.“ Auch dieser Slogan könnte – wie der Name des Ladens – glatt aus der Marketingabteilung eines schwedischen Möbelriesen stammen. Im Falle von Lessik wird er aber auf sympathische Art mit Leben gefüllt. (ct)

Wilhelm-Leuschner-Straße 1, Griesheim | www.lessikvintagemarkt.jimdo.com + Lessik Vintagemartk bei Facebook

 

Foto: Paul Gimbel

Mr. Pepper’s Restaurant (by Whiskykoch)

Bereits im Dezember hatte Chris Pepper – seit zehn Jahren besser bekannt als „der Whiskykoch“ – nach mehrwöchigem Umbau seinen runderneuerten Laden eröffnet. Dort gibt es neben Fachbüchern, Kunst und Schmuck vor allem eine Riesenauswahl an Whisky, der in der Mehrzahl von kleinen unabhängigen Destillerien stammt. Die eigentliche Neuigkeit aber: Seit März ist neben dem Shop auch ein offen gestaltetes Restaurant mit kleiner Bar namens „Mr. Pepper’s“ eingerichtet. Hier kann der Namensgeber seiner zweiten Leidenschaft frönen: dem Kochen. Geöffnet hat das gemütliche, schön beleuchtete Restaurantchen von Mittwoch bis Samstag zwischen 18 und 23 Uhr. Vor der Eröffnung seines Ladens arbeitete der gebürtige Engländer (seit 1988 in Deutschland) jahrzehntelang als Koch und Chefkoch. Daher gibt es in seinem Whisky-Fachgeschäft bei regelmäßigen„Tastings“ immer auch Leckereien oder spezielle „Whisky-Dinner“. „Ich koche genau das, was mir die Aromen der Whiskies zuflüstern. Ich übersetze deren Aromen auf den Teller“, sagt Pepper zu seinem Koch-Credo – und betont: „Ich koche nicht mit Whisky, sondern ZUM Whisky“. (obi + ct)

Weinbergstraße 2, Bessungen | www.whiskykoch.de

 

Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie:

Das Café Hess hat einen tiefenentspannenden neuen Nachbarn: In der Nieder-Ramstädter Straße 15 wurde kürzlich das Thai-Spa-Massage-Studio Ban Sabai eröffnet.

Die Zukunft der Buchhandlung Lesezeichen ist gesichert: Ende März eröffnen Iris Massuthe und Britta Karadzole ihren neuen, 80 qm großen Laden in der Heinheimer Straße 82 (Parkett Jonsek verkleinert beziehungsweise verlagert sich extra dafür). Es wird also ein Umzug vis-à-vis zur aktuellen Wirkungsstätte, wodurch der Übergang von der alten zur neuen Buchhandlung fließend ist.

Startschuss der sommerlichen Aktionsreihe Datterichs Wochenmarkt auf dem Marktplatz ist am Samstag, 07.04., mit Live-Musik, dem Datterich und dem Caravan-Café Fräulein Zuckertopf.

Kein Aprilscherz: DJ Chromo’s Musik als Hilfe – betrieben von Gerald Wrede, dem eloquentesten Plattendealer in town (und nebenbei P-Kolumnist) – wird am 01.04. auf den Tag genau 5 Jahre alt! Herzlichen Glückwunsch, Gerry!

Keine Lust auf Massenkonsum und Einheitsbrei? Dann ist der Eintagsladen (Frühlingsedition) die Antwort auf Eure Shoppingträume. Wie der Name vermuten lässt, gibt es hier für genau einen Tag die Möglichkeit, handgemachte Schätze zu finden: Kunst, Schmuck, Fotografie, Mode, Keramik, Papeterie, Accessoires und Feinkost gehen über die rund 50 Verkaufstische – am Sonntag, 29.04., von 13 bis 18 Uhr in der Centralstation. Der Eintritt ist frei. (jp)

Luise Restaurant und Bar erweitert sich temporär und öffnet ab 01.04. den Luisengarten auf dem Taunusplatz.

Die Haller-Ranch an den Eberstädter Streuobstwiesen wird von Manuela und Hagen Werner aktuell zum Ausflugslokal umgebaut. Geplant ist, im Sommer einen Biergarten zu eröffnen. Oben auf’m Hof soll die Gaststätte heißen, die Oliver Made (aktuell noch: Bembelsche an der Frankfurter Straße) betreiben wird.

Pizza e Pezzi, neapolitanischer Pizza-Experte in der Adelungstraße, ist dabei, eine weitere Dependance zu eröffnen: Mitten in Bessungen wird der ehemalige Supermarkt an der Ecke Forstmeisterstraße/Ludwigshöhstraße zu einem kleinen Restaurant umgebaut. Der Betrieb läuft seit Mitte März, bis Ende April soll dann wirklich alles fertig renoviert und eingerichtet sein.

Ins ehemalige Vegan-Café Veelgood in der Mühlstraße 76 ist die Shisha-Bar Chillers eingezogen.

Gastronomie-Zuwachs in der unteren Elisabethenstraße: Im Februar hat im Erdgeschoss von Haus Nummer 41 Zizo’s Holzofenpizza & Döner eröffnet und bildet mit „Mokka Mokka“, „Lieblingsburger“ und den benachbarten Fisch- und Fleischlokalen eine kleine Schlemmer- und Fressmeile. (ct)

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