Welche neuen Läden buhlen in Darmstadt um Kunden? Welche neuen Restaurants und gastronomischen Konzepte bereichern die Stadt? Und wer musste schließen? Das erfahrt Ihr in der P-Rubrik „Kommen und Gehen“ – im schnittigen Steckbrief-Stil.

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Carpe Diem (bald: „Fuchs und Hase“)

Neuigkeit: Eine Café-und-Kneipen-Institution des Watzeverddels ist Geschichte. Elke Schwinn und Eckhard „Ecki“ Kocker haben das „Carpe“ nach 20 Jahren geschlossen. Zum 31.12.15, ohne großes Brimborium – und einfach, „weil’s irgendwann mal gut is“, der Ruhestand ruft und jetzt die junge Leit ran sollen. Die stehen in Persona von Tawana Lortz, unterstützt von Lebenspartner und Koch Markus Lindermeir, schon bereit. Aktuell läuft der Umbau. Mitte Februar soll dann das „Fuchs und Hase“ eröffnen. Die neue Besitzerin Tawana und ihr Mitstreiter Markus sind Wahl-Martinsviertler und gastronomieerfahrene Sozialpädagogen. Sie wollen „Carpe Diem“-Traditionen wie das „Hartz-IV-Frühstück“ und die Zeitung für Stammgäste übernehmen, stehen aber ansonsten für ein neues Konzept mit mehr Gewicht auf Essen (saisonale Speisen, auch vegan, mit frischen Zutaten vom Riegerplatzmarkt sowie Biofleisch), einem etwas weniger ausufernden Frühstücksangebot, dafür mehr Bar-Charakter am späten Nachmittag und Abend. Weitere Details erfahrt Ihr im März-P, wenn das „Fuchs und Hase“ frisch gestartet ist.

Ort: Schuknechtstraße 1, Martinsviertel

www.carpe-da.de + www.fuchsundhase-darmstadt.de

 

Foto: Hannah Morche
Foto: Hannah Morche

City Carree

Neuigkeit: Aus dem City Carree kommt gleich ein ganzes Neuigkeiten-Paket. Anfang Dezember ist die spanische Modekette Mango mit einer Dependance in der ehemaligen Markthalle nach Darmstadt zurückgekehrt. Wenige Tage später eröffnete der deutsch-italienische Pasta-und-Pizza-Filialist Vapiano sein zweites Restaurant in der Heinerstadt: auf einer Fläche von 680 qm, mit 185 Sitzplätzen im denkmalgeschützten Klinkerbau (im Sommer kommen 220 weitere Plätzen im Außenbereich hinzu). Gegenüber, ebenfalls mit Blick auf die Carree-Piazza, ist mit Bellanova Mode (im ehemaligen „A/X Classics“) ein neuer Modeladen für Frauen eingezogen. Neues Leben auch schräg gegenüber, im ehemaligen „Adler’s Brille“: Hier gibt es (übergangsweise) „Kunst & Erbsen“ zu kaufen. Der Weinladen Condio (im Durchgang Richtung Luisenplatz) dagegen verlängert seinen 5-Jahres-Vertrag nicht und kehrt Darmstadt ab Februar den Rücken Richtung „Condio“-Zentrale in Ludwigshafen.

Ort: Im Carree, Innenstadt

www.shop.mango.com + www.de.vapiano.com + www.condio-feinkost.de + www.kunstunderbsen.de
www.city-carree.com

 

Foto: Jana Gareis
Foto: Jana Gareis

Deutsches Polen-Institut

Neuigkeit: Der eigentlich für Ende 2015 angekündigte Umzug des Deutschen Polen-Instituts von der Mathildenhöhe ins Schloss ist jetzt für Ende Februar „fest eingeplant“. „Da endet nämlich das Mietverhältnis für das ,Haus Olbrich’ auf der Mathildenhöhe“, erklärt Andrzej Kaluza, Pressesprecher des Instituts. Seit Jahren plagt sich das Institut mit argen Platzproblemen in den bisherigen zwei Heimstätten: Nach dem Umzug aus „Haus Olbrich“ in den sogenannten „Herrenbau“ des Schlosses, besteht das Mietverhältnis im „Haus Deiters“ noch bis Ende Mai weiter. Denn dort wird – zum Abschied von der wunderschönen Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe – eine Ausstellung über den Gründer des Deutschen Polen-Instituts, Karl Dedecius, gezeigt.

Ort: bisher Mathildenhöhe, demnächst Schloss, Innenstadt

www.deutsches-polen-institut.de

 

Foto: Hannah Morche
Foto: Hannah Morche

Faible

Neuigkeit: Wer ein besonderes Faible für feminine Mode aus Holland, Dänemark und Schweden hat, dürfte den gleichnamigen Modeshop mit zwei Filialen in Darmstadt kennen. Ab April will sich das „Faible“ auf seine ursprüngliche Filiale in Arheilgen konzentrieren und schließt daher mit einem Räumungsverkauf (bis Ende März) seinen kleineren Laden in der Schulstraße 11.

Ort: bald nur noch Frankfurter Landstraße 136, Arheilgen

www.faible.com

 

 

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Ichido Sushi, Grill & More

Neuigkeit: Lange wurde im ehemaligen „Asia Kim“ gewerkelt, jetzt sind die Räume gegenüber der „Krone“ kaum wiederzuerkennen: Helle, moderne Architektur mit schicker Waben-Optik statt kitschigem Asia-Klischee-Interieur. Doch nicht nur bei der Einrichtung wurden die Altlasten der ehemaligen, angestaubten Buffet-Gastronomie entsorgt. Das neue „Ichido“ präsentiert sich in komplett schlankem Gewand und mit einer Speisenauswahl, die appetitlich statt überladen wirkt. Der Schwerpunkt der japanischen À-la-carte-Küche liegt dabei auf Sushi-Spezialitäten. Auf der Karte findet Ihr verschiedene in Algenblätter gewickelte Maki-Rollen, Nigiri-, Gunkan- und die Wrap-ähnlichen Temaki-Sushi, aber auch Inside-Out-Variationen sowie fisch- und fleischfreie Alternativen der fernöstlichen Klassiker. Dazu eine kleine, abgestimmte Auswahl an Gegrilltem, kunstvoll garnierten Beilagen, Suppen, Salaten und Desserts. Mittags könnt Ihr Euch farbenprächtige Bento-Boxen (inklusive Tee und Miso-Suppe) zusammenstellen lassen. Kinder zahlen, je nach Altersgruppe, weniger bis nichts für die leckeren Häppchen aus Nippon. Darauf einen Sake!

Ort: Holzstraße 2, Innenstadt

www.ichido-restaurant.de

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Kartoffelhaus Pelle

Neuigkeit: Nach monatelangen Renovierungsarbeiten hat das auf Kartoffelgerichte jeglicher Art spezialisierte Restaurant neu eröffnet. Die früher sehr rustikal und altmodisch anmutende Holzeinrichtung ist einer helleren und aufgeräumten Optik gewichen. Der neue Inhaber Koray Öztürk möchte zusätzlich zu den alten Stammkunden künftig vor allem junge Leute von seinem Speiseangebot – von Odenwälder Kartoffelsuppe bis Schnitzel mit Pommes – überzeugen. Im Eingangsbereich ist eine „Sportsbar-Ecke“ entstanden, wo neben Bundesliga- auch Champions-League-Livespiele angeschaut werden können. Von Montag bis Mittwoch gibt es Tagesangebote wie den „Pfännchentag“, zusätzlich sind wöchentlich wechselnde Mittagsangebote geplant. Im Sommer lädt der Außenbereich auf der „Stadtkirchpiazza“ zum Outdoor-Knollenprodukte-Essen ein.

Ort: Schulstraße 19 (am Aufgang vom Stadtkirchplatz Richtung Schulstraße), Innenstadt

www.kartoffelhaus-pelle.de

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Louis & Louise

Neuigkeit: In den ehemaligen Räumlichkeiten der Epicerie de Belleville am Forstmeisterplatz ist seit Anfang Dezember Iris Holtz mit ihrer Mischung aus Café und Feinkostgeschäft eingezogen. Die Gestaltung mit schönen Fachwerk-Elementen, hellen Möbeln und gemütlichen Sitzmöglichkeiten samt Leseecke schafft eine entspannte Atmosphäre. Neben Cappucino, Latte und Co. – auf Wunsch auch mit laktosefreier oder Mandelmilch – und diversen Bio-Tees kann aus einer umfangreichen Weinkarte gewählt werden. Zu essen gibt’s täglich frische Quiches und Tartes sowie ein wechselndes Kuchen-Angebot. Bei ihren Feinkost-Spezialitäten setzt Iris Holtz besonders auf ausgewählte regionale Produkte. Aktuell sind unter anderem Kaffees der Frankfurter Kaffeerösterei, Senfvariationen und hochwertige Gelees im Sortiment. Bei ihrer großen und internationalen Weinauswahl, die auf Wunsch auch vor Ort getestet werden kann, lässt sie sich von einem renommierten Frankfurter Sommelier beraten. Ab April ist auch die Bewirtung draußen auf dem Platz geplant. Auf Anfrage können die Räume für Feiern angemietet werden.

Ort: Forstmeisterstraße 3, Bessungen

www.facebook.com/louisundlouise

 

Foto: Hannah Morche
Foto: Hannah Morche

Luisencenter

Neuigkeit: Das Luisencenter öffnet sich urbaner Jugendkultur. Gleich drei neue Läden – alle im Erdgeschoss – haben als Zielgruppe junge oder junggebliebene Stadtmenschen auserkoren. Bei Snipes gibt’s Sneaker und Streetwear, die von der HipHop-, Basketball-, Dance- und Action-Sports-Szene inspiriert sein sollen. Die Schuhe, Sneaker und Stiefel von Skechers sind vom Stil her etwas reifer (sie werden unter anderem von Ringo Starr beworben), das kalifornische Unternehmen fühlt sich aber auch zur „Lifestyle Footwear Industry“ gehörig. JD Sports (kurz: JD) schließlich, einer der führenden Sportmodehändler in Großbritannien (mittlerweile aber auch in Frankreich, Spanien, den Niederlanden und hierzulande breit aufgestellt), vermarktet sich als „Deine Nr. 1 in Sneakers“. Ihr habt also die Qual die Wahl!

Ort: Am Luisenplatz, Innenstadt

www.facebook.com/SnipesDarmstadt + www.skechers.de + www.jd-sports.de
+ www.luisen-center.de

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Pastado

Neuigkeit: In dieser neuen Nudelbar in der Grafenstraße gibt es „frische Pasta to go or to stay“, außerdem: Suppen, Salate – und eine kleine Auswahl Dolci. Bei der Pasta kann der Gast an der Theke wählen zwischen hausgemachten Campanella, Fusilli, Spaghetti und Penne sowie, ob sie aus Hartweizengrieß, Dinkel oder auch glutenfrei hergestellt wurden. Darauf eine der zwölf klassischen Soßen – von Aglio é Oglio über Bolognese, Boscailoa oder Carbonara bis Gorgonzola, Verdura oder Pescatore. Die gastronomie-erfahrenen Betreiber Eleni Chrisidou und Savvas Chrysidis betonen, dass ausschließlich frische Zutaten in hoher Qualität, ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und künstliche Aromen verwendet werden. Dieses Credo ist elementarer Teil des noch jungen Pastado-Konzepts, das aus Münster stammt (dort zwei Filialen, Darmstadt ist erst Filiale Nummer drei). Der Hang zum Natürlichen spiegelt sich in der Einrichtung wieder: helle, warme Holztöne, gespannte Leinentücher und aquarellige Strukturtapete an den Wänden sowie organisch geformte Kupferlampen über den robusten Blocktischen, die Platz für 30 Gäste bieten (im Sommer kommen 30 Sitzplätze draußen hinzu). Durchaus gemütlich für den schnellen Pasta-Genuss zwischendurch – ob in der Mittagspause oder abends vorm Kinobesuch.

Ort: Grafenstraße 33, Innenstadt

www.pastado-darmstadt.de

 

Foto: Jan Ehlers
Foto: Jan Ehlers

Schlosskeller und Künstlerkeller

Neuigkeit: Das Drama um die immer wieder verzögerten Termine zur Wiedereröffnung geht weiter. Doch zumindest in einem Falle scheint die Großbaustelle Residenzschloss Ende Januar ein Erbarmen zu haben. Dann sollen die Umbauten im Schlosskeller endgültig abgenommen werden [am 29. Januar, dem Tag der Abnahme kam die Hiobsbotschaft: der Schlosskeller bleibt auch im Februar geschlossen]. Der nach so langer Wartezeit etwas zerknirschte Geschäftsführer Jalal El Asri beklagt dennoch: „Wir wurden seit dem eigentlich geplanten Wiedereröffnungstermin am 10. Oktober 2015 permanent vertröstet. Die fehlenden Einnahmen gerade in der Boom-Zeit rund um Silvester sind verheerend für unsere Bilanz. Vom Image-Verlust wegen der ganzen Veranstaltungs-Absagen ganz zu schweigen.“ Jörg Feuck, Pressesprecher der TU Darmstadt, nennt viele unvorhergesehene Probleme wie zuletzt zwei große Wasserschäden im Schlosshof als Gründe für die Verzögerung. Er zeigt sich aber optimistisch, dass es mit der jetzigen Terminierung klappt. Hoffentlich hat das Warten ein Ende und der Schlosskeller kann wieder Schwung ins Darmstädter Nachtleben bringen. Ob das in Kürze auch für den Künstlerkeller gilt, scheint doch noch nicht so ganz klar zu sein. Die Verhandlungen zwischen der TU als Bauherrin und Eigentümerin und den bisherigen (und künftigen) Betreibern laufen noch. Vor der Wiedereröffnung muss man sich laut Jörg Feuck nicht nur über die Höhe der Miete, „sondern auch über sehr grundlegende konzeptionelle Dinge“ einig werden. Definitiv würde aber nur mit den bisherigen Betreibern Keller-Klub e. V. und dem Gastronomie-Pächter Sergio Perez verhandelt. Wir hoffen auf ein baldiges Happy End!

Ort: Residenzschloss, Innenstadt

www.schlosskeller-darmstadt.de + www.keller-klub.de

 

Foto: Hannah Morche
Foto: Hannah Morche

Schuh Herbert

Neuigkeit: Daraus wird ein Schuh! Auf „Schuh Lortz“ folgt in der Ernst-Ludwig-Straße „Schuh Herbert“. Seit 130 Jahren steht das in Hofheim gegründete Unternehmen unter der Führung der Familie Stippler (später und bis heute: Familie Benner). Was als „Schuh- und Manufacturwaren“ begann, ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit acht Standorten im Rhein-Main-Gebiet und weltweiten Lieferanten. Nach Filialen in Kelkheim, Oberursel, Frankfurt, im Main-Taunus-Zentrum, Wiesbaden, Mainz, Neu-Isenburg und Bad Homburg ist nun auch Darmstadt ein Fixpunkt auf der „Schuh Herbert“-Landkarte.

Ort: Ludwigstraße 15, Innenstadt

www.schuh-herbert.de

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