Foto: Jan Ehlers

Obendrüber

Pünktlich zum Sommerbeginn hat Darmstadts neues Lieblingssonnendeck eröffnet! „Mit dem ,Obendrüber’ wollten wir eine Oase mitten in der Stadt schaffen“, erklären die Macher, Kai Brune und Moritz Koch vom Henschel, selbstbewusst. Wir sagen: Ist geglückt! Aber nicht nur die 200 Quadratmeter Außenbereich mit Fast-Rundum-Panorama über Friedensplatz, Landesmuseum, Schloss und Marktplatz machen das Obendrüber zum neuen Highlight in der Darmstädter Gastro-Szene: Küchenchef Gil Delaveaux (vorher: Collins) sorgt für moderne, kalifornisch inspirierte Crossover-Kochkunst auf dem Dach des Traditions-Modehauses Henschel, die nichts mit dem Klischee eines Kaufhaus-Restaurants zu tun hat. Kreative Salate, das „perfekte Risotto“, leckere Fisch- und Fleischgerichte, aber auch Snacks und Eis vom Quasi-Nachbarn Coccola stehen auf der Speisekarte. Großzügige Verglasung, eine offene Showküche und ein äußerst stilsicheres, urbanes Interior sorgen beim Genießen etwa der Ceviche von der Buttermakrele für ein luftig-gemütliches Ambiente. Der helle Innenbereich auf weiteren 200 Quadratmetern bietet Platz für 90 Personen; insgesamt können so 180 Gäste vom 20-köpfigen Team bewirtet werden. Besonders schön: Das Obendrüber ist auch abends geöffnet (montags nur bis 19 Uhr, dienstags bis samstags bis 23 Uhr) – nach Ladenschluss bringt ein Fahrstuhl am Marktplatz die Gäste nach oben. (lm)

Marktplatz 2, Innenstadt | www.henschel-darmstadt.de/gastronomie

 

Foto: Jan Ehlers

Roeders

Tageslicht flutet die weiß getünchte Halle durch opulente Oberlichter. Die Wand unter der Treppe, die hoch zur Galerie führt, strahlt sonnengelb. Die lang gezogene Bar schimmert kupferfarben. „Willkommen im Roeders!“, der neuen Tagesgastronomie und Kultur-/Eventlocation hinterm Kinopolis. Das letzte Mal, als ich hier war, war es eisekalt und wir feierten in Daunenjacken tanzend euphorisch mit Partyamt ins Jahr 2009. War schön improvisiert, damals im „Haus & Garten“ (so der ewige Arbeitstitel). Nun, zehn Jahre später, wird die Halle – im sogenannten Roederblock, wo bis 1966 die „Erste Darmstädter Herdfabrik & Eisengiesserei der Gebrüder Roeder“ produzierte – endgültig wach geküsst. Jürgen Debus und Horst Finkbeiner, seit 21 Jahren Betreiber der Weststadt Bar, haben die 190 Quadratmeter große Industrielocation schick gemacht, ohne ins Abgehobene abzugleiten. Die Bar schmiegt sich in den Gastraum, an dessen Ende bis zu 100 Gäste in eine offene Küche hineinblicken können. Den Raum begrenzt ein über die ganze Wand reichendes Weinregal, das von Marcus Molina (Gran Consumo) befüllt wird. Ab Anfang Juli geht’s los: ab 10 Uhr „zweites Frühstück“ (Sandwiches, Wurst, Käse, Biobackwaren aus Dieburg, ab August stellt eine eigene Konditorin Gebäck und Quiches im Roeders her), dann Mittagstisch (11.30 bis 14 Uhr) und Abendküche (ab 18 Uhr), gekocht wird mit Bio-Gemüse und Bio-Fleisch. Mo, Di + Fr ist bis abends geöffnet (Mi + Do sind Firmen- oder Kulturveranstaltungen), Fr abends legen gediegen DJs auf (Sa: Hochzeiten und Geburtstage, So: erstmal zu). (ct)

Rheinstraße 99.5, Bahnhofsviertel (Zugang über Mornewegstraße, gegenüber Parkhaus Kinopolis) | www.dasroeders.de

 

Foto: Jan Ehlers

Meet and Eat (M & E)

Knallrote Wände, schwarze Decke, cremefarbene Ledersessel, überdimensionale blaue Lotusblüten an den Wänden: Ins ehemalige „Fischgericht“ am Mathildenplatz ist das chinesische Restaurant „Meet and Eat“ eingezogen. Nicht nur die Räumlichkeiten sind geschmackvoll erneuert, auch die Speisekarte hat nichts mehr mit der des Vorgängers gemein. Zwar steht auch das ein oder andere Tintenfisch-Gericht auf der Karte (zum Beispiel: gebraten, mit schwarzer Bohnensoße), die kulinarische Ausrichtung ist aber weit weg von mediterran – und ziemlich nah an authentisch chinesisch. So gibt es neben den obligatorischen gebratenen Nudeln und knuspriger Ente auch etliche China-Spezialitäten: Mabo-Tofu mit Pfeffer und scharfer Soße, Süß-sauer-Schweinebauch, Yuba-Rolle oder gebratenes gewürfeltes Hühnerfleisch mit Knochen und getrockneten roten Chili. Wei Zhang und Gang Wu betreiben das Meet and Eat unweit der Darmstädter Justizgebäude seit Mai – und bieten einen technischen Clou: Die Speise- und Getränkekarte wird in Form eines Tablets an den Tisch gebracht – und die bis zu 50 Gäste im Lokal können alles, was sie wünschen, darüber direkt in der Küche ordern. „Zahlen, bitte!“: Ein Klick auf dem Tablet, und schon kommt die freundliche Bedienung geeilt. Programmierer Wu hat die progressive App passgenau kreiert. Natürlich kann auch online von zu Hause bestellt werden, ab 15 € Bestellwert wird innerhalb Darmstadts kostenlos geliefert. (ct)

Mathildenplatz 4, Innenstadt | www.meetandeat-darmstadt.de

 

Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie:

Beim Darmstädter Kunsthandwerkermarkt am Sonntag, 18. August, von 10 bis 18 Uhr werden auf dem Marktplatz wieder allerlei Arbeiten aus Holz, Glas, Keramik, Metall und edlen Steinen, Stoff und Leder präsentiert und verkauft. (ct)

Nach einer kurzen Pause im Juli läuft die Citymarketing-Aktionsreihe Datterichs Wochenmarkt weiter: Am Samstag, 03.08. geht’s ,,Mit Kind und Kegel auf den Wochenmarkt‘‘, wo Euch ein buntes Programm („Rezept des Monats“, „die grüne Leseecke“, Luftballonmodellage, Kinderschminken, Malen und Basteln), Hills Weinhütte, die rollende Eismanufaktur Thildas Eis und der Datterich höchstpersönlich erwarten. (ct)

Neuer Eisladen im Woogsviertel: In der Roßdörfer Straße 73, Ecke Inselstraße hat Freddo – Eis Café Bar eröffnet und bietet selbst gemachtes Eis, Kuchen und wechselnde Thekenangebote an. (ct)

Im ehemaligen Kinderladen Mimikie in der Schuknechtstraße 1 wird’s bald würzig-aromatisch: Caroline Rinn und Corina Winter eröffnen am Samstag, 03. August, ihr Käsefachgeschäft Fromage Fromage. Im kleinen Lädchen unweit des Schlossgartenplatzes wird es ein ausgewähltes Sortiment an Käse – 80 Sorten, von regional bis international – geben. Ergänzt wird das Angebot durch Weine von ökologisch wirtschaftenden Weingütern aus der Region, Käsemarmeladen aus Stuttgart, französischer Feinkost und „kleinen, aber feinen Speisen“. Darüber hinaus werden kulinarische Themenabende und Käse-Seminare veranstaltet. (ct)

Die Ginny Bar: Das sind Christoph und Andre, zwei Jungs aus Darmstadt (Messel), die einen Pferdeanhänger zu einer trendigen Gin-Bar umgebaut haben und im Stil der 30er-Jahre Gin Tonic (gerne mit regionalen Gins!) sowie andere leckere Drinks mixen. Gern gesehener Gast ist die Ginny Bar bei Geburtstagen, Hochzeiten, Firmenevents und Stadtfesten – unter anderem auf dem diesjährigen Heinerfest (auf dem Friedensplatz beim „Alle-Welt-Treff“). (ct)

Kein köstlicher Mittagstisch von Mute im „LT10“ hinterm Kinopolis mehr! Köchin Helmute Kompenhans unterstützt jetzt das Team des Roeders nebenan (mehr im Artikel auf der vorherigen Seite). (ct)

Nach Redaktionsschluss der Druckausgabe Juli/August erreichte uns eine traurige Nachricht: Luise Restaurant + Bar am Taunusplatz schließt zum 30. Juni. Scheißndreck! (ct)

P2 Mode & Accessoires feiert Ende November 20-Jähriges. Eröffnet wird das Jubiläumsjahr schon am Freitag, 02. August, ab 19.30 Uhr mit einer kleinen Autumn/Winter-Fashion-Show im Weststadtcafé. Bei der anschließenden Party tritt gegen 22 Uhr Philipp Rittmannsperger mit Band live auf, danach legen Thomas Hammann, P2-Inhaber Arndt Jahraus und DJ Marko (Come to the Dance) „bisschen wildstyle – also von Soul zu HipHop R’n’B und weiter zu House“ auf. Eintritt zur Modenschau: frei, zur Party: ab 21 Uhr 10 €, ab 23 Uhr 7 €. (ct)

Luciano Varesano, mit dem „Ristorante Sapori“ schon eine Größe in Bessungen, hat die Vereinsgaststätte des Traditionsvereins Rot-Weiß Darmstadt übernommen und dort das italienische Restaurant Rosso e Bianco eröffnet. (ct)

Das diesjährige, 24. Schulstraßenfest wird am Samstag, 31. August, von 11 bis 17 Uhr gefeiert. Um das besondere Flair der kleinen Einkaufsmeile mit der Buchen-Allee zu unterstreichen, verlegt die IG Schulstraße Rollrasen und erklärt ihren Bereich zur autofreien Zone und entschleunigten „Stadt-Oase“ – mit Lounge-Musik, gutem Essen, Aktionen der Läden und dem Rotzfrechen Spielmobil für die ganz jungen Besucher. Der Eintritt ist frei. (ct)

News from out of Darmstadt: Ende Juni ist das Pächter-Ehepaar Silvia und Rolf Tilly aus der Veste Otzberg ausgezogen. Das Ehepaar aus Brombachtal führte das Museum Otzberg und die Gaststätte „Burgschänke“ mehr als ein Jahrzehnt lang und muss sein Engagement aus gesundheitlichen Gründen beenden. Anfang Juli beginnt die Sanierung der Veste, nur tagsüber bleibt der Burghof offen für Besucher. Das Land Hessen ist auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Bewirtung für Gäste weiterzuführen. (ct)

Vier Tage lang – von Donnerstag, 29. August, bis Sonntag, 01. September, jeweils ab 12 Uhr – präsentieren sich auch in diesem Spätsommer zahlreiche Winzer und Gastronomen aus Darmstadt und Umgebung (aber auch von weiter her) auf der „Weinmeile“ zwischen der Innenstadtkirche St. Ludwig und dem Luisenplatz. Beim Darmstädter Weinfest kann man nicht nur das eine oder andere Gläschen trinken, sondern auch Straßenmusikern lauschen und zwischendurch noch etwas essen gehen – oder shoppen. Denn auch am verkaufsoffenen Sonntag haben die Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr geöffnet. (kgb)

In das Mini-Lädchen hinter dem Weißen Turm ist der Waffel-Dealer Zauberwaffel Darmstadt eingezogen. (ct)

 

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