Foto: Jan Ehlers

Radkontor

2011 hatte Roger Stappel den richtigen Riecher und eröffnete am Darmstädter Hauptbahnhof seinen Radkontor – ein Fachgeschäft für Lastenräder. „Der heutige Boom war damals selbst für Insider nur zu erahnen“, erklärt der Profi, der den Hype früh erkannte und auf die Produkte von Bakfiets aus den Niederlanden schwört: „Die sind hochwertiger als Billigdinger und deutlich günstiger als die teuren.“ Auf den ersten Standort folgte 2016 ein Intermezzo am Ballonplatz, die letzten drei Jahre war Stappel mit seinen beliebten Alltagshelfern im „Woograd“ zu finden. Für Kunden sei das „Laden-im-Laden“-Konzept jedoch oft verwirrend gewesen. Als ihm die nahe gelegenen Räume einer ehemaligen Metzgerei (zuletzt als Blumenladen genutzt) angeboten wurden, schlug er direkt zu. Zusammen mit dem ehemaligen Woograd-Mitarbeiter Dominik Allmann. Der alte Kühlraum dient jetzt als Werkstatt, ein Hinterhof mit Doppelgarage bietet ausreichend Platz und auf circa 40 Quadratmetern Verkaufsfläche kann die breite Produktpalette präsentiert werden. Darunter auch der neueste Trend: Rikschas. „Die verkaufe ich an Wohngruppen und Altenheime zum Transport von Erwachsenen. Eine ganz neue Zielgruppe.“ Neben Cargo- und Transport-Rädern findet Ihr im Radkontor auch eine kleine Auswahl an normalen Fahrrädern, E-Bikes sowie vereinzelt Vintage-Schätze. Zur Reparatur könnt Ihr Eure Drahtesel natürlich auch vorbeibringen. (mn)

Roßdörfer Straße 50, Woogsviertel | radkontor-darmstadt.de

 

Foto: Jan Ehlers

Cannamat (CBD-Automat)

„Grünes Gold“, „Cannamed plus“, „Hanfoase“: In den letzten 16 Monaten haben in Darmstadt gleich mehrere CBD-Läden eröffnet. Genauso gut wie die Geschäfte, die teilweise schon mehrere Filialen im Rhein-Main-Gebiet betreiben, floriert der Handel mit CBD-Produkten. In den Läden geht es viel um Beratung und darum, den Kund*innen Berührungsängste zu nehmen und zu versichern, dass alles legal ist, was dort über den Ladentisch geht. Wer genau weiß, was er will, hat am Darmstädter Südbahnhof mittlerweile eine weitere Anlaufstelle: Seit Anfang des Jahres steht dort einer der ersten Cannabidiol-Automaten Deutschlands, der Cannamat. Rund um die Uhr können CBD-Fans dort Blüten, CBD-Extrakte und Schokoriegel mit CBD ziehen. Auch hier völlig legal: Es werden nur frei verkäufliche Hanfprodukte mit und ohne Cannabidiol verkauft, wie Betreiber Karl Diehl versichert. Diese dürfen neben dem erlaubten Cannabidiol den berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) höchstens in einer maximalen Dosierung von 0,2 Prozent enthalten. Anfang Mai wurde nun ein weiterer Cannamat in der Lauteschlägerstraße im Martinsviertel aufgestellt. In den Automaten leider nicht erhältlich: individuelle und umfassende Beratung zum Thema CBD. (lm)

Haardtring 277, Büdchen am Südbahnhof und Lauteschlägerstraße 42, Martinsviertel | facebook.com/cannamat

 

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Das Clubhaus

Das war ‘ne Punktlandung! Am 15. März 2020, pünktlich zum Lockdown, haben Oliver und Jane Made ihr Restaurant „Die Koppel“ in Eberstadt wegen Differenzen mit den Eigentümern zugemacht, um auf den Tag genau zwei Monate später ihr neues Restaurant „Das Clubhaus“ im Arheilger Sportzentrum zu eröffnen. Die „Heimkehrer“, wie sich die „Ex-und Wieder-Orheljer“ inzwischen augenzwinkernd nennen, können hoffentlich bald auf Sportler der SGA (der Verein hat immerhin 5.000 Mitglieder!), Anwohner und Besucher des nahe liegenden Badesees „Mühlchen“ als Stammgäste zählen. Die üppige Speise- und Getränkekarte, der herrliche Biergarten sowie der Spielplatz nebenan laden zum Verweilen ein. Zu essen gibt es Suppen und Salate, Kleinigkeiten (wie Handkäs’), Vegetarisches, etwas Fisch und viel Fleisch, darunter den „Club-Burger“, diverse Schnitzelvarianten und Leckeres vom Rind. Die Preise sind gehoben, aber in Anbetracht der Qualität der Speisen durchaus fair, zumal es unter der Woche mittags ein günstiges 3-Gänge-Menü gibt. (Sportler-)Herz, was willst Du mehr? (kgb)

Auf der Hardt 80, Sportzentrum der Sportgemeinschaft Arheilgen (SGA) | sg-arheilgen.de/restaurant

 

Foto: Jan Ehlers

Heinerleih

„Leihen statt kaufen“ – was einfach klingt, scheint in einer Großstadt ganz schön kompliziert zu sein. Oder warum kaufen wir alle möglichen Dinge selbst und neu, auch wenn wir sie nur wenige Male im Jahr brauchen? Diese Frage haben sich die Mitglieder des Vereins Teilen & Leihen Darmstadt gestellt und das Ladenlokal „Heinerleih“ geplant, das ähnlich wie eine Bibliothek funktionieren wird – aber eben mit Akkuschrauber und Nähmaschine statt Büchern. Ein Online-Katalog zeigt, welche Artikel verfügbar sind. Gegen einen individuellen Pfandwert kann man bis zu fünf Artikel gleichzeitig im Laden abholen und dann bis zu zwei Wochen lang behalten. Geldspenden sind im Anschluss gern gesehen, aber kein Muss. Und nun hat sich endlich auch ein Raum gefunden: Das „Zucker“ in der Liebfrauenstraße fungiert seine hinteren Räumlichkeiten in ein Heinerleih-Lager um! Im vorderen Bereich können weiterhin Veranstaltungen stattfinden. Beste Synergien also – und genau darum geht es beim Heinerleih ja auch: Ein solidarisches Miteinander, eine ressourcenschonende Alternative zum klassischen Konsum und damit gelebter Umweltschutz. Richtig los geht es voraussichtlich im Herbst, bis dahin könnt Ihr Heinerleih bei einer Crowdfunding-Kampagne oder durch Sachspenden unterstützen. (lm)

Liebfrauenstraße 66, Martinsviertel | heinerleih.de

 

Weitere Neuigkeiten aus Darmstadts Einzelhandel und Gastronomie:

Das vor etwa einem Jahr eröffnete Bistro und Café im Landesmuseum heißt jetzt Herzblut und Zinke und erweitert sein Konzept: Ab 03. Juli werden die historischen Räume und der lauschige Rodensteiner Hof mittwochs bis samstags von 18 bis 23 Uhr zur Weinbar. Ausgeschenkt werden ausgewählte regionale und europäische Weine: Chardonnay, Sauvignon Blanc, Riesling, Spätburgunder, Nebbiola. Schwerpunkt sind die Regionen Rheingau, Rheinhessen und Pfalz, besondere Empfehlungen gibt es bei den Cuvées. Zum Wein servieren Thorsten Lettmann und sein Team hessische Tapas und Flammkuchen.

Neuigkeiten aus dem Hause Bembel With Care: Nachdem Markengründer Benedikt Kuhn Mitte Mai seine Geschäftsführertätigkeiten wegen rechtsgerichteter Äußerungen auf seinem Instagram-Account niederlegen musste, hat am 01. Juni Karsten Schwinn, Vertriebsleiter Key Account der Kelterei Krämer, die Leitung übernommen. Als neuer Geschäftsführer arbeitet er weiter mit dem BWC-Team zusammen und integriert die Marke endgültig in das Sortiment der Kelterei Krämer. Ein Geschmäckle bleibt.

Ab Anfang Juli starten Stadt und Darmstadt Citymarketing das Programm Darmstädter City-Sommer. Vom 03. Juli bis 16. August gibt es Aktionen zur Belebung der Innenstadt und zur Stärkung der sehr unter der Krise leidenden Schausteller. So soll der Wochenmarkt dauerhaft attraktiver werden: Sollte die Stadtverordnetenversammlung am 25. Juni zugestimmt haben, dürfen künftig Imbissbetriebe, Foodtrucks, Craftbierbrauereien, Apfelweinkeltereien und Winzer auf dem Marktplatz brutzeln, kochen und ausschenken. Zudem soll es für die Schausteller fünf weitere Sondernutzungsflächen innerhalb der Stadt geben: Friedensplatz, Karolinenplatz, Mercksplatz Ost, Stadtmauer am Hinkelsturm und Parkplatz Oberwaldhaus. Geht doch!

Belebend für den Markt wird bestimmt auch wieder Datterichs Wochenmarkt am Samstag, 01. August, ab 8 Uhr: Das Acoustic Swing Duo spielt von 11 bis 14 Uhr, Hills Weinhütte aus dem rheinhessischen Udenheim schenkt Wein aus. Passend dazu gibt’s Rebells Trüffelnudeln. Als Nachtisch bietet sich ein Eis von Thildas Eis aus eigener Herstellung an. Außerdem können Besucher ihre Messer vom Küchenmeister Darmstadt schleifen lassen. Und die Kids freuen sich über Kinderschminken und Melonenkarten basteln.

Das – mitten in einem Restrukturierungsprozess steckende – Darmstädter Traditionsunternehmen Dielmann hat Insolvenz angemeldet und das Schutzschirmverfahren eingeleitet. Der Schuhhändler betreibt bundesweit 48 Filialen mit 980 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehört auch Sport-Hübner am Ludwigsplatz (mit weiteren sechs Filialen in Südhessen). Die Geschäfte laufen während des Verfahrens weiter.

Schöner shoppen: Im Carree zwischen Vapiano- und Eis-Venezia-Terrasse könnt Ihr seit Mai Euer E-Bike gratis aufladen. Die E-Bike-Ladestation des Energieversorgers Entega wurde in Kooperation mit dem Carree-Management aufgestellt und besteht aus acht Schließfächern (mit Münzpfandschloss), in die zum Beispiel ein Fahrradhelm passt, und die mit je einer 230-Volt-Steckdose versehen ist. Ladekabel bitte selbst mitbringen!

Von Mai bis September lädt das Nachbarschaftsheim Darmstadt e. V. an jedem zweiten Dienstag zum Foodtruck-Afterwork in den Prinz-Emil-Nachbarschaftsgarten ein. Wechselnde Foodtrucks bieten handgefertigte, frisch zubereitete und abwechslungsreiche Speisen an. Die Termine: 07. und 21. Juli sowie am 04. + 11. + 25. August, jeweils von 17 bis 21.30 Uhr.

Sollten Corona und die dann gültigen Bestimmungen es zulassen, wird am Samstag, 19. September, der zweite Johanna’s Makers Market stattfinden. Auf dem Johannesplatz können Selfmadehersteller*innen dann ihre selbst gemachten und designten Waren feilbieten. Bei Redaktionsschluss gab’s nur noch einige wenige Standplätze. Standgebühr für einen 3 x 3 Meter großen Stand: 25 €, Anmeldungen bitte bis 31. Juli an: johannas-makers-market@gmx.de.

Mitte Juni hat in der Bessunger Straße 68 (ehemals: Metzgerei Kübler) die Metzgerei Andreas Vick eröffnet. (ct)

 

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