Foto: SV Darmstadt 98
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Er war der Beste. Für mich, nicht für die Penner, die im „Kicker“ die Noten vergaben! Ich war immer Cesto, immer, wenn wir kicken gingen, damals als Kinder, als wir das täglich taten. Er war groß, und kein Dribbler vorm Herrn, kein Fuddler, hatte Zug zum Tor und schoss derer so viele, wie sonst kaum einer beim SVD, nämlich 97 in 203 Spielen. Peter Cestonaro, der in diesem Monat 55 wird und in Haiger lebt, kam 1976 vom SSV Langenaubach zu uns und wurde mit 25 beziehungsweise 17 Treffern Garant für zwei Bundesliga-Aufstiege. 21 Tore schoss er für uns in der Bundesliga, davon 16 in der Saison 81/82. Hammerhart!

Irgendein beschissenes Zerwürfnis führte mitten in der Saison 1982/83 dann zu seinem Wechsel nach Kassel zum KSV, was mir fast das Herze brach, ihm aber weitere torreiche Jahre ganz vorne in Liga 2 einbrachte. 1986 wechselte Cesto zu Eintracht Haiger, wo er bis 1989 sehr erfolgreich Spielertrainer war. In seine Zeit dort fielen Finalspiele um die deutsche Amateurmeisterschaft sowie eine Vizemeisterschaft in der Oberliga Hessen. Anschließend führte er den Landesligisten FC 80 Herborn in die Oberliga Hessen und betreute dann als Trainer unter anderem die Fußball-Oberligisten SV Betzdorf, VfB Marburg sowie Eintracht Wetzlar. So vergingen die Jahrzehnte. 2008 wurde er in Wetzlar geschasst, versicherte mir aber in einem Telefonat, bald wieder in Amt und Würden zu sein. Nur leider nicht bei uns. Die wollten nicht! Ich dreh’ noch durch.

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