Welche neuen Läden buhlen in Darmstadt um Kunden? Welche neuen Restaurants und gastronomischen Konzepte bereichern die Stadt? Welche Veranstaltungen rund ums Einkaufen gibt es diesen Monat? Und wer musste schließen? Das erfahrt Ihr in der P-Rubrik „Kommen und Gehen“ – im schnittigen Steckbrief-Stil.

annulinchen
Foto: Jan Ehlers

Annu-Linchen Nähcafé (ehemals: d’accord)

Neuigkeit: Das exklusive Damenmode-Geschäft „d’accord“ von Maria Neuner-Fritz ist seit November 2014 leider Darmstädter Einzelhandels-Geschichte. In dem kleinen Lädchen am Cityring, in Blickweite der Schulstraße, hat sich nun ein Nähcafé des benachbarten Kurzwaren- und Stoffe-Spezialisten „Annu-Linchen“ eingerichtet. Betreiberin Ramona Baumann und ihr Team aus ausgebildeten Schneiderinnen bieten Näh-, Quilt- und Patchwork-Kurse an. Dienstags bis Freitags surren die Nähmaschinen und lassen individuelle Kleidungsstücke, Decken oder Taschen entstehen. Für Damen, Herren, Jugendliche und Kinder gibt es drei über den Tag verteilte Kurszeiten, die Abendkurse beginnen um 18.30 Uhr. Anmeldung: persönlich im Laden nebenan, telefonisch unter (06151) 5003700 oder per E-Mail an info@annu-linchen.de.

Ort: Kirchstraße 18, Innenstadt

www.annu-linchen.de

 

boulderhaller
Foto: Jan Ehlers

Boulderhaus Darmstadt

Neuigkeit: Im ehemaligen „Leo’s Spielpark“ kann seit Anfang Februar gebouldert werden. Bouldern ist das Klettern ohne Seil und Gurt an (künstlichen) Kletterwänden in Absprunghöhe. Die maximale Fallhöhe beträgt im Boulderhaus Darmstadt 4,30 Meter. Doch immer landet man weich auf den 30 Zentimeter dicken Bodenmatten. Astrid Czajkowski und Frank Schüssler, die in Heidelberg seit fünf Jahren Erfahrung als Boulderhallen-Betreiber sammeln, klettern selbst fürs Leben gern. Im September 2014 – nach einer in Darmstadt scheinbar unvermeidlichen bürokratischen Odyssee – haben sie begonnen, die knapp 2.000 qm große Riesenhalle gemeinsam mit ihrem Team umzubauen. Rund 1.000 qm Grundfläche sind nun bebaut fürs Bouldern – plus Duschen, Toiletten und einem charmanten Café. Dort gibt es Kohlenhydrate für hungrige Kletterer (Flammkuchen, Pizza und Brot mit Käs’spätzle, aber auch Brownies und Kuchen) sowie heiße und kühle Getränke. An der Theke kann man auch Boulder-Schuhe und andere Kletter-Utensilien leihen, sich ein Tagesticket (Früh-Tarif bis 16 Uhr), eine 10er- oder Monatskarte kaufen – und dann geht es auf einen der je nach Farbe unterschiedlich schweren Parcours. Motivationsfördernd: Die Musikanlage hat ordentlich Wumms! Gebouldert werden kann täglich von 10 bis 23 Uhr.

Ort: Landwehrstraße 75, Weststadt

www.boulderhalle-darmstadt.de

 

friedensplatz
Foto: Jan Ehlers

Friedensplatz

Neuigkeit: Auf dem Friedensplatz in Darmstadt tut sich endlich was! Vor der Neugestaltung des Platzes sollen nun Bohrungen und Schürfungen die tatsächliche Beschaffenheit der Decke des darunter liegenden Parkhauses offenlegen. Dafür wurden auf einer Fläche von 190 qm in der Mitte des Platzes Betonkübel und Beete abgeräumt. Unter dem Platz befindet sich eine 48 Jahre alte Tiefgarage. Da die Bau-Unterlagen viele Jahre als verschollen galten, dann aber plötzlich doch wieder auftauchten, wird nun akribisch kontrolliert, ob die Beschaffenheit des Bauwerks mit den Plänen übereinstimmt. Und die Veranstalter des Schlossgraben- und des Heinerfests können sich über den zusätzlichen Platzgewinn für ihre Veranstaltungen freuen. Nach dem Heinerfest wird die Freifläche mit unterschiedlichen Pflastern bemustert, um den Bürgern mögliche Bodenbeläge des neuen Friedensplatzes zu präsentieren. Im Herbst soll dann die konkrete Ausführungsplanung beginnen.

Ort:
Friedensplatz, Innenstadt

www.darmstadt.de

 

frühlingsfest
Illustration: Veranstalter

Frühlingsfest Bessungen

Neuigkeit: In „Offene Läden – offene Höfe“ laden am Freitag, 17.04., von 17 bis 20 Uhr sechs individuelle Geschäfte und Ateliers in den Straßen rund um die Bessunger Knabenschule ein, um ihr jährliches Frühlingsfest gemeinsam mit ihren Kunden zu feiern. Im Atelier Marion Bartel findet man neben handgefertigter Keramik die Ausstellung „Schönmalerei“ von Doris Zorn. Beim Whiskykoch kann man frühlingshafte Whisky Cake Pops schnabulieren, Christiane Worgull bietet in ihrem Optikgeschäft ein (Sonnen-) Brillen-Fotoshooting an. Im Modeatelier Kayami gibt es einen Sonderverkauf von Stoffen, Borten und Nähzubehör. Bei „Herzig“ wird im Hof gegrillt und im Schmuckatelier Eva Friedel kann man es sich im Hof bei Frühlingsbowle und glänzenden und glitzernden Einzelstücken gut gehen lassen.

Ort: Weinberg-, Ludwigshöh- und Moosbergstraße, Bessungen

 

kletterwald
Foto: Jan Ehlers

Kletterwald Darmstadt

Neuigkeit: Der Kletterwald Darmstadt ist Anfang März aus der Winterpause zurückgekehrt. Mitten im Wald am Hochschulstadion liegt der idyllische Hochseilgarten. Nach wie vor bietet der Kletterwald 17 verschiedene Parcours mit jeweils unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an – auch gezielt für Kinder, Gruppen oder Partner. Namen wie „Schritt ins Nichts“, „Steigbügel“, Hexenbesen“ oder der „Shaolin-Pfad“ lassen vermuten, was auf einen zukommt.

Ort: Atzwinkelweg, rückwärtiger Eingang zum Hochschulstadion

www.kletterwald-darmstadt.de

 

moveup
Foto: Jan Ehlers

Move Up

Neuigkeit: Fitness-Studios gibt es mittlerweile wie Sand am Meer in Darmstadt. Das Besondere am „Move Up“ im Campino-Hochhaus: Hier gibt es keine Monatsgebühr, Mindestvertragslaufzeit oder vertragliche Bindung. Hier wählt jeder individuell seinen Kurs aus, bezahlt wird pro einzelne Stunde (10 Euro) oder per Kurskarte (6er bis 48er). Die Kursbuchung beinhaltet die kostenlose Mitbenutzung der Gymgeräte mit einem Tagespass. Die Anmeldung zu den Kursen – aufgeteilt in die Bereiche „Body & Mind“, „Kraft“ und „Ausdauer“ – erfolgt online, per E-Mail, telefonisch oder persönlich im „Move Up“. Betreiberin Helena Dalmann ist ausgebildete Fitnessökonomin und Personal-Trainerin, im Dezember 2014 hat sie das „Move up“ eröffnet.

Ort: Eschollbrücker Straße 2-4 / Ecke Heidelberger Straße, kurz vor Bessungen

www.move-up.club

 

merck
Grafik: Merck

Merck: neue Konzernzentrale

Neuigkeiten: Nach dem Spatenstich im vergangenen September sind die Arbeiten auf der Großbaustelle zur neuen, repräsentativen Merck-Konzernzentrale in vollem Gang. Ziel der umfassenden, rund 250 Millionen Euro teuren Neugestaltung an der Frankfurter Straße ist nicht nur, den Standort zukunftsfähig zu machen. Darmstadts größtes Unternehmen will sich durch die neue Architektur auch der Stadt öffnen. Jetzt konnte ein erster zentraler Bauabschnitt fertiggestellt werden: Im April wird das modulare Innovationszentrum auf der Ost-Seite von den Projektgruppen bezogen (nach Abschluss der gesamten Bauarbeiten wird das Gebäude als Besucherzentrum fungieren). Inspiriert vom erfolgversprechenden Spirit des Silicon-Valley finden Mitarbeiter hier in multifunktional und flexibel konzipierten Räumen, die Kreativität, Kommunikation und interdisziplinären Teamgeist fördern sollen, zusammen. Hier gesammelte Erfahrungen der modernen Arbeitswelt sollen in den Bau des finalen, dauerhaften Innovationszentrums auf der gegenüberliegenden Straßenseite einfließen, das spätestens 2018 zur 350-Jahr-Feier des international aufgestellten Chemie- und Pharma-Konzerns fertiggestellt sein soll. Herzstück des innovativen – und auch mutigen – architektonischen Gesamtkonzepts ist der weitläufige und offen gestaltete „Emanuel-Merck-Platz“, der sich quer über die Frankfurter Straße erstreckt. Dieser Ort für Austausch und Begegnung verbindet nicht nur West- und Ost-Flügel des Konzerngeländes, sondern integriert auch die ihn kreuzenden öffentlichen Verkehrswege in sich. Ein spannender Entwurf, der dafür sorgt, dass man künftig nicht mehr an Merck vorbei, sondern durch Merck hindurch fährt. Die hass-geliebte Eingangs-Pyramide musste dafür allerdings weichen.

Ort: Frankfurter Straße 250, Arheilgen

www.merck.de

 

volls
Foto: Jan Ehlers

Rail Slide X Volls Outlet Store

Neuigkeit: Ins ehemalige „Molly Chic“ in der Hügelstaße / Ecke Ludwigsplatz ist seit Ende Februar der temporäre „Rail Slide X Volls Outlet Store“ eingezogen. Bis Ende Mai kooperieren hier die etablierten Schulstraßen-Läden Railslide und Volls. Bei ihrem gemeinsamen Lagerverkauf gibt es bis zu 80 Prozent reduzierte Klamotten und Accessoires. Öffnungszeiten: Mi bis Fr von 13 bis 18 Uhr, Sa von 12 bis 18 Uhr.

Ort: Ludwigsplatz 8 a, Innenstadt

www.volls.de und www.railslide.de

 

wacker
Foto: Wacker

Wacker Ristorante & Pizzeria

Neuigkeit: Neuer Betreiber des „Wacker“ ist die Familie Gargiulo, vielen Darmstädtern bekannt als Macher des „Ristorante Michelangelo“ in der Carree-Markthalle (später an der Dieburger Straße, im heutigen „Shiraz”). Im „Wacker Ristorante & Pizzeria“, das mit rot-weiß karierten Tischdecken und Industrielämpchen über den Tischen die Atmosphäre einer modernen Trattoria ausstrahlt, gibt es Pizza, Pasta, Salate, Fleisch- und Fischgerichte. Dienstags bis freitags werden zur Mittagszeit wechselnde Menüs angeboten. Auch für größere Feiern mit bis zu 100 Gästen ist das „Wacker“ auf dem gleichnamigen Fabrikgelände an der Modau buchbar.

Ort:
Ober-Ramstädter Straße 96 (in der Wacker Fabrik), Mühltal

www.wacker-ristorante.de

 

wilhelmine
Foto: Jan Ehlers

Wilhelmine

Neuigkeiten: In den „Hotel Weinmichel“-Neubau in der Schleiermacherstraße zieht weiter urbanes Leben ein – im Fall von „Wilhelmine“ in Form eines Ladens mit Delikatessen aus deutschen Manufakturen. Seit Mitte März bietet die gebürtige Darmstädterin und gelernte Grafikdesignerin Christine Wilhelmi hübsche Köstlichkeiten und Gebrauchsgegenstände an: zum Beispiel handgemachtes Schokoladiges, Soßen, Öle, Salze und Gewürze, Rosenblüten-Zucker, Popcorn, Wirsing-Chips und andere Knabbereien. Aber auch Siebdruck-Geschirrtücher, Hussen für Weinflaschen, Präsentboxen und weitere deutsche Papierdesign-Produkte. Alles „made in Germany“ – und eben nicht, wie in kulinarischen Kreisen mittlerweile weit verbreitet, aus Italien, Frankreich oder anderen mediterranen Ländern. Christine Wilhelmi hat mehr als vier Jahre lang die „Bitter & Zart Chocolaterie“ in Frankfurt geleitet. Nun kehrt sie nach Darmstadt zurück und spannt hier den Bogen von handwerklicher Tradition zu Produkt-Innovation. „Wilhelmine“ ist 80 bis 90 qm groß, verfügt über einen kleinen Sitzbereich und einen kleinen Ausschank (unter anderem selbst gemachter Eistee, ab Ostern Bio-Eis einer Limburger Eis-Manufaktur). Die Einrichtung: ein Mix aus hansestädtischem Kontor, Industriedesign und Nostalgie. Passend zum Konzept also.

Ort: Schleiermacherstraße 12, Innenstadt

www.wilhelmine-delikatessen.de

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