Welche neuen Läden buhlen in Darmstadt um Kunden? Welche neuen Restaurants und gastronomischen Konzepte bereichern die Stadt? Welche Veranstaltungen rund ums Einkaufen gibt es diesen Monat? Und wer musste schließen? Das erfahrt Ihr in der P-Rubrik „Kommen und Gehen“ – im schnittigen Steckbrief-Stil.

 

4cani
Foto: Jan Ehlers

4 Cani (früher: Fürstenbahnhof)

Neuigkeit: Vor fünf Jahren hat die Brasserie im Fürstenbahnhof im historischen Teil des Darmstädter Hauptbahnhofes ihren Restaurantbetrieb eingestellt. Im September ist nun endlich ein neuer Pächter eingezogen: die Konzeptgastronomie-Kette „4 Cani“ (sprich: Quattro Cani). Köln City, Düsseldorf Airport, now Darmstadt Hauptbahnhof … on the menue: „A range of Italian, Asian and Pacific dishes. Pasta, pizza, wok, fruits, salads, desserts. A fresh cuisine, ,just in time’ prepared for you.“ Außerdem gibt es italienische Kaffespezialitäten, Weine und „Peroni“-Bier. Und: „a fast breakfast with baked focaccia, small snacks, light dishes, sweet, spicy or classically Italian“. Ambiente: Jugendstil trifft auf modern-meditteran.

Ort: Am Fürstenbahnhof 3-4, Bahnhofsviertel

www.facebook.com/4CaniDarmstadt und www.4cani.com

 

rosenduft
Foto: Jan Ehlers

Blumenladen „Rosenduft“

Neuigkeit: Im Oktober 2014 musste der vegane Kaufladen „Vrau Dötsch“ aufgrund sinkender Umsätze schließen – erst knapp ein Jahr später fand sich jetzt eine neue Pächterin für die Räumlichkeit: Anfang September hat Ylbeiki Asli Farimah ihren Blumenladen „Rosenduft“ eröffnet. Die gebürtige Iranerin, die vor 17 Jahren nach Deutschland kam, sammelte bereits viel Berufserfahrung in Blumenläden der Region und erfüllt sich mit einem eigenen Laden nun einen Traum: „Ich habe 1.000 Ideen“, erzählt sie begeistert und freut sich über bisher sehr gute Resonanz aus der Nachbarschaft. Neben ihrem Sortiment im Laden steht sie floral beratend für Jubiläen, Hochzeiten, Trauerfeiern und andere Veranstaltungen zur Verfügung.

Ort: Pallaswiesenstraße 34, Martinsviertel

www.rosenduft-darmstadt.com

 

dizain LOGO
Foto: Jan Ehlers

Dizain – Markt für Handgemachtes

Neuigkeit: Auch im Kulturwerk in Griesheim kann jetzt design- und handmade-orientiert geshoppt werden. Am Sonntag, 11.10., von 14 bis 19 Uhr präsentieren Nachwuchsdesigner, Independent Labels und Kleinproduzenten ihre Mode, (Wohn-) Accessoires, Kids-Kram, Papeterie, Möbel, Produktdesign, Kunst, Schmuck, Keramik, Food, Illustration und Fotografie. Dazu gibt’s Live-Musik, die Mädels von Fräulein Zuckertopf sind mit ihrem Kaffee-und-Süßes-Wohnwagen da, und ein wenig Action für Klein und Groß gibt’s obendrauf. Der Eintritt ist frei.

Ort: Schöneweibergasse 96, Griesheim

www.dizain-markt.de

 

feinkostbar
Foto: Jan Ehlers

Feinkostbar

Neuigkeit: In der Grafenstraße ist seit Ende August zwischen Bäckerei Müller, Express Schuh Bar und Alnatura ein mediterraner Feinkostladen eingezogen. Ayfer und Caner Özbayrak verkaufen „Meze“ (türkische Antipasti), Oliven, eingelegte Peperoni, Käse, Honig, türkisches Olivenöl, hausgemachten Couscous und Smoothies. Eine Spezialität, die probiert werden sollte, sind die „Çiğ köfte“ (sprich: „Tschie Köftè“, vegane Frikadellen aus Bulgur, Tomatenmark, Petersilie, Minze, gemahlenen Chilischoten und anderen Gewürzen). Köstlich – auch als Teil eines Vegan-Köfte-Burgers!

Ort: Grafenstraße 37, Innenstadt

www.facebook.com/feinkostbar.feinkostbar.37

 

crusius
Foto: Veranstalter

Musikhaus Crusius

Neuigkeit: Zum Jahresende müssen wir einen großen innerstädtischen Verlust vermelden: Das Musikhaus Crusius schließt am 31.12.2015 sein viergeschossiges Instrumenten-Paradies. Gegründet 1921 durch Hermann Crusius, seit 1934 im Besitz der Familie Wunderlich, 1943 zerstört bei einem Luftangriff, 1951 Neuaufbau, zeitweise weitere Standorte in der Stadt, zuletzt 2007 Ausbau des Stammhauses in der Schustergasse auf vier personell gut besetzte Etagen. „Aber trotz eines extra angelegten, optisch schönen Leitsystems frequentierte die Kundschaft meist nur das große, von außen sichtbare Erdgeschoss“, benennt Mitinhaberin Annelene Ruoss-Wunderlich einen der Gründe für die Schließung. Die Umsätze sinken seit zehn Jahren, nicht zuletzt durch das Internet: „Das ist eben zeitgemäß und es gibt vier bundesweite Anbieter, die 60 Prozent des Marktes beherrschen.“ Außerdem habe sich Darmstadt innerstädtisch sehr verändert, an nur noch wenigen Stellen funktioniere der „kleine, aber feine“ Einzelhandel. „Besonders die Schließung des Justus-Liebig-Parkhauses in unmittelbarer Nähe macht uns zu schaffen. Die gesamte Parkplatz-Situation in Darmstadt ist für Kunden suboptimal“, beklagt Ruoss-Wunderlich. Trotzdem zeigt sie sich entspannt und erleichtert, dass die Familie bereits im Frühjahr die schwere Entscheidung fällte und nun mit einem großen Räumungsverkauf auf einen würdigen Abgang hinarbeitet. Jürgen Wunderlich macht sich ab Januar als Klavierstimmer selbstständig. Weitere Pläne für danach gibt es noch nicht, auch nicht für das Gebäude, das sich ebenfalls im Eigentum der Familie Wunderlich befindet. Eine Darmstädter Institution sagt: „TSCHÜSS und DANKE Darmstadt! – war ‘ne coole Zeit!“ Das P verdrückt eine große Träne und antwortet: „TSCHÜSS und DANKE Crusius! – warst ‘nen cooler Laden!“

Ort: Schustergasse 14 (neben der Goldenen Krone), Innenstadt

www.musik-crusius.de

 

lindemann
Foto: Jan Ehlers

Lindemann

Neuigkeit: Ulricke („Ulli“) Lindemann, Darmstädter Einzelhandels-Ikone, zieht um. 1977 eröffnete sie in Bessungen ihren ersten Laden, über das Martinsviertel und einen der beliebten „Glaskästen“ am Luisenplatz ging es in die „Helia“-Passage. Die vergangenen 13 Jahre residierte sie in der Luisenstraße. Nun geht es zurück ins Martinsviertel, in die Müllerstraße schräg gegenüber von der Schillerschule. Dort wird Mitte Oktober Eröffnung im neuen, 50 qm großen, muckeligen „Lindemann“ gefeiert. Ullis Lädchen – nun außen Efeu-bewachsen und von vier kleinen weiß-blauen Markisen eingerahmt – bleibt auch weiterhin eine kleine, einzigartige Mode-Schatztruhe mit Pariser Flair: Hier gibt es verspielte Mode und romantische Schmuckstücke in überbordender Vielfalt, in der man sich verlieren kann, aber immer wieder etwas Neues entdeckt.

Ort: Müllerstraße 8, Martinsviertel

www.ulli-lindemann.de

 

martinsstuben
Foto: Jan Ehlers

Martins-Stuben

Neuigkeit: Gerade noch in unserem Kneipen-Quartett vorgestellt (und durchaus abgefeiert), da wurde der Eingang des „Bambus“ zugemauert und die Kneipe an der Lauteschläger-, Ecke Heinheimer Straße in begehrten Wohnraum umgewandelt. „Bambus“-Betreiber Dinh Da Vo zieht einfach weiter wenige Straßenzüge weiter und belebt eine Watzederddel-Kneipeninstitution wieder: die Martins-Stuben. Nach rund einem Jahr Schließung kann in der auf 66 qm verkleinerten Martins-Stuben wieder Schobbe gepetzt, geraucht, geschwätzt, auf einer 4-qm-Leinwand Fußball geglotzt – und neuerdings auch ein Reisschnaps getrunken werden.

Ort: Liebfrauenstraße 37, Martinsviertel

 

Nachtschicht
Foto: Jan Ehlers

Nachtschicht Café Bar Lounge (ehemals: Parliament of Rock)

Neuigkeit: Tim Rainals hat Ende Juni final den Schlüssel des „Parliament of Rock“ herumgedreht. Die beliebte Studentenkneipe – Nachfolger des „Kleinen Parlament” und des „Unikum” – war Treffpunkt für Liebhaber härterer Musik und des Fußballs. Nun hat das irisch-Grün an den Wänden schwarzer Farbe Platz gemacht. Seit Anfang August wehen der Qualm und Duft von Shishas durch den Raum. Am Wochenende legen DJs auf. Der Internetzugang ist kostenlos und Fußballfans kommen in den Genuss von Liveübertragungen von Bundesliga, türkischer Liga und internationalen Spielen. Öffnungszeiten: Mo bis Fr ab 18 Uhr, Sa und So ab 15 Uhr bis open end (also maximal 5 Uhr).

Ort: Mauerstraße 20, Martinsviertel

www.facebook.com/Nachtschicht-1632197956994118

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