Illustration: Lisa Zeißler

Für viele beginnt gerade eine neue Ära: Studium, Umzug, neues Umfeld in Darmstadt– aber noch keine Orientierung. Dazu kommen wahrscheinlich auch Stress, Zweifel, Lost-Sein. Und was hilft da? Genau: Coole Spots, Cafés und Ecken, die Euch einen angenehmen Start ermöglichen. Orte, an denen es nur so von neuen Leuten, entspannten Gesprächen und leckerem Kaffee wimmelt. Hier also Euer Darmstadt-Guide, mit dem Ihr einen super Start in den Sommer und Eure neue Unistadt haben werdet. Natürlich subjektiv gefärbt, aber 100 Prozent P-approved.

Fangen wir mit den Grundlagen an. Wer nach Darmstadt zieht, kommt natürlich nicht an den Basics vorbei. Zwar basic, aber absolute Must Sees sind: Herrngarten, Schlossgarten und die Mathildenhöhe. Wer schon mal was von der Unesco und ihrem Welterbe gehört hat, hat mit der Mathildenhöhe den richtigen Ansprechpartner. Dort trifft Kultur auf Entspannung. Die Russische Kapelle und den Fünffingerturm sollte man sich bei einem Spaziergang durch Darmstadt ruhig mal anschauen und es sich dann auf der Wiese mit einem Spaßgetränk gemütlich machen. Das Gute: Wiesen gibt es in Darmstadt wie Sand am Meer. Solltet Ihr also mal keinen Bock auf Kultur haben: einfach ab in den Schlossgarten, für Aperol und Sonne – oder noch besser in den Herrngarten. Dort könnt Ihr auch gleich „Bumble For Friends“ auf Eurem Handy löschen, denn neue Leute findet Ihr hier ganz von allein. Schließt Euch einfach einer Runde Spikeball an, bringt einen Volleyball mit oder genießt die Atmosphäre. Denn hier ist immer was los.

Doch genug der Klassiker – jetzt wird’s interessant: die echten Hidden Spots. Gerade jetzt, wo der Frühling losgeht, kommen vor allem Naturfans voll auf ihre Kosten. Spaziergänge durchs Martinsviertel zwischen Magnolien und Kirschblüten lohnen sich genauso wie ein Trip zu den Eberstädter Streuobstwiesen oder aufs Oberfeld. Und wenn Ihr mal was anderes als den klassischen Spaziergang wollt, empfehle ich Euch: eine Alpaka-Wanderung – entspannt mit den flauschigen Tieren durch die Natur spazieren und einfach mal runterkommen. Hat mir auch schon durch die Klausurenphase geholfen. Ausklingen lassen könntet Ihr die Erkundung durch Darmstadt auf der angrenzenden Rosenhöhe, die gerade jetzt jeden Besuch wert ist. Alles blüht und schreit förmlich vor Lebensfreude. Hier findet sich jede Farbe wieder. Wenn Ihr noch einen draufsetzen wollt, geht auf den Drachenberg. Im Winter optimal zum Schlitten fahren, im Frühling und Sommer, um den Abend mit einem Bierchen bei Sonnenuntergang ausklingen zu lassen und Darmstadt von oben zu sehen. Selbes Spiel ist auf der Ludwigshöhe möglich – kurzer Spaziergang durch den Wald, oben dann der top Ausblick. Für mich auch ein perfekter Hidden Spot: der Vortex Garten. Dort findet Ihr viel Kunst und Ruhe. Man kann mit Klangschalen experimentieren, es sich auf einer der Bänke gemütlich machen oder auf Steinen seinen eigenen Weg durch die Location finden – perfekt, um dem Alltagsstress kurz zu entkommen und der Seele Balsam zu geben.

Von Rosenhöhe bis Downtown 20: Darmstadt ist mehr als Wissenschafts- und Uni-Stadt

Jetzt aber genug von Natur – ich weiß, worauf Ihr alle gewartet habt: Wo geht man in Darmstadt schwimmen? Denn Sommer = Hitze = Abkühlung. Wer da aus Berlin, München oder Hamburg kommt, ist wahrscheinlich coole, populäre Seen gewöhnt und gibt sich vielleicht nicht so schnell mit Darmstadts Ausbeute zufrieden. Aber, glaubt mir: Darmstadt hat auch was zu bieten. Für See-Fans ist die Grube Prinz von Hessen perfekt. Ein kleiner Badesee, an dem alle zusammenkommen, Wassermelone genießen, sich sonnen und für eine kleine Runde ins Wasser springen. Kleiner Tipp von mir: Passt auf, dass Ihr nicht ungewollt im FKK-Bereich landet. Aber no worries, einfach Augen aufhalten. Wenn Ihr ein Anti-See-Mindset habt, keine Sorge … dann ab ins: Hochschulbad! Zwar ein kleines Becken, aber genug für ein paar Bahnen: Und das eigentliche Coole am Hochschulstadion ist der Vibe, weniger das Wasser: Beachvolleyball, große Wiese zum Sonnen und Leute zum Kennenlernen – an sonnigen Tagen ist hier nämlich gefühlt ganz Darmstadt. Und TU’ler aufgepasst: Für Euch ist der Eintritt sogar kostenfrei. Und wer Geburtstag hat, sollte genau dann mal ins Jugendstilbad – perfekt für einen Spa-Tag aufs Haus. Nach dem Sprung ins Wasser darf natürlich eins nicht fehlen: Genau! Eis, Eis, Eis. Mein Favorit ist Thildas. Kleine Auswahl, dafür richtig gut. Einer der Standorte liegt direkt bei der Orangerie, wo die Palmen sogar für ein kleines bisschen Urlaubsfeeling sorgen.

Illu: Lisa Zeißler

Aber mal ehrlich, was wäre ein Sonnentag in Darmstadt ohne ein Stück Kuchen und guten Kaffee zwischendurch? Genau, halb so schön. Zum Glück hat die Stadt ein paar echt coole Spots dafür. Wer richtig leckeren Kaffee trinken möchte und on top Brunchen liebt, sollte auf jeden Fall einen Abstecher in Martinsviertels begehrtes Schuknecht machen. Dort bekommt Ihr superleckere Bowls und Stullen und könnt draußen die Sonne genießen. Es ist eine coole Ecke, wo viel los ist und man einfach den Vibe genießen kann. Wer es ruhiger mag und dem Trubel der Innenstadt entfliehen will, sollte in den ziemlich versteckten Hinterhof des Cafés Fräulein Mondschein. Perfekt für lange Gespräche, leckere Limos und einen entspannten Nachmittag. Auch ein Besuch von Timm’s Café im Johannesviertel lohnt sich: Die Zimtschnecken sind ein Traum, dazu noch hübsche Latte Art – ein Spot, den man definitiv mal ausprobiert haben sollte. Und wenn Ihr bei Eurem Bummel durchs benachbarte Martinsviertel ein Auge für Architektur habt, zieht Euch unbedingt Café Gretchen oder das Bellevue rein: Rundbögen, schöne Details und gleichzeitig richtig gute Kuchen – ein echter Genuss für Augen und Gaumen.

Illustration: Lisa Zeißler

Neben all den entspannten Spots hat Darmstadt natürlich auch fürs Ausgehen einiges zu bieten. Tanzen, trinken und reden bis die Sonne wieder aufgeht. Darmstadt unsicher machen. Und ich sag Euch, wo! Für alle, die es etwas schicker mögen, lohnt sich ein Drink im Obendrüber zwischen Weißem Turm und Schloss – tolle Aussicht inklusive. Zwar etwas teurer, dafür aber eine super Location. Die schönsten Sonnenuntergänge bei besten Drinks erlebt Ihr im Weststadtcafé an Gleis 378, tief im Westen der Stadt (mit dem Rad aber nur ein Katzensprung!). Wer Darmstadt und das Unileben erleben will, sollte auf jeden Fall auch in die Krone, den Schlosskeller oder ins 221qm gehen. Coole Musik, Leute und Drinks. Dort ist immer was los, egal ob unter der Woche oder am Wochenende. In der Kneipe Bruchbude wartet dann Darmstadts Klassiker: das Laternchen – Apfelwein gemischt mit Kirschlikör. Klingt harmlos, hat’s aber in sich. Jeden Donnerstag gibt’s dort sogar Bingo on top, was für eine extra Portion Chaos und Spaß sorgt. Na, habt Ihr jetzt Lust aufs Spiele spielen bekommen? Dann ab ins Gastspielhaus! Hier kann man sich entspannt was zu trinken bestellen und danach alles spielen, was das Herz begehrt. Perfekt, um den Abend ausklingen zu lassen. Oder aber Ihr geht für den Pepp ins Downtown 20, wo ihr Euch in Billard- oder Dart-Duellen battlen könnt. Macht safe gute Laune!

Also, Ihr seht: Darmstadt hat viel zu bieten! Lasst Euch einfach treiben, probiert aus und findet Eure eigenen Lieblingsspots. Have fun!