Eigentlich wollte ich eine Kolumne über die British Psychedelic Musikszene der 60er liefern, doch es wird Zeit für einen Buch-Tipp: Giles Smith ist unter Freunden unterhaltsamer, musikbezogener Bücher zwar nicht so bekannt wie Bruce Hornsby, nein Nick Hornby, aber er ist unübertroffen in seiner Schreibe. Als Verfasser von „Lost in Music“, einer Autobiografie über seine > mehr
Viele Reggae-Interpreten tragen Dreadlocks, da sie der Glaubensrichtung Rastafari angehören oder zumindest mit ihr sympathisieren. Ihre Frisuren wurden und werden von der Boulevard-Presse gerne als „Rasta-Locken“ bezeichnet, komplett Unwissende nennen sie „Rastas“. Rastas sind aber keine Haare, Rastas tragen welche! Nun müssten manche aufpassen, nicht als Unmensch tituliert zu werden, so sie sich als Hessen/Bayern/Schwaben > mehr
Als ordentliche Kolumnistin schreibe ich meine Texte natürlich Flat White schlürfend (Hafermilch, please!) auf Seidenpapier in den hiesigen Cafés unserer wunderbaren Stadt. Mein Füllfederhalter kratzt beim Schreiben leise über das Papier und ich arrangiere die Blumen auf dem Tisch neu, sodass ich sie perfekt in meinen zwei bis drei Insta-Stories inszenieren kann. Ich muss ja > mehr
Mein E-Mail-Programm macht mir Vorschläge, wie ich im Falle einer Antwort meinerseits meine Mail beginnen könnte. Bedrohlich einfühlsam versucht es, inhaltlich das Richtige zu treffen, und manchmal gelingt es ihm gar. Nie vom Wortlaut zwar, jedoch von der Intention. Das bedeutet, das Programm kennt den Inhalt der eingegangenen Mail. Was befremdlich ist und eine eigene > mehr
Ich lasse mich ungern anschreien. Vielleicht bin ich auch darum ein so großer Verfechter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Obwohl auch dort – sicherlich nicht ungebildete – Menschen so tun, als ob sie einen am Appel haben und extra doof sprechen. Dann kommt irgendwann die Depression. Das wünsche ich keinem. Beides. Aber immerhin zeigen sie kein Darts. > mehr
Ich bin Teil einer Fußball-Tippgemeinschaft, welche alle paar Jahre irgendwo hinfährt und sich sportlich überraschen lässt. So auch diesen Oktober. Mit dem Zug. Es war die Hölle auf Schienen, kein Zug fuhr wie er sollte, gelohnt hat es sich trotzdem. Freitag, 20 Uhr. Bonner SC gegen Glesch. Mittelrheinliga. 485 Zuschauer. Die erste Halbzeit: langweilig, torlos > mehr
Die Hatz Ein Klostein aus Grütze umfliedert die Knospen der fledernden Bommelblume im Geldschein des Mondes. Rothermeline zieseln durch Brücken aus halmenden Gräsern, mardernde Wiesel erblicken die Felder, Hörnchen aus Watte zerzausen ihr Haupt. Brüllende Mücken und gelbschwarze Kraken, wedelnde Hüte mit klappenden Spaten, schielende Ströme aus harter Substanz, Meere aus März und ein Fuchsweib > mehr
Ich glaube, es fing mit dem Schalwedeln an, oder war es doch der Bau der Südtribüne? Nun, der Bau der Südtribüne war, nach der Aufgabe der Sportanlage durch das Lahmlegen der Aschenbahn, sicherlich der größte Strich durch meine Rechnung. Da konnte auch keiner ahnen, dass es irgendwann kein Pfungstädter mehr in der Lilienschänke geben würde. > mehr
ich: guten tag. diese zwei rezepte, bitte. apothekerin: haben sie eine kundenkarte? i: ist in der wäsche. a: möchten sie eine probepackung baldrian-dragees? i: warum nicht? a: und hier ein kleiner weihnachtsstollen für sie. i: ich bin diabetiker. a: dann packe ich ihnen eine heiße zitrone ein. sie sind von der zuzahlungspflicht befreit? i: ja. > mehr
Ich mochte die Queen. Nicht ihren Stand als Königin an sich, ich wünsche mir weiß Gott keine Monarchie zurück, sondern ihre Ausstrahlung. Ich habe mit Königshäusern nichts weiter zu tun. Nur die Leute aus dem Englischen haben es mir irgendwie angetan. Die Queen Mum selbst fand ich immer gut, schon weil sie mich an meine > mehr
















