Eine stehende Figur aus Sandstein, ruhig und in sich geschlossen. Die Seherin von Fritz Schwarzbeck richtet ihren Körper auf, ohne Pathos, ohne große Geste. Der rechte Arm ist zum Gesicht erhoben, die Hand leicht angehoben, als würde sie das Licht abschirmen oder den Blick bündeln. Der Kopf neigt sich nach oben, in Richtung Himmel. Was > mehr
Alle Artikel von Thomas Georg Blank
Sieben Formen aus Edelstahl stehen im Wasser, ruhig und zugleich gespannt wie eine kleine Formation. Eine Säule erhebt sich im Zentrum, sechs weitere gruppieren sich darum, beinahe wie Blütenblätter um eine Mitte. Ihre Oberflächen sind glatt, kühl, präzise gearbeitet. Am Fuß – dort, wo sie aus dem Wasser treten – sind sie etwas schmaler, nach > mehr
Ein Körper, der sich aus einer Enge herausbewegt. Die von Waldemar Otto geschaffene Skulptur zeigt eine männliche Figur im Moment des Übergangs, die Schultern nach vorn geschoben, der Oberkörper leicht verdreht, als würde sie sich durch einen Widerstand hindurcharbeiten. Die Proportionen sind bewusst verzerrt, der Raum scheint sich um den Körper zu legen, ihn zu > mehr
Ein winterlicher Schleier, der sich über deutsche Städte legt, sobald die Tage kürzer werden: Asphalt, Beton, Wolkendecke, alles scheint sich zu einem einzigen Farbton zu verdichten. Ein Grau, das alles zu verschlucken scheint und das man mit Autorin Helen Macdonalds Begriff des „green blur“ vergleichen könnte, nur dass hier nicht die unberührte Natur in einem > mehr
Ein Mädchen aus Messing, mitten im Spiel. Die Figur neigt sich leicht nach vorn, die Arme ausgestreckt, das Diabolo nur angedeutet durch metallische Linien. Ihre Haltung ist konzentriert, fast gespannt, und doch scheint sie eine gewisse Leichtigkeit zu haben, als könne sie im nächsten Moment weiterlaufen. Das vom Künstler verwendete Messingblech fasst sie in klare > mehr
Tagsüber geht man vielleicht achtlos vorbei, denn dieses von Helmut Lander gestaltete Fenster zeigt sich bei Tageslicht nur zurückhaltend. In seiner Struktur gliedert es sich in Felder verschiedener Dimensionen: einige offen und weit, die den Blick auf den Außenraum durchlassen, andere dichter, gefüllt mit Tiergestalten, deren Linien und Flächen das Licht brechen. Wie jedes Fenster > mehr
Der Herbst hält Einzug, die Blätter färben sich, die Tage werden kürzer. Doch am Lilienbecken von Albin Müller bleibt alles grün. Das Wasserbassin trägt seine immerwährende Farbigkeit als Konstante: Türkis, Blau und smaragdgrüne Nuancen, dazu das Muster der Lilien, die sich über den Grund ziehen, Blatt an Blatt, Blüte an Blüte. Während ringsum die Natur > mehr
Drei große, schlichte Scheiben ruhen in einer von niedrigen Wänden gefassten Fläche, als hätte man ihnen einen stillen Vorhof geschaffen. Stein und Wasser teilen sich diesen Ort, ohne sich zu berühren, der eigentliche Brunnen liegt abgesetzt, als gehöre er zu einem anderen System. Diese Trennung wirkt nicht zufällig. Der Künstler Herbert Behrens, der zur sogenannten > mehr
Manche Motive tauchen nur einmal im Jahr auf – und sind dennoch allgegenwärtig. Sobald sich das Heinerfest nähert, beginnt die Stadt, sich zu verändern: Auf Plakaten, Bannern, Flyern und in Schaufenstern erscheinen zwei vertraute Figuren, mal als Zeichnung, mal digital, manchmal sogar leuchtend. Ein Junge mit Ballonmütze und Herz auf der Brust, daneben ein Mädchen, > mehr
Wie ein ausgeschnittener Schatten liegt es da: ein Spiel aus Hell und Dunkel, aus Fläche und Linie. Die Figuren und Zeichen sind nicht gemalt, nicht modelliert, sondern scheinen vielmehr herausgelöst, als hätte jemand sie mit ruhiger Hand herausgeschnitten. Die Referenz an Schnittmuster ist unübersehbar. Alles Unnötige wurde entfernt, das Übriggebliebene wirkt wie Essenz: Körper, vielleicht > mehr
















